Archiv für Oktober 2009

Das Seminar „Existenzfestigung“ unterstützt die unternehmerische Zukunft

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Senioren helfen Junioren Arbeitskreis e.V. initiiert Weiterbildungsreihe
Im Seminar „Existenzfestigung“ dreht sich alles um die Neukundengewinnung, neue Produktideen, kontinuierliche Liquidität und Öffentlichkeitsarbeit ganz speziell für Unternehmen in der Nachgründungsphase. Das kostenlos von Senioren helfen Junioren e.V. (ShJ) veranstaltete Seminar, findet am 12. November 2009 von 8:30 Uhr bis 16:15 Uhr bei der Handwerkskammer Region Stuttgart statt. Bei Dr. Klaus Rohrberg, Tel: 0711-4771786 oder e-Mail: klaus@k-rohrberg.de sind weitere Informationen erhältlich und ist auch die Anmeldung möglich. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

In dem von ShJ veranstalteten Seminar erhalten die Teilnehmer wertvolle Impulse und Ideen von vier erfahrenen und kompetenten Referenten. Die praxisnahen Experten Gerhard Gieschen, Sebastian Meindl, Dr. Bodo Passmann und Silke Rommel werden wichtige Fragestellungen für die erfolgreiche und zukunftsorientierte Nachgründungsphase aufzeigen. „In der Folgeberatung unserer Klienten, die bereits gründeten, haben wir wahrgenommen, wie bewegend diese Themen für die Gründerinnen und Gründer immer wieder sind“, erläutert Dieter K. Zimmermann, Vorstandsmitglied von ShJ, die aktuellen Erfahrungen. „Dies war für uns Anlass, eine solche Seminarreihe ins Leben zu rufen und auch den Austausch unter den Beteiligten zu fördern“, erklärt Zimmermann.

Unterstützt wird die Veranstaltung mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Senioren helfen Junioren e.V. (ShJ) mit Sitz in Böblingen berät Existenzgründer branchenübergreifend in der Gründungs- und Nachgründungsphase und unterstützt zu Fragen der Unternehmensnachfolge. Der Verein wurde 1987 gegründet und die 35 ehrenamtlich arbeitenden Beraterinnen und Berater repräsentieren zusammen rund 1.750 Jahre Praxiserfahrung. Der Schwerpunkt des Vereins liegt in der Beratung und Schulung sowie in der Hilfe zur Selbsthilfe für die Ratsuchenden.

Quelle: Offenes-Presseportal
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NABU: Neue Bundesregierung darf Lkw-Maut trotz Flaute nicht auf Eis legen

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Miller: Wichtiges Instrument im Kampf gegen Klimagase nicht verschenken

Der NABU kritisiert, dass Union und FDP während der gesamten Legislaturperiode bis 2013 die Lkw-Maut nicht ausweiten wollen. Damit gebe die neue Regierung eines der wichtigsten Instrumente zur Senkung der Klimagasemissionen im Straßengüterverkehr aus der Hand. „Es ist ein Rätsel, wie Schwarz-Gelb so dem Lkw-Verkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz abtrotzen will“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Dies funktioniert nicht ohne Anreize, unnötige Transporte – die es zuhauf gibt – zu unterbinden und Beförderungen auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie die Bahn zu verlagern.“

