Regelschule Johannes Dicel aus Seebach in Thüringen gewinnt Buddy-Wettbewerb des Monats August 2009

„We are Dicel-Buddys!”, so lautet der Name des Buddy-Projekts an der Regelschule Johannes Dicel im thüringischen Seebach. Verantwortung übernehmen, füreinander da sein, sich gegenseitig helfen – das setzen die Buddys mit ihren Projekten von der Hausaufgabenhilfe bis zur Konfliktschlichtung jeden Tag in die Tat um.

schulen4Die Preisverleihung wurde durchgeführt von Steffi Xylander vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.

„Die große Eigenverantwortlichkeit der Buddys, die Vielfältigkeit der Aktivitäten und die außergewöhnlich hohe Identifikation mit der Buddy-Idee hat uns besonders beeindruckt und macht die Buddys aus Seebach zu echten Vorbildern”, lobt Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung, die den Wettbewerb zusammen mit dem buddY E.V. ausgeschrieben hat. Für ihr Projekt werden die Buddys heute mit einer Urkunde ausgezeichnet. Als Zeichen der Anerkennung erhalten sie hochwertige Buddy-Pullis mit Logo.

In Thüringen arbeiten bereits rund 40 Schulen mit dem Buddy-Projekt, bundesweit sind es mehr als 800. Im Jahr 2007 wurde es in Kooperation mit dem Thüringischen Kultusministerium eingeführt. Im Juni haben der buddY E.V. und Kultusminister Bernward Müller eine neue Ausschreibung des Buddy-Projekts für weitere Schulen beschlossen. Das Engagement der Buddys der J. Dicel Schule ist ein herausragendes Praxisbeispiel für den großen Erfolg des Buddy-Projekts.

schulen5Die Buddys der Johannes Dicel Schule in ihren Pullovern und mit ihren Buddy-Lehrerinnen Margrit Eismann und Maritta Nagel.

„Unsere Lehrer sollen den Schülern nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen. Wir sehen unsere Schule vielmehr als Erlebnisraum, den die Schüler mitgestalten können. Hierfür ist das Buddy-Projekt wunderbar geeignet”, berichtet Buddy-Lehrerin Maritta Nagel. Ihre Kollegin Margrit Eismann ergänzt: „Durch die aktive Umsetzung des Buddy-Mottos Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.’ sind unsere Schüler bestens auf ihr späteres Leben vorbereitet, denn dann müssen sie auch Verantwortung für sich und andere übernehmen.”

Miteinander zum Erfolg
Helfen zu können und gebraucht zu werden, ist für die Buddys eine besonders wertvolle Erfahrung. „Ich habe einem Mitschüler in Mathe geholfen und ihm auch noch eine zusätzliche Nachhilfe besorgt, weil er wirklich große Probleme hatte. Danach hat er eine Zwei in der Mathearbeit geschrieben, dafür war er mir sehr dankbar”, beschreibt Christin aus der 9. Klasse ihre schönste Buddy-Erfahrung. „Als Lernpate achte ich besonders darauf, dass niemand seine Hausaufgaben und Arbeitsmittel vergisst. Ich versuche immer, stärkere mit schwächeren Schülern zum gemeinsamen Lernen zusammen zu bringen”, erklärt Maria.

Reden hilft bei Problemen!
Das Buddy-Projekt sorgt in Seebach für ein harmonisches Schulklima. In Streitsituationen nicht gleich handgreiflich zu werden, ist den Buddys sehr wichtig. „Es ist ein schönes Erlebnis, wenn ich mit anderen Schülern und auch Lehrern über Probleme sprechen und ihnen so helfen kann. Manche Schüler, die ich kenne, prügeln sich auf dem Schulhof. Es ist aber viel besser zu reden”, erklärt Vanessa aus der 6. Klasse. Verhaltensauffälligen Schülern wird so der Wind aus den Segeln genommen, zugleich werden sie in die Gemeinschaft integriert. Auch im Klassenrat haben die Buddys ihren festen Platz und greifen bei der Besprechung von Problemen und aktuellen Themen streitschlichtend ein, wenn es erforderlich ist.

Quelle: buddY E.V.
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