Archiv für November 2009

Grausame Tierversuche für ein faltenfreies Gesicht

Freitag, 20. November 2009

Neuer Undercoverfilm zeigt erstmals die hässliche Wahrheit über Botox

Taumelnde, nach Atem ringende Mäuse und Mäuse-Leichen: Verdeckt gedrehte Filmaufnahmen aus einem britischen Labor belegen das qualvolle Schicksal Tausender Tiere, die jährlich für die Prüfung von Botulinumtoxin, kurz Botox, sterben müssen. In deutscher Fassung ist der abschreckende und aufklärende Film jetzt erstmals online auf den Seiten der Ärzte gegen Tierversuche, des Deutschen Tierschutzbundes und auf dem Videoportal YouTube zu sehen. Die Verbände fordern ein Ende dieser Versuche.

Neben seinen medizinischen Anwendungsbereichen gilt Botox als „Wunderwaffe gegen Falten“ und als „trendy Glattmacher“. Doch zumeist ist nicht bekannt, dass zur Testung jeder einzelnen Produktionseinheit mindestens 100 Mäuse sterben müssen, im Jahr sollen es über 300.000 Mäuse weltweit sein. Bei Undercover Aufnahmen hat nun die britische Tierschutzorganisation British Union for the Abolition of Vivisection (BUAV) das Leid der Tiere in einem englischen Auftragsforschungslabor festgehalten. Gezeigt werden Mäuse, denen das Botox-Produkt Dysport® der Ipsen Pharma GmbH in die Bauchhöhle injiziert wurde. Die über acht Monate in 2009 heimlich gemachten Aufnahmen dokumentieren den Leidensweg der Tiere, der von anfänglichen Lähmungserscheinungen bis zum Tod durch Atemstillstand geht. Auch die Tötung der überlebenden Tiere nach den Versuchen ist zu sehen, wobei einzelnen Tieren unsachgemäß das Rückgrat gebrochen wird und die Tiere langsam unter Qualen sterben.

Das beliebte Anti-Falten-Mittel Botox, das auch ein potentes Medikament ist, wird von Bakterien gewonnen und ist das stärkste bekannte Gift. Es hemmt die Signale zwischen Nerv und Muskel. Unter die Haut im Gesicht gespritzt lähmt es für etwa zwei bis sechs Monate die Muskeln, das Gesicht erscheint dadurch glatter. „Rund 74.000 Mäuse müssen pro Jahr in dem britischen Labor für die Antifaltenspritze leiden und sterben“, weiß die Veterinärmedizinerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche Dr. Corina Gericke. „In Deutschland waren es im letzten Jahr 34.000 Mäuse. Tendenz steigend.“ So wird im Hamburger Labor LPT das Botulinumtoxinprodukt Xeomin® der Frankfurter Firma Merz an Tieren getestet.

Doch noch ein weiterer Aspekt ist den Verbänden ein Dorn im Auge. „Die europäischen Bürger akzeptieren keine Tierversuche für Schönheitsmittel. Gerade dieses Jahr trat ein Tierversuchsverbot für die Prüfung von kosmetischen Inhaltsstoffen in Kraft. Und hier werden nun jährlich Tausende von Tieren gequält, um am Wahn nach ewiger Jugend zu verdienen“, sagt die Fachreferentin für Tierversuche und Alternativmethoden der zum Deutschen Tierschutzbund gehörenden Akademie für Tierschutz, Dr. Irmela Ruhdel. Laut Tierschutzgesetz dürfe ein solch qualvoller Tierversuch nur durchgeführt werden, wenn dies ‚von außerordentlicher Bedeutung für wesentliche Bedürfnisse von Mensch und Tier ist’. „Bei einer kosmetischen Anwendung ist dies eindeutig nicht der Fall. Botox-Mittel zur Faltenglättung müssen daher generell verboten werden “, so Ruhdel weiter. Nur so sei es zu vermeiden, dass hier permanent eklatant gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird.

Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Hessen total international – 4. Informationsmesse

Freitag, 20. November 2009

bildung1Minister betont die Wichtigkeit internationaler Jugendbegegnungen

Am Samstag, den 05. Dezember 2009, findet im Frankfurter Kolping Hotel (Lange Straße 26 – nahe Konstablerwache – 60311 Frankfurt) in der Zeit von 10 bis 17 Uhr bereits zum vierten Mal die Informationsmesse „Hessen total international“ statt.

„Gemeinsam die Welt entdecken“ ist das Motto der Infobörse, auf der sich die Besucher über Internationale Jugendbegegnungen, weltweite Freiwilligen- und Friedensdienste, Schüleraustausch, Praktika im Ausland, Au-Pair-Aufenthalte, Studentenbegegnungen oder Work & Travel informieren können. Ein ereignisreiches Rahmenprogramm sorgt darüber hinaus für ein internationales Flair.

„Jeder junge Mensch in Hessen sollte davon Gebrauch machen, an internationalen Begegnungen und Austauschprogrammen teilzunehmen“ unterstreicht Jürgen Banzer, Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit und diesjähriger Schirmherr der Veranstaltung. Internationale Jugendbegegnungen und Austauschprogramme fördern Toleranz und den Umgang mit kultureller Vielfalt, vermitteln Länder- und Fremdsprachenkenntnisse und
vermitteln Kompetenzen für Beruf und Persönlichkeit.

Vor dem Hintergrund des großen Erfolges von „Hessen total international“ in den letzten Jahren erwarten die Veranstalter auch dieses Mal wieder viele hundert interessierte Besucher. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrer, Interessierte an internationalen Jugendbegegnungen sowie Jugendgruppenleitungen und andere Akteure der Jugendarbeit. Der Eintritt ist frei.

Detaillierte Informationen auch unter www.hessen-total-international.de

Über Hessen total international
In Hessen findet jährlich eine Vielzahl von Jugendbegegnungen und Austauschprogrammen statt. Doch was sich bei diesen Aktivitäten alles Spannendes und Unerwartetes ereignet hat, erfuhr in der Vergangenheit oft nur ein kleiner Kreis von Freunden oder die Familie. Bereits im vierten Jahr wird daher mit Hessen total international eine Infobörse angeboten, auf der sich die Besucher über Austauschmaßnahmen und internationale Begegnungen in Hessen und aller Welt informieren können.

Wesentliche Träger von Hessen total international sind das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, der Hessische Jugendring und die Hessischen Jugendbildungswerke.

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NABU fordert EU-Aktionsplan gegen den Beifang von Seevögeln in der Fischerei

Freitag, 20. November 2009

Tschimpke: 200.000 Vögel sterben jährlich in Fangnetzen

Der NABU und sein weltweiter Dachverband BirdLife International haben die europäischen Fischereiminister vor ihrer morgigen Tagung in Brüssel aufgefordert, sich geschlossen für einen besseren Schutz von Seevögeln einzusetzen. „Die Zeit des Zögerns ist vorbei“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Die Staaten müssen endlich den sinnlosen massenhaften Tod von Seevögeln in den Netzen der europäischen Fischerei beenden.“ Europa habe sich verpflichtet, den Verlust der Artenvielfalt bis 2010 zu stoppen; nun sei es an der Zeit, Taten folgen zu lassen. „Wir brauchen einen EU-Aktionsplan, der den verbindlichen Rahmen für koordinierte Schutzmaßnahmen schafft“, forderte Tschimpke.

Jahr für Jahr sterben mehr als 200.000 Seevögel als Beifang in den Netzen europäischer Fischer. Sie ertrinken an den Haken der Langleinenfischerei oder verenden qualvoll in den Schlepp- und Stellnetzen. Arten wie der Balearen-Sturmtaucher sind durch den vermeidbaren Tod inzwischen vom Aussterben bedroht. Dieser Zustand steht in völligem Gegensatz zu dem gegenwärtigen Reformprozess der EU-Fischereipolitik, der auf eine nachhaltige und ökosystemverträgliche Fischerei zielt. Der NABU und BirdLife International fordern deshalb die europäischen Minister auf, einen ambitionierten EU-Aktionsplan zu entwickeln, der Seevögel besser schützt.