Da die Güterumschlagszahlen im Straßen- und Schienenverkehr sowie in der Luft- und Seefracht rückläufig sind, werde derzeit jede Maßnahme zur Verringerung von Klimagasemissionen im Güterverkehr blockiert. Nach Ansicht des NABU müsse jedoch gerade die Flaute beim Transportaufkommen genutzt werden, um die Weichen für einen Güterverkehr zu stellen, der die Bürger und die Umwelt weniger belastet: „Die Wirtschaft wird 2010 voraussichtlich wieder an Fahrt aufnehmen und mit ihr der Güterverkehr“, so Miller: „Die Klimaschutzziele Deutschlands und der Europäischen Union werden dabei von kaum einer Branche derart bedroht wie durch den Transportsektor.“ Die neue Regierung müsse ihren Gestaltungsspielraum konsequent nutzen und dürfe das vom Verkehrsministerium prognostizierte langfristige Güterverkehrswachstum von 70 Prozent bis 2025 nicht weiter als Naturgesetz hinnehmen.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger nennt im Güterverkehr vier vordringliche Maßnahmen der kommenden vier Jahre: „Erstens muss die Lkw-Maut auf alle Straßen und auf kleinere Lkw ausgedehnt werden.
Zweitens muss sich Deutschland auf europäischer Ebene stärker für eine Kerosinsteuer im Flugverkehr einsetzen. Während die Bahn Abgaben auf Diesel und Strom zahlt, bleibt ausgerechnet das klimaschädlichste Verkehrsmittel bislang von jeglichen Abgaben verschont. Drittens müssen die  Ruß- und Stickoxidemissionen der Schifffahrt massiv gesenkt werden.
Und viertens gilt es die Lärmbelastung des Schienengüterverkehrs zu reduzieren.“ Zu den letzten beiden Punkten gebe es gute Ansätze im Entwurf der Koalitionäre. Korrigieren müssten Union und FDP jedoch die Zweckbindung der Mauteinnahmen, die nach bisherigen Plänen vollständig in den Straßenbau fließen sollen. „In den nächsten Jahren werden die Mauteinnahmen höher ausfallen als die Beträge effizient und sinnvoll in Straßeninfrastruktur verbaut werden können. Hier droht die Betonierung der Republik ohne Sinn und Verstand“, warnte Oeliger.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
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Kinostart von „Die Bucht“ – Deutscher Tierschutzbund sieht auch deutsche Delfinarien in der Mitverantwortung

Dienstag, 20. Oktober 2009

In dieser Woche startet der Film „Die Bucht“ offiziell in den deutschen Kinos. Die Dokumentation von Delfinschützer Ric O’Barry macht erstmals das ganze Ausmaß der Delfintreibjagden in Japan und die Verstrickungen der Delfinarienindustrie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Der Deutsche Tierschutzbund erinnert daran, dass auch in Deutschland noch immer Delfine in Gefangenschaft gehalten werden.

Bei Treibjagden in Japan werden jedes Jahr Tausende Delfine und Kleinwale brutal für den Fleischkonsum getötet. Besonders kräftige und schöne Exemplare werden allerdings lebend gefangen und an Delfinarien in aller Welt verkauft. Erst dieses Geschäft macht das grausame Treiben finanziell lukrativ. Auch in Deutschland leben noch immer zahlreiche Meeressäuger in Gefangenschaft. Nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes trifft die deutschen Delfinarien eine Mitschuld an der grausamen Jagd, heizen sie doch mit der Zurschaustellung der Tiere die weltweite Nachfrage mit an.

Die Tierschützer kritisieren, dass die Delfinarien in Nürnberg, Duisburg und Münster versuchen, der Bevölkerung eine heile Welt vorzutäuschen, die nichts mit den erschütternden Bildern der japanischen Treibjagden zu tun haben sollen. Auch wenn die in Deutschland gehaltenen Tiere nicht aus Japan stammen, so sind dennoch Wildfänge darunter. Diese stammen zum Beispiel aus Kuba und Florida, weil der Bestand nicht durch Nachzuchten allein aufrecht erhalten werden kann. Die Zoobesucher erfahren allerdings meist nichts über die wahren Hintergründe der Delfinhaltung.

„Die intelligenten Meeressäuger fristen in engen Betonbecken ein trauriges Dasein. Wenn der Öffentlichkeit vorgegaukelt wird, dass Delfine artgerecht gehalten werden können, so schafft man automatisch eine Nachfrage, egal ob in Deutschland oder anderswo, die auf grausame Art und Weise befriedigt wird“, stellt Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Verbandes klar.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit langem ein Ende der tierschutzwidrigen Gefangenschaftshaltung von Delfinen. Aus Sicht der Tierschützer ist es den Tieren dort unmöglich, artgemäße Verhaltensweisen auszuleben. Zahlreiche Todesfälle seien die Folge. So starben in den letzten sieben Jahren allein im Delfinarium Nürnberg zehn Delfine.

