Menschen-Geschichten

Candidas

Candida, eine Frau von 25 Jahren, lebt in Paso Real, Nicaragua. Sie hat vier Kinder und besaß keine eigene Wohnung. Sie war immer angewiesen auf ihre Verwandten und auf die, die ein Zimmer hatten und bereit waren, ihr Schutz und ein wenig Lebensmittel zu geben.

Wie die meisten ländlichen Nicaraguaner, verfügte Candida nur über eine mangelhafte Bildung und keine erworbenen beruflichen Kompetenzen. Ihre Zukunft sah düster aus und es schien keine Chance zu geben, sich aus Armut, Hunger und Hoffnungslosigkeit befreien zu können.

Dann hörte sie von der Möglichkeit, das eigene Leben und das ihrer Kinder verändern zu können. Wenn sie bereit wäre, für sich selbst und für ihr Dorf zu arbeiten, dann würde sie von M25M ein Haus gespendet bekommen. Candida ergriff diese Gelegenheit und arbeitete fortan im Paso Real Community Center (erbaut von Matthew 25: Ministries und dem Rotary-Club).

Candida besitzt nun ein kleines, aber stabiles eigenes Ein-Zimmer-Haus für sich und ihre vier Kinder. Die Steine kommen aus einem Steinbruch vor Ort, es hat einen Betonboden und ein Dach aus Wellblech. Außerdem gibt es eine echte Tür und sichere Fensterläden. Für Candida ist es der Himmel.

Im Paso Real Community Center lernt sie jetzt zu nähen und zu schreiben. Ihre Kinder besuchen die Schule und erhalten eine echte Chance, den Kreislauf aus Armut und Abhängigkeit durchbrechen zu können. Sie haben Hoffnung für die Zukunft.

candida

Sally

Viele Ureinwohner Amerikas leben in Reservaten und haben keinen Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen wie fließendem Wasser, sanitären Einrichtungen und Strom. Eine hohe Arbeitslosigkeit und ein schlechter Zugriff auf die Ressourcen erschweren den Indianern einen sozialen Aufstieg. Dadurch fehlen in den Familien oft die elementarsten Güter zur Pflege und der Entwicklung der Kinder.

Das amerikanische Indianer-Hilfswerk ist eine von mehreren Organisationen, die versuchen, die Grundbedürfnisse der Ureinwohner in den Reservaten der Northern Plains zu sichern. So sollen die Menschen mit Schuhen, Decken, Wintermänteln, Essen sowie eine persönliche Betreuung versorgt werden. AIRC-Programme zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Schaffung einer gesünderen Umwelt werden durch Spenden von M25M unterstützt. Dazu gehören auch Stoffe zum Nähen, pädagogische Materialien für die Kinder und eine Basisausstattung für die Schule.

Sally ist ein Beispiel von vielen. Ihr Überleben wurde buchstäblich erst durch die Hilfsprojekte ermöglicht. Für Sally gab es keine Arbeit und keinen sicheren Ort. Die Arbeitslosigkeit in ihrem Reservat beträgt fast 100% und die kommunalen Lebensbedingungen fördern die Kriminalität. Nun engagiert sie sich in einem kooperativen Netzwerk der Freiwilligenarbeit und Selbsthilfe. Dafür erhält sie materielle Unterstützung für ihre Familie.

Durch das Netzwerk ist Sally in der Lage für die eigenen Grundbedürfnisse zu sorgen. So hat sie ihre Würde und ihr Selbstwertgefühl zurückerhalten.

Maria Theresia

Maria Theresia lebt in Mexiko-Stadt. Sie war eine aktive, soziale Person und interessierte sich für viele Dinge. Dann bekam sie eine schwere Krankheit und sie verlor die Fähigkeit zu laufen. Einfach in ein Kaufhaus oder einen Park zu gehen, war für sie jetzt nicht mehr möglich. Auch war es ein schwerer Verlust für sie, dass sie ihre Liebe zur Kunst und Musik und ihr Interesse für Museen, Konzerte und Theater kaum noch wahrnehmen konnte.

Ein eigener Rollstuhl hätte ihr helfen können, aber der war Luxus und keine Notwendigkeit und deshalb für sie unerreichbar. Dann schenkte ihr M25M einen gebrauchten Rollstuhl. Zum ersten Mal seit Jahren war sie wieder in der Lage mit ihren Nichten und Neffen in den Park zu gehen und selbständig ein Museum oder Konzert zu besuchen. Maria Theresias ganzes Leben veränderte sich durch diese unscheinbare Spende.

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2 Kommentare zu „Menschen-Geschichten“

  1. Christoph Borsin sagt:

    Das sind alles ausgezeichnete Ansätze, die hier gepostet werden.

  2. Hanspeter Grushim sagt:

    Mit Abstand das Beste, was ich seit langem in Bloggs gelesen habe.

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