Die Europäische Kommission habe es in den vergangenen zehn Jahren versäumt, effektive Maßnahmen einzuführen, die den Beifang von Meeresvögeln verhindern, kritisierte NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. Dabei hätten andere Staaten bereits erfolgreich gezeigt, dass einfache technische Lösungen die Vögel effektiv schützen könnten.
Beispiele dafür seien modifizierte Haken, Gewichte an Leinen oder Netzen und Vorrichtungen zur Abschreckung. „Solche Lösungen haben keine oder nur minimale Auswirkungen auf den Ertrag der Fischer“, erklärte Detloff. Enorm seien dagegen die positiven Resultate: So habe Südafrika den Beifang von Seevögeln in der Langleinenfischerei und der Schleppnetzfischerei auf Seehecht um bis zu 85 Prozent reduzieren können. Diesem Beispiel müsse die EU nun folgen.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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Bürgerlobby der Versicherten sensibilisiert Politiker

Freitag, 20. November 2009

gesellschaft1Mehr Gerechtigkeit für Verbraucher – dafür kämpft die Bürgerlobby der Versicherten (www.versichertenlobby.de). Die Menschen der in Leipzig gegründeten Bürgerinitiative wollen vor allem den Verbraucherschutz für ehemalige und aktuelle Lebensversicherungsinhaber stärken. Und genau deswegen waren mehrere Vertreter der Bürgerinitiative vergangene Woche auf dem Messegelände in Dresden – dort fand der SPD-Bundesparteitag statt. Nadin Jordan, die Sprecherin der Bürgerlobby der Versicherten und weitere engagierte Menschen haben die SPD-Politiker auf die vorherrschende Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht. Mit Interesse wurden die Flugblätter der Bürgerlobby der Versicherten von Delegierten und Besuchern des Parteitages entgegengenommen. Auch bekannte Parteifunktionäre wie beispielsweise Klaus Wowereit, Günter Verheugen, Kurt Beck oder der neugewählte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel nahmen die Informationen mit zur Sitzung. Insgesamt wurden so in Dresden mehr als 500 Delegierte erreicht.

Ziel dieser und vieler weiterer Aktionen der Bürgerlobby der Versicherten ist es, einerseits Aufmerksamkeit zu erreichen und andererseits dass die Politiker endlich die Verbraucherrechte im Finanz- und Versicherungswesen verbessern und stärken.

Doch wofür kämpft die Bürgerinitiative genau? Die Bürgerlobby der Versicherten, allen voran Nadin Jordan, kämpft mit der Kampagne “Zeit zu zahlen” für endlich gerechte Rahmenbedingungen für alle Versicherten. Fakt ist, dass Versicherungskonzerne in Deutschland jahrzehntelang ihren Kunden für vorzeitig gekündigte Lebensversicherungen erheblich weniger ausgezahlt haben, als eingezahlt wurde.

Die Situation: Der Bundesgerichtshof hat mit dem Urteil AZ: IV ZR 126/03 vom 12.10.2005 die Frage von vorzeitig gekündigten Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2001 abgeschlossen wurden, ausgeurteilt und damit Stornogebühren untersagt und einen Mindestrückkaufswert vorgeschrieben. Rund 50 Millionen Kunden haben damit ein Recht auf die Überprüfung ihrer Ansprüche und gegebenenfalls auf Nachregulierung.

Die Bürgerlobby der Versicherten fordert, dass die Versicherer freiwillig bezahlen, denn die Kunden haben eine Anspruch darauf und auch in zahlreichen weiteren Aktionen werden die Mitglieder der Bürgerinitiative auf die Problematik aufmerksam machen und die Politiker sensibilisieren.

Mitmachen: Wer sich der Bürgerinitiative anschließen beziehungsweise diese unterstützen möchte, der kann mit der Sprecherin Nadin Jordan Kontakt aufnehmen: n.jordan@versichertenlobby.de oder einfach auf der Homepage vorbeischauen: www.versichertenlobby.de – dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich für die Rechte der Verbraucher stark zu machen.