Deutschlandstart des Dokumentarfilms ist der 22. Oktober 2009. Weitere Infos und Hintergründe finden Tierfreunde im Netz unter http://www.diebucht-derfilm.de/

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Leid der Bremer Versuchsaffen darf vorläufig weitergehen

Dienstag, 20. Oktober 2009

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Bremen, wonach im Rahmen einer Zwischenentscheidung im Eilverfahren dem Tierexperimentator Andreas Kreiter vorläufig die Versuche an Affen und Ratten gestattet wurde, ist aus Sicht des Tierschutzes mehr als bedauerlich.

„Wir hätten uns gewünscht, dass die Verantwortung für leidensfähige Mitgeschöpfe gemäß der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland zu Gunsten der Tiere, d.h. in die ethische Abwägung Platz gegriffen hätte“, kommentiert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Nun erwarten wir endlich den Ausgang des Hauptsacheverfahrens, damit alle Argumente – auch die, die sich ablehnend gegen die Versuchstierpraxis am Institut für Hirnforschung an der Uni Bremen aussprechen – in die Entscheidung einbezogen werden,“ so Apel weiter.

Im Übrigen sei festzustellen, dass es wohl einmalig in Deutschland sei, dass ein Tierexperimentator ohne Genehmigung der hierfür zuständigen staatlichen Stellen (Genehmigungsbehörde beim Senator für Gesundheit des Landes Bremen) weiter Tierversuche durchführen darf.

„Durch die heutige Entscheidung fühlen sich zehntausende Bremerinnen und Bremer, die sich in Bürgeranträgen gegen diese Tierversuche ausgesprochen haben, von dem Verwaltungsgericht Bremen sicherlich enttäuscht, so Wolfgang Apel. „Ungeachtet dessen werden wir weiter um jedes einzelne Tier kämpfen, das vor den grausamen Experimenten des Prof. Kreiter gerettet werden muss. Erst vor wenigen Tagen hat das oberste Schweizer Gericht nahezu identischen Versuchen das endgültige Aus erteilt – wir erwarten, dass auch in Deutschland dem ethischen Tierschutz in der Wissenschaft endlich zu seinem Recht verholfen wird“, so Wolfgang Apel abschließend.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Deutscher Tierschutzbund gibt Tipps für den Igelschutz

Montag, 19. Oktober 2009

Jetzt im Herbst sind vermehrt Igel in Gärten und der freien Natur auf Futtersuche. Die Tiere brauchen aber nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Eingreifen sollte ein Tierfreund nur, wenn das Tier sichtbar krank, verletzt oder geschwächt ist oder es sich um ein offensichtlich verwaistes Jungtier handelt. Der Verband rät daher das Tier zunächst zu beobachten. Ansonsten kann eine gutgemeinte Hilfe mehr schaden als sie nützt, denn oftmals werden die Igel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder aufgenommene Tiere falsch versorgt. Tierfreunde sollten sich zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein informieren, bevor sie einen Igel möglicherweise vorschnell in Pflege nehmen.

Die Temperaturen fallen, die Tage werden kürzer. Mensch und Tier bereiten sich auf die anstehende Herbst- und Winterzeit vor. Trifft man in  diesen Tagen ein stacheliges Mitgeschöpf an, sollte man es zunächst nur beobachten. Tagsüber verstecken sich Igel im Herbst in Kompost- oder Reisighaufen, einer Böschung oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wichtig ist daher, möglichst nicht in das natürliche Umfeld des Igels einzugreifen oder gar Unterschlupfmöglichkeiten zu zerstören. Denn grundsätzlich haben Igel dort die besten Chancen, den Winter unversehrt zu überstehen. Wirklich hilfsbedürftige Igel sind z.B. daran zu erkennen, dass sie tagsüber unterwegs sind, abgemagert erscheinen und sich apathisch verhalten. Auch Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meistens geschwächt oder krank.

