Archiv für Dezember 2009

Hoffnung für Haie: World Wilderness Congress beschließt Resolutionen

Donnerstag, 31. Dezember 2009

tierschutz1Hoffnungsschimmer für Haie: Auf dem diesjährigen World Wilderness Congress Mitte November in Mexiko (www.wild.org) verabschiedeten Vertreter aus Politik und Wissenschaft aus 70 Ländern zwei Resolutionen zum Schutz der Knorpelfische. Die beiden vom deutschen Verein “Rette den Hai e. V.” eingebrachten Resolutionen enthalten neben einem generellen Fangverbot auch den Aufruf zu einem weltweiten Finningverbot von Haien. “Finning” bezeichnet das Abschlagen der Flossen von meist noch lebenden Tieren. Der Hai-Körper wird danach zurück ins Meer geworfen und lediglich die Flossen weiterverarbeitet.

Haie als Klimaschützer
“Haie sind für das weltweite Klima genauso wertvoll wie Strom sparen und groß angelegte Aufforstungsprojekte”, begründet Dr. Folkart Schweizer, Vereinsgründer und -Vorsitzender von Rette den Hai e. V. die Resolution für ein weltweites Fangverbot für Haie. “Intakte Ozeane nehmen beträchtliche Mengen des Treibhausgases CO2 auf, mehr als die Regenwälder. An dieser Leistung haben Haie einen maßgebenden Einfluss. Sie stehen am Ende der maritimen Nahrungskette und sind enorm wichtig für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts im Meer. Verschwinden die Haie aus den Ozeanen, nimmt das Ökosystem einen irreparablen Schaden und die Weltmeere büßen ihr Klimaschutzpotenzial ein”, so Schweizer weiter.

Haie als Milliardengeschäft
Ein ganzer Industriezweig lebt vom Fang der Haifische, die zu den ältesten noch lebenden Tierarten gehören. Pro Sekunde werden drei Haie getötet, mehr als 150 Millionen pro Jahr, die meisten lediglich wegen ihrer Flossen. Die Nachfrage an Haiflossen steigt jährlich – besonders in China. Waren Haifischflossensuppe und andere vermeintlich gesundheitsfördernde Hai-Delikatessen in der Vergangenheit einer kleinen Oberschicht vorbehalten, gelten Sie heute für