Quelle: Offenes-Presseportal

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NABU: Umweltabgabe auf Getränkeverpackungen ebnet Weg aus der Mehrwegkrise

Freitag, 20. November 2009

Neue Studie des Öko-Instituts im Auftrag des NABU vorgelegt

Der NABU hat wegen der immer weiter steigenden Marktanteile umweltschädlicher Einwegflaschen aus Plastik die Einführung einer Umweltabgabe auf Getränkeverpackungen gefordert. Eine Materialsteuer zusätzlich zum Einwegpfand ebne den Weg aus der Mehrwegkrise. Auch würde die Abgabe Hersteller umweltbelastender Getränkeverpackungen ganz im Sinne der Produktverantwortung mehr in die Pflicht nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des NABU, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Mittlerweile werde bereits etwa die Hälfte aller Getränke in umweltschädliche Einwegplastikflaschen gefüllt und die Tendenz ist weiter steigend. „Ein Umsteuern ist dringend überfällig. Deutschland riskiert die Existenz seines europaweit bewunderten Mehrwegsystems, weil die Politik falsche Weichen gestellt hat. Das Einwegpfand hat nicht die gewünschte Lenkungswirkung entfaltet, so dass nun mit einer Abgabe gegengesteuert werden muss“, forderte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Die Umweltabgabe verknüpfe Kreislaufwirtschafts- und Klimaschutzziele mit verantwortungsbewusster Marktwirtschaft. „Die Abgabe würde der öffentlichen Hand bis zu drei Milliarden Euro jährlich einbringen.
Die Gelder könnten für die Förderung umweltfreundlicher Unternehmen verwendet werden. Denkbar wäre auch die Unterstützung von Handelsfilialen, die bewusst auf ein Mehrwegsortiment setzen“, so Tschimpke.

Der Liter Mineralwasser verteuert sich nach dem NABU-Vorschlag in der Einwegflasche aus Plastik um 9,4 Cent, in der Mehrwegflasche aus Plastik dagegen nur um zwei Cent. Der Liter Saft im Getränkekarton erhielte einen Preisaufschlag von 3,3 Cent. „Für jede Getränkeverpackung lässt sich der Steuersatz deutlich senken, wenn der Materialeinsatz und der mit dessen Herstellung verbundene CO2-Ausstoß abnimmt“, erläuterte Günter Dehoust vom Öko-Institut. Vorteile entstünden so für wiederbefüllbare Mehrwegflaschen oder Getränkekartons, die mehrheitlich aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestünden. Auch der Einsatz von Recyclingmaterial in der Getränkeverpackung verschaffe den Unternehmen Steuervorteile. Das gleiche gelte für häufiger wiederbefüllte Mehrwegflaschen, so Dehoust.

Die vorgeschlagene Umweltabgabe ist der Studie zufolge mit deutschem und europäischem Recht vereinbar. Sie behandelt alle Wirtschaftsbeteiligten fair. Weil die Abgabe beim Verpackungshersteller oder Abfüller erhoben werden soll, bleibt der Verwaltungsaufwand klein.
Abfüller und Handel haben genau wie Verbraucher die Möglichkeit, die umweltfreundliche und damit günstigere Verpackung zu wählen.

„Wird die Zielquote umweltfreundlicher Getränkeverpackungen von 80 Prozent mit Hilfe einer Abgabenlösung und klaren Kennzeichnung wieder erreicht, könnten allein in Deutschland über 400.000 Tonnen Plastikmüll und 1,5 Millionen Tonnen CO2 jährlich vermieden werden“, betonte NABU-Abfallexperte Benjamin Bongardt.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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Neuer Greenpeace-Chef ruft Regierungen zu Klimaschutz auf

Montag, 16. November 2009

hilfsorganisationen7Afrikanischer Menschenrechtsaktivist Kumi Naidoo löst Gerd Leipold ab.