Ein Igel ist kein Haustier

Darauf weist der Verband auch auf seinem Jugendportal www.jugendtierschutz.de hin: Igel, die in menschliche Pflege genommen werden, müssen eine optimale Versorgung erhalten – und das täglich über fünf bis sechs Monate. Eine falsche Behandlung kann der Gesundheit des Tieres schaden. Es ist deshalb notwendig, dass die „stacheligen Gäste“ so bald wie möglich zur weiteren Obhut an einen Tierarzt, den nächstgelegenen Tierschutzverein oder an eine autorisierte Igel-Station übergeben werden.

Eine Broschüre zum Thema „Igelschutz“ kann beim Deutschen Tierschutzbund gegen Zusendung eines mit 0,90 Euro frankierten DIN-lang Rückumschlags angefordert werden. Die Broschüre als Download und weitere Informationen zum Igelschutz gibt es auch auf der Webseite www.tierschutzbund.de und beim örtlichen Tierschutzverein.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Keine Zähne = kein Arbeitsplatz

Montag, 19. Oktober 2009

gesellschaft11A.M.S. Alle MitSamme(l)n will helfen
Bei einigen von A.M.S. Alle MitSamme(l)n betreuten langzeitarbeitslosen Menschen ist ein Zahnersatz dringend erforderlich und durch den Verkauf des Buches “HARD FACT: arbeitslos – SOFT SKILL: kreativ” zu einem stark reduzierten Preis soll ein Zuschuss ermöglicht werden.

Schon so mancher arbeitslose Mitmensch hat sich auf der Suche nach Arbeit die Zähne ausgebissen, so könnte die Situation humorvoll beschrieben werden, wäre sie weniger dramatisch!

“Nach Gründen zu suchen, warum die Zähne schlecht sind oder verloren gingen, oder auch wieso oder weshalb es unmöglich ist, die Kosten für den Zahnersatz aufzubringen, halte ich für verzichtbar”, sagt A.M.S. Alle MitSamme(l)n-Gründerin Monika Mori. “Fakt ist, dass es unmöglich ist mit verfaulten bzw. fehlenden Zähnen einen Arbeitsplatz zu finden. Die Kosten für Zahnersatzleistungen werden nur zum Teil von den Krankenkassen übernommen und es ist den Betroffenen unmöglich, die Differenz aufzubringen.

“Der allgemeine Gesundheitszustand der Schützlinge ist auf Grund fehlender Zahngesundheit besorgniserregend, und die Untersuchungsergebnisse, dass Langzeitarbeitlose früher sterben, untermauern die Dringlichkeit unserer Schritte”, betont Mori.

“HARD FACT: arbeitslos – SOFT SKILL: kreativ” zum Sonderpreis von EUR 10 im Online-Shop der Initiative. In Kürze wird das Angebot durch einen Erotikkalender mit Bildern von Wolfgang Hamminger-Fuchsbichler (www.art69.org) aus Salzburg aufgestockt. Der Erlös fließt zur Gänze in die Unterstützungsarbeit des Non-Profit-Projekts A.M.S. Alle MitSamme(l)n.

NEU: A.M.S. Alle MitSamme(l)n ist mit einem offiziellen Profil auf dem social network Facebook (reg.TM) vertreten http://www.facebook.com/pages/AMS-Alle-MitSammeln/180601785148?v=photos#/pages/AMS-Alle-MitSammeln/180601785148?v=wall

A.M.S. Alle MitSamme(l)n – ein Non-Profit-Projekt – dazu bestimmt, Menschen im arbeitsmarktpolitischen Bereich, die sich sehr oft in dramatischen Lebenslagen befinden, individuell, unbürokratisch und nachhaltig zu unterstützen.

