Susanne P. Der kleine Himmel – Vom Glück des Helfens
Lebenslinien: BR alpha, Sonntag, 8. November um 19:15 Uhr
Praktizierende Christin, Ärztin, Musikerin – diese drei Worte umschreiben nur vage, was Susanne Pechel, die Gründerin des Christlichen Entwicklungsdienstes CED leistet. Sie hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, was andere Menschen vielleicht einmal jährlich praktizieren: Das Helfen aus Nächstenliebe. Seit sie 1982 mit gerade einmal 16 Jahren ihr erstes Benefizkonzert erfolgreich organisierte, hat sie diesen Weg zielstrebig weiter verfolgt.
Die 1966 in Montevideo (Uruguay) als Tochter von Journalisten geborene Susanne Pechel kam im Alter von dreieinhalb Jahren nach Deutschland. Auf die Frage, ob sie bereits als Kind den Hunger in der Dritten Welt erfahren habe und sie sich deshalb in der Entwicklungshilfe engagiere, antwortet Susanne Pechel: „Nein, ich habe in Uruguay sehr behütet gelebt. Aber das Bewusstsein für Ungerechtigkeit hatte ich immer schon.“
Die praktizierende Christin hat seit ihrem 13. Lebensjahr bei Missio und der Stiftung von Karl-Heinz Böhm „Menschen für Menschen“ mitgeholfen und konnte dort viel Erfahrung sammeln. 1992, mit gerade einmal 26 Jahren gründet sie während ihres Medizinstudiums ihre eigene Organisation für Entwicklungshilfe, den Christlichen Entwicklungsdienst (CED). Die Idee dahinter: Der CED sollte nicht einfach nur Spenden überweisen, sondern auch zwischenmenschliche Brücken zu den Menschen aufbauen, der CED sollte Partner, nicht nur externer Geldgeber sein. Das erste Projekt des CED war ein Krankenhaus für arme Bauern in der Dominikanischen Republik, das von den glücklichen Campesinos (Bergbauern) auf den Namen „Der kleine Himmel“ getauft wurde. Es folgte ab 1994 der Neubau eines Armenhauses in Kalkutta. Über die ganze Welt verteilt hat der CED in den vergangenen Jahren viele verschiedene Projekte ins Leben gerufen, sie reichen vom Aufbau von Armenkrankenhäusern bis hin zu Waisenhäusern, Aids-Hospizen, Obdachlosenheimen, Schulen und verschiedenen „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekten.
Ein weiterer Grundsatz des CED: Die Helfer arbeiten ehrenamtlich und finanzieren sich die Reisen zu den Hilfsprojekten selbst. Die Tropenärztin Susanne Pechel leistete dafür so manche Überstunde und viele Nachtschichten in ihrer Arbeit als Medizinerin. Sie merkte schnell, dass für die Entwicklungsarbeit Kompromisslosigkeit und Härte gegen sich selbst notwendig sind. Auch das Privatleben muss zurückstecken, es bleibt weniger Zeit für Freunde und Freizeit, doch das ist es wert, meint Susanne Pechel: „Durch meinen Glauben habe ich die Kraft diesen Weg zu gehen.“
Die Musikerin Susanne Pechel war als Schülerin und Studentin auf den Münchner Kleinkunstbühnen zu Hause. Sie hat bei vielen Konzerten mit ihren selbstgeschriebenen Songs als Liedermacherin mitgewirkt und verkaufte dabei ihre Musik-CDs, mit denen sie ebenfalls die Reisen zu ihren Hilfsprojekten finanzierte. „Die Musik gehört zu meinem Leben dazu. Mit ihr verarbeite ich die Erlebnisse und Begegnungen in den Armenvierteln und Wirkstätten meines Lebens“, so die engagierte Münchnerin.
Die Schwabinger Kirche St. Joseph, die Susanne Pechel bereits als Kind wie ein zweites zu Hause empfand, beherbergt unentgeltlich das überkonfessionelle Hilfswerk mit weit über 1000 Förderern aus ganz Deutschland.
Seit seiner Gründung hat der CED viele neue Projekte ins Leben gerufen. Einige sind in der am Sonntag, den 8. November um 19:15 von BR alpha ausgestrahlten Lebenslinie über Susanne Pechel zu sehen. Über die neueren und neuesten Hilfsaktionen und darüber, was aus den vorgestellten Projekten geworden ist, informiert sie Susanne Pechel gerne persönlich.
Quelle: Offenes-Presseportal
Schlagworte: CED, Hilfsorganisationen

