Der neue Geschäftsführer von Greenpeace International, der südafrikanische Menschenrechtsaktivist Dr. Kumi Naidoo, hat in Johannesburg alle Staats- und Regierungschefs aufgefordert, im Dezember zum UN-Klimagipfel nach Kopenhagen zu reisen. Dort sollen sie sich auf ein faires, ehrgeiziges und verbindliches Abkommen für den Klimaschutz einigen. Dr. Kumi Naidoo löst nach neun Jahren Gerd Leipold als obersten Greenpeace Aktivisten ab.

“Der Weltklimagipfel bietet die einzigartige Chance, mit einem ambitionierten Abkommen aller Länder das Klima-Chaos noch zu verhindern”, sagt Kumi Naidoo. “Die Staats- und Regierungschefs müssen den Mut aufbringen zu tun, was richtig und angemessen und nicht was bequem ist. Sie müssen den Erwartungen ihrer Wähler gerecht werden und sich gegen den Klimawandel stemmen. Sie müssen die Bedrohungen für hunderttausende potentielle Klimaflüchtlinge, künftige Hungersnöte und ein nie da gewesenes Artensterben abwenden. Denn dies alles wird Folge einer ungebremsten Erderwärmung sein.”

Kumi Naidoo beteiligte sich bereits mit 15 Jahren am erfolgreichen Kampf gegen die Apartheid in Südafrika und führte Studentenproteste gegen das herrschende Bildungssystem an. Haft und Verfolgung durch die Polizeibehörden zwangen ihn ins Exil, wo er als Rhodes-Stipendiat an der Oxford Universität seinen Doktor in politischen Wissenschaften machte.

Zurück in Südafrika kämpfte Naidoo zehn Jahre lang mit der internationalen Organisation “CIVICUS – World Alliance for Citizen Participation” für mehr Bürgerrechte. Er war Mitbegründer von “Global Call to Action Against Poverty” (GCAP), einer Bewegung, die seit 2005 zu einer Koalition von Aktivisten gegen Armut aus über 100 Ländern gewachsen ist. Diese üben öffentlichen Druck auf führende Politiker aus, ihre Versprechen in Sachen Entwicklungshilfe, Handelsbeziehungen, Schuldenerlass, Klimawandel und Gleichberechtigung von Mann und Frau zu erfüllen. Derzeit fungiert Kumi Naidoo als Vorsitzender der “Global Campaign for Climate Action” (GCCA), der auch Greenpeace angehört.

“Die Anstrengungen gegen Umweltzerstörung haben viel mit dem Kampf gegen Armut zu tun”, sagt Naidoo. “Wenn die Ausbeutung der Natur nicht gestoppt wird, werden auch die Menschen immer ärmer und die Regionen können sich nicht nachhaltig entwickeln. Greenpeace arbeitet auf vielen Ebenen gegen die Vernichtung der natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Es ist dieser Mix aus Pragmatismus und Idealismus, der die Dinge wirklich bewegen kann.”

Quelle: fair-NEWS.de

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Es glitzert und funkelt in Berlin – Benifizgala gegen Aids

Montag, 16. November 2009

aktionen5Über 20 000 Kristalle für die Gala „Künstler gegen Aids“.

Alle sechs Sekunden infiziert sich ein Mensch mit HIV. Regenbogenwein Deutschland engagiert sich gegen das Vergessen und die gefährliche Sorglosigkeit im Umgang mit AIDS. Aus diesem Anlass lädt die Berliner Aids-Hilfe am Montag den 16. November unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit und der Schauspielerin Judy Winter zur Benefizgala “Künstler gegen Aids” in das Theater des Westens ein. Erwartet werden ca. 1.800 nationale und internationale Gäste.

Regenbogenwein unterstützt zusammen mit Künstlern wie Sonya Kraus, Dirk Bach, 2Raumwohnung, Annett Louisan, Boss Hoss, Robert Kreis, Dr. Eckart von Hirschhausen, Bastian Pastewka, Ades Zabel, Olli Dittrich und Georg Preuße alias Mary die Arbeit der Berliner Aidshilfe e.V.