Quelle: Kostenloses-Presseportal
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NABU: Kormoran zu Unrecht im Visier von Fischern und Sportanglern

Freitag, 16. Oktober 2009

Tschimpke: „Vogel des Jahres 2010“ mit viel Aufklärungsarbeit verbunden

Der NABU hat die Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 verteidigt und reagiert damit auf die teilweise sehr heftigen Reaktionen von Sportanglern und Fischern. „Die Reaktionen auf die Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 zeigen, dass noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten sein wird, um mit weit verbreiteten Vorurteilen gegenüber dieser Vogelart aufzuräumen“, so das Resümee von NABU-Präsident Olaf Tschimpke eine Woche nach der Bekanntgabe des Jahresvogels. Der NABU sei sicher, dass der Wahl des Kormorans zahlreiche sachliche Diskussionen über den Arten- und Gewässerschutz folgen werden. „Wir wollen erreichen, dass die richtigen naturschutzpolitischen Entscheidungen getroffen werden, um sowohl dem Kormoranen als auch betroffenen Teichwirten die Existenz zu sichern“, betonte Tschimpke.

Ärgerlich sei, wenn seitens der Sportangler und Fischerei mit falschen Zahlen argumentiert würde. „Der tägliche Nahrungsbedarf eines Kormorans wird gerne direkt mit erlittenen Ertragseinbußen für Berufsfischer gleichgesetzt – das ist Unfug. Kormorane fangen stets die Fische, die sie am leichtesten erbeuten können. Das sind auch viele fischereiwirtschaftlich uninteressante, also nicht marktfähige Weißfische wie Kaulbarsch oder Plötze, die in großer Zahl vor allem in nährstoffreichen Seen und Flüssen leben“, erläuterte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Das hätten Nahrungsrestanalysen bei Kormoranen inzwischen mehrfach bewiesen. Wichtig sei daher, die Vögel an solchen Gewässern in Ruhe zu lassen. Stattdessen erlauben die „Kormoran-Verordnungen“ vieler Bundesländer eine großräumige Verfolgung der Vögel, was grundverkehrt sei. Gibt es ausreichend Ruhezonen für Kormorane, dann verringert sich auch der Druck auf Fischzuchtanlagen oder die Rückzugsräume seltener Fischarten.

Der NABU weist den Vorwurf zurück, tatsächlich erlittene Schäden von Teichwirten zu verharmlosen. Wenn Kormorane an Fischteichen in größerer Zahl fischen, schützen nur effiziente Abwehrmaßnahmen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber, dass bestandsregulierende Abschüsse nicht zu Verbesserungen der Situation an Teichwirtschaften geführt haben. Der NABU fordert deshalb Bund und Länder zur Unterstützung wirksamer, präventiver Abwehrmaßnahmen auf. So sollten extensive Teichwirtschaften eine landwirtschaftliche Grundförderung in Anerkennung ihrer Leistungen für das Gemeinwohl und den Naturschutz erhalten.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
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NABU und BUND: Schwarz-Gelb hat Landschaftsschutz und Verlust der Artenvielfalt nicht im Blick

Freitag, 16. Oktober 2009

Eindeutige Zielsetzungen und Finanzierungsinstrumente erforderlich
Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben die Chefunterhändler des schwarz-gelben Koalitionsvertrages aufgefordert, den Landschaftsschutz und den Verlust der Artenvielfalt nicht aus dem Blick zu verlieren. Das bisherige Ziel, bis 2010 den Verlust der Artenvielfalt weltweit zu stoppen, werde klar verfehlt. Für Deutschland, das im kommenden Jahr den Vorsitz in den internationalen Verhandlungen zum Artenschutz inne habe, müsse jetzt festgelegt werden, welche konkreten Vorschläge es auf den Tisch lege. Erforderlich seien ein Maßnahmenkatalog zur Rettung bedrohter Biotope und Arten sowie entsprechende Finanzierungskonzepte.