In den Vorbereitungen für den Regenbogensektempfang wurden über 20 000 Kristalle von Hand verarbeitet und appliziert.
Zusätzlich wurde zur Unterstützung des Kampfes gegen Aids die limitierte Regenbogenwein und Regenbogensekt – Red Ribbon Edition entworfen: exklusive Wein- und Sektflaschen, die in sehr aufwändiger Handarbeit entstehen und mit über 450 CRYSTALLIZED™ – Swarovski Elements besetzt sind. Diese Flaschen können für 95 € sowohl auf der Gala als auch online erworben werden. Der Reinerlös dieser Charity-Flaschen geht an die Berliner Aidshilfe, die damit in Ihrer wichtigen Arbeit unterstützt wird. Zugleich zeigen Aktionen wie diese, dass HIV-positive und aidskranke Menschen mit ihrem Schicksal nicht allein gelassen werden.

Das Theater des Westens öffnet am 16. November um 18:30 Uhr offiziell zum Regenbogensektempfang seine Türen, Showbeginn ist um 19.30 Uhr. Im Anschluss an das Showprogramm lädt die Berliner Aids-Hilfe zur traditionellen After-Show-Party ein.

Die glitzernde Gala wird die Gäste verzaubern!

Quelle: fair-NEWS.de

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Soziales Engagement zahlt sich aus – ODI vergibt wieder Stipendien

Montag, 16. November 2009

Open Door International e.V. wird auch im kommenden Jahr wieder Stipendien für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren ausschreiben.
Bereits zum fünften Mal möchte der Kölner Verein Jugendliche belohnen, die sich im besonderen Maße sozial engagieren. Im Rahmen des Rheingold-Stipendiums werden im April wieder zwei Stipendien für die USA vergeben. Außerdem wird das im letzten Jahr ins Leben gerufene Simón Bolívar-Stipendium an drei Schüler gehen, welche sich für den südamerikanischen Raum interessieren.

In den letzten vier Jahren hat ODI bereits insgesamt 19 Schülern ermöglicht ein Schuljahr in dem Land Ihrer Träume zu verbringen. Diese Tradition wird nun fortgesetzt.
Nachbarschaftshilfe, Streitschlichtung, aktive Mitgliedschaften bei Hilfsorganisationen, Nebenjobs im karitativen Bereich, dies sind nur Beispiele für mögliches soziales Engagement, welches den Jugendlichen nun voll- oder teilfinanzierte Stipendien ermöglicht.

Ein Jahr in einer fremden Kultur zu verbringen, den dortigen Alltag kennenzulernen und eine Fremdsprache zu perfektionieren, dass wünschen sich viele Jugendliche. Da so ein Auslandsaufenthalt mit einigen Kosten verbunden ist, ist es dem gemeinnützigen Verein sehr wichtig, Jugendliche finanziell zu unterstützen. „Uns liegt es am Herzen, dass es auch Stipendienprogramme gibt, bei denen nicht die schulischen Leistungen, sondern der persönliche, idealistische Einsatz belohnt wird“ erläutert Gaby Kühn, Outbound Direktorin von ODI. In diesem Sinne sollen auch in der Saison 2010/2011 zwei Vollstipendien (für die USA) und drei Teilstipendien (für Argentinien, Chile oder Ecuador) motivierten, interessierten Jugendliche eine wertvolle Erfahrung ermöglichen.

Spanisch-Kenntnisse sind für das Simón Bolívar-Stipendium übrigens nicht immer zwingend. In einigen Fällen besteht die Möglichkeit Spanisch vor Ort zu lernen.
Ist man in seinem Umfeld besonders sozial engagiert, zwischen 15 und 18 Jahre alt und zeigt Interesse und Begeisterung kann man sich also auch ohne Spanisch-Vorkenntnisse für das lateinamerikanische Stipendium bewerben.

Wer nun Lust bekommen hat seinen Horizont zu erweitern und das Leben auf einem anderen Kontinent kennenzulernen, sollte sich an das Kölner ODI Büro wenden. Bewerbungsschluss für beide Stipendien ist der 31. Dezember 2009.
Interessante Erfahrungsberichte über spannende Aufenthalte in den USA und Südamerika sind übrigens auf unserer Homepage unter www.opendoorinternational.de zu finden. Ansprechpartner im Kölner ODI Büro für das Rheingold-Stipendium und die USA ist Gaby Kühn und bei Fragen bezüglich des lateinamerikanischen Simón Bolívar Stipendiums hilft Stephanie Jakobs gerne weiter.

Im Bewusstsein der Gemeinsamkeiten der gesamten Menschheit verfolgt Open Door International e.V. das Ziel, das friedliche Zusammenleben der Völker zu fördern. Mit diesem Hintergrund führt der gemeinnützige Kölner Verein seit 1983 diverse Austauschprogramme für deutsche Schüler durch. Hierzu gehören High School Programme, Work&Travel und bald auch Freiwilligenprogramme weltweit. Wir arbeiten mit (öffentlichen und privaten) Organisationen und Schulen in den USA, Kanada, Argentinien, Chile, Ecuador, Australien, Neuseeland, Großbritannien, Frankreich und Spanien zusammen. Gleichzeitig vermitteln und betreuen wir ausländische Schüler in Deutschland. Diese kommen hauptsächlich aus Frankreich, Japan, Mexiko, Brasilien, Ecuador, verschiedenen osteuropäischen Ländern sowie aus den USA und Australien. Betreut werden sie durch ein Netzwerk von Area Representatives, die sich als Kontaktperson vor Ort um alle Belange kümmern. Des Weiteren sind wir im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms zwischen dem deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika, mit der Organisation des Programmteils für junge amerikanische High School Absolventen beauftragt. Seit 2003 ist der Verein Teil des Nacel International Networks und hat sich im im April 2008, zu seinem 25. jährigen Jubiläum, von „Nacel Open Door e.V. in „Open Door International“ umbenannt. Mitglied des AJA (Dachverband gemeinnütziger Jugendaustausch-Organisationen in Deutschland) ist ODI seit dem 01.08.2009 außerdem (http://www.aja-org.de).

Quelle: Offenes-Presseportal

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NABU-Studie: Chronische Unterfinanzierung im europäischen Naturschutz

Montag, 16. November 2009

Tschimpke: Schutzgebiete sind unsere Lebensversicherung gegen den Klimawandel

Der Naturschutz ist den EU-Mitgliedstaaten erschreckend wenig wert. Nach neuen Berechnungen des NABU und seines weltweiten Dachverbandes BirdLife International kosten Pflege und Erhaltung des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 jährlich etwa sechs bis sieben Milliarden Euro. Dabei variiert der Finanzbedarf zwischen 62 Millionen für die Slowakische Republik und 2,7 Milliarden für Spanien. Diese Summen könnten zumindest teilweise aus europäischen Agrar- und Regionalfördertöpfen gedeckt werden. Doch laut Studie werden nur zwischen 11 und 55 Prozent der verfügen Gelder in Anspruch genommen. „Hauptgrund dafür ist der mangelnde politische Wille in den Mitgliedstaaten, ausreichende Mittel aus den durchaus vorhandenen Finanzierungstöpfen der EU den richtigen Maßnahmen zu widmen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Untersucht worden waren sechs EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Bulgarien, Finnland, Niederlande, Slowakische Republik, Spanien), die zusammen etwa ein Drittel der Fläche von Natura 2000 abdecken.