Olaf Tschimpke, NABU-Präsident: „Wir fordern Union und FDP auf, ein mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattetes „Bundesprogramm biologische Vielfalt“ in ihr Regierungsprogramm aufzunehmen.
Angesichts des dramatischen Artensterbens darf sich die künftige Koalition nicht aus ihrer Verantwortung stehlen.“

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Vor allem die Unionsparteien CDU und CSU haben in ihren Wahlprogrammen die Umwelt besser schützende Agrarreformen sowie den Natur- und Gewässerschutz als zentrale Ziele bezeichnet. Davon findet sich im bisherigen Entwurf des Koalitionsvertrages viel zu wenig wieder.“

Die Koalitionsverhandlungsführer der CDU mahnte Weiger: „Wenn wir Forderungen nach Öffnung für die Grüne Gentechnik, nach verstärkten Futtermittelimporten, nach Weltmarktorientierung sehen, sind diese letztlich ein Programm für die Industrialisierung unseres ländlichen Raumes und damit unserer Heimat, die derzeit noch oft von bäuerlichen mittelständischen Betrieben geprägt ist.“ Der BUND sehe in einer solchen Ausrichtung eine Abkehr vom Regierungsprogramm der CDU/CSU, in dem sich beide ausdrücklich für die Stärkung des ländlichen Raumes eingesetzt hätten. Zentrales Element einer arten- und tiergerechten Landwirtschaftspolitik müsse die Förderung jener Betriebe sein, die besondere Beiträge zum Erhalt der Kulturlandschaft leisteten.

Rückschritte befürchten die Umweltorganisationen auch beim Schutz naturnaher Flüsse. BUND und NABU erwarten von der Koalition eine eindeutige Absage an den Ausbau von Elbe, Donau, Havel, Saale, Main, Oder und Spree. Erforderlich sei außerdem ein Programm zur Vergrößerung der Hochwasser-Ausweichflächen um mindestens ein Fünftel bis 2015.

Keine Antworten habe Schwarz-Gelb außerdem auf den nach wie vor exorbitanten Flächenverbrauch in Deutschland. Die Versiegelung von täglich mehr als 100 Hektar Fläche durch Straßen, Siedlungen und Gewerbegebiete müsse gestoppt werden.

Tschimpke: „Deutschlands Straßennetz gehört zu den dichtesten und am besten ausgebauten der Welt. Der Bau weiterer Autobahnen würde die letzten Rückzugs- und Erholungsräume von Menschen und Tieren zerstören und die Ziele der Flächenverbrauchsreduzierung ad absurdum führen.“ Eine klare Absage erteilte der NABU-Präsident daher auch allen Diskussionen über eine Aufweichung der Eingriffsregelung. Mit jeder Lockerung werde die Neuausweisung von Baugebieten und die Versiegelung weiterer Flächen einfacher – und dies bei insgesamt rückläufigen Bevölkerungszahlen.

BUND und NABU fordern Union und FDP auf, sich für die Artenvielfalt und für die Entschneidung und Wiedervernetzung der Landschaft durch Rückbau von Straßen bzw. den Bau von Grünbrücken einzusetzen. „Das dichte Verkehrsnetz in Deutschland verhindert die Ausbreitung von Luchs, Wildkatze, Wolf und anderen Wildtieren und ist für viele Arten zum Teil bestandsbedrohend. Die Koalitionsparteien und der neue Bundesverkehrsminister müssen sich dieser alarmierenden Situation stellen“, so die Verbände.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
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Reinhold Messner: endlich handeln im Klimaschutz!

Freitag, 16. Oktober 2009

umwelt1Er hat mit Sicherheit viel früher als die meisten von uns verstanden, wie wichtig es ist, nachhaltig zu leben – Reinhold Messner. Ohne ihn auf das Bergsteigen reduzieren zu wollen: wer lebenslang hautnah mit der Natur verbunden ist, der hat wohl eher als andere die grundlegenden Veränderungen registriert, die der Klimawandel mit sich bringt.

Im Vorfeld zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ruft nun auch Reinhold Messner zum Handeln auf. Er unterstützt, wie auch viele andere Wissenschaftler, Politiker und Prominente die Kampagne „Endlich handeln!” und spornt alle Bürger an, es ihm gleich zu tun.

Sein Statement ist ein Ausdruck für gelebte Erkenntnis. “In Juval in Südtirol leben wir CO2-neutral. Als Selbstversorger mit nachwachsenden Rohstoffen entlasten wir die Atmosphäre in gleichem Maße, wie wir sie belasten. Wir warten nur noch, bis wir den Strombedarf mit einem kleinen Windrad decken können.”