Die BirdLife-Studie versteht sich als Ergänzung der von der Europäischen Kommission und Deutschland initiierten, 300 Seiten starken UN-Studie zum ökonomischen Wert von Arten und Lebensräumen (TEEB, The Economics of Ecosystems and Biodiversity), die heute in Brüssel vorgestellt wurde. „Der TEEB-Bericht stellt erneut klar, dass Geld in Schutzgebiete wie Natura 2000 gut investiert ist. Intakte Ökosysteme sind unsere preiswerteste und effizienteste Waffe im Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Tschimpke. Schon der Zwischenbericht
2008 habe deutlich gemacht, dass mit nur 45 Milliarden US-Dollar jährlichen Investitionen in die weltweite Erhaltung von Schutzgebieten kostbare naturbezogene Leistungen wie sauberes Wasser, gesunde Böden und klare Luft im Wert von fünf Billionen US-Dollar pro Jahr gesichert werden könnten. Die Ökosysteme spielten auch eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Allein in tropischen und subtropischen Wäldern seien etwa 25 Prozent des globalen Kohlenstoffs gespeichert. Auch die Erhaltung von Mooren und Feuchtwiesen könnte den Klimawandel entscheidend abschwächen.

Tschimpke: „Natura 2000 umfasst heute fast 26.000 Schutzgebiete auf knapp einem Fünftel der Fläche der EU-Mitgliedstaaten und ist damit unsere beste Lebensversicherung gegen den Klimawandel. Dies setzt eine adäquate Finanzierung durch die Mitgliedstaaten und die Europäische Union voraus.“ Tschimpke erinnerte an die Forderung des NABU an die neue Bundesregierung, zur Umsetzung der nationalen Strategie für die biologische Vielfalt jährlich 300 Millionen Euro aus den Erlösen des Emissionshandels für den Naturschutz zur Verfügung zu stellen.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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Deutsches Tierschutzbüro weist auf Videodokumentation zum Thema Pelzfarm hin: “Herbstzeit – Erntezeit”

Freitag, 13. November 2009

tierschutz7Jedes Jahr werden allein in Deutschland ca. 300.000 Nerze wegen ihrer Felle für den Pelzmarkt vergast oder erschlagen, bevor sie ihren ersten Geburtstag erleben.

Das jährlich stattfindende Erntedankfest meint zwar etwas anderes – geerntet wird jedoch nicht nur auf den Feldern, sondern auch unter den Tieren: Jedes Jahr werden allein in Deutschland ca. 300.000 Nerze wegen ihrer Felle für den Pelzmarkt vergast oder erschlagen, bevor sie ihren ersten Geburtstag erleben. Weltweit müssen jedes Jahr 30 – 40 Millionen Tiere ihr Leben lassen, damit die Frau und der Herr von Welt sich in ihre Pelze gehüllt dem Winter stellen können. Besonders gefragt sind nach wie vor Nerzpelze. Brisant: Für einen einzigen Mantel müssen mindestens 60 – 80 Nerze sterben.

Ihr kurzes Leben fristen die freiheitsliebenden Tiere in winzigen Boxen aus Drahtgeflecht, vergleichbar mit den Käfigen einer Legebatterie. Die Drähte schneiden in die empfindlichen Pfoten der Tiere, durch die Enge beginnen sie aus Verzweiflung, sich gegenseitig zu zerfleischen.
Mit der Videodokumentation “Die Pelzfarm” gibt das Deutsche Tierschutzbüro exklusiven Einblick hinter die von der Modebranche mühsam aufgebaute Kulisse und zeigt das blutige Geschäft mit dem Pelz in ungeschönter Weise in seiner ganzen Brutalität.
Bundesweite Recherchen des Deutschen Tierschutzbüros decken den wahren Alltag in deutschen Pelzfarmen auf: Hinter hohen Mauern und Zäunen versteckt, meist in abgelegenen Wäldern, sind die etwa 25 – 30 Pelzfarmen, die es in Deutschland noch gibt, vor neugierigen Blicken gut geschützt.
Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros ließen sich dennoch nicht abschrecken und konnten das Treiben der Farmer für diese außergewöhnliche Dokumentation offenlegen.
Die 20-minütige Videodokumentation “Die Pelzfarm” können Sie über den Onlineshop des Deutschen Tierschutzbüros unter www.tierschutz-videos.de bzw. Tel.: 0221-20463862 bestellen. Hier ein Direktlink zum Bestellen: http://shop.tierschutzvideos.de/Videodokumentationen/Pelzfarm-Die-Videodokumentation-DVD::16.html

Quelle: fair-News.de

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