Damit bringt Messner auf den Punkt, welches Ziel jeder anstreben sollte: die Erde in dem Maße zu entlasten, in dem man sie belastet.

„Ansatzmöglichkeiten gibt es viele: beim Strom, bei der Heizung, beim Auto”, erläutert Stephan Schunkert, Geschäftsführer der gemeinnützigen KlimAktiv und Initiator von ‚Endlich handeln!’. „Es gibt viele Handlungsmöglichkeiten, die man mit seinem individuellen CO2-Konto identifizieren und auch verbessern kann.”

Vor der Weltklimakonferenz erhält nun jeder, der sein eigenes CO2-Konto bei www.endlich-handeln.de einrichtet, zugleich die Möglichkeit, sein persönliches Statement für Kopenhagen abzugeben.

Die Klimaforscher sind sich einig, dass der Klimawandel nur dann beherrschbar bleibt, wenn alle ihren Teil dazu beitragen: jeder Einzelne – und die Politik, die auf nationaler und internationaler Ebene schnell die Rahmenbedingungen für eine weltweit CO2-arme Zukunft schaffen muss.

Genau an diesen beiden Punkten setzt die Aktion ‚Endlich handeln!’ an: selbst seinen Teil leisten, nachhaltiger zu leben und im Schulterschluss mit anderen die Politik auffordern, endlich beherzt zu handeln.

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Drückt die schwarz-gelbe Koalition auf die Bremse oder wird im Tierschutz sogar der Rückwärtsgang eingelegt?

Freitag, 16. Oktober 2009

Nach zwei Wochen Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und FDP werden erste Zwischenergebnisse aus den Verhandlungen zu den Tierschutzforderungen bekannt. Die zentrale Botschaft scheint zu sein: In Zukunft wird EU-Recht höchstens 1:1 in nationale Gesetzgebung umgesetzt. Damit würde Deutschland endgültig das Leid der Tiere festschreiben und diese damit gleichzeitig den wirtschaftlichen Interessen weiter opfern, so die Zwischenbilanz des Deutschen Tierschutzbundes.

Nach jetzigem Stand werden sich von den zentralen Themen offenbar keine aus Tierschutzsicht zufriedenstellenden Vorhaben im Koalitionsvertrag wiederfinden. Selbst die „Tierschutzkennzeichnung für Produkte“, der CDU und CSU vor der Bundestagswahl positiv gegenüber standen, scheint zu scheitern. Das gilt offenbar ebenso für die von der FDP im Vorfeld der Bundestagswahl befürwortete Verbesserung der Heimtiergesetzgebung sowie für das ebenfalls von der FDP vor der Wahl geforderte „Verbot von Wildtieren in Zirkusbetrieben“, das selbst der Bundesrat fordert.

„Die schwarz-gelbe Koalition tritt offenbar mit aller Kraft auf die Bremse, statt Gas zu geben. Nicht einmal die Minimalzusagen vor der Wahl scheinen eingelöst zu werden. Wer dann auch noch auf eine 1:1 Umsetzung von EU-Vorgaben setzt, der legt endgültig den Rückwärtsgang ein. Damit wird der weiteren Tierqual Tor und Tür geöffnet, besonders in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Noch wird verhandelt und wir setzen darauf, dass nachgebessert wird“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Bereits nach Abgleich der Antworten auf die Wahlprüfsteine im Vorfeld der Bundestagswahl war dem Deutschen Tierschutzbund klar, dass es bei der Parteienkonstellation CDU, CSU und FDP für den Tierschutz nicht einfacher wird. Eine der zentralen Forderungen der Tierschützer ist die Tierschutzklage, das Verbandsklagerecht für den seriösen Tierschutz. Darüber hinaus braucht es neue Impulse für eine tierversuchfreie Forschung, einen besseren Heim- und Wildtierschutz, bindende Vorgaben für eine tierschutzgerechte Haltung der Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben und die Stärkung des ehrenamtlichen Tierschutzes als gesamtstaatliche Aufgabe.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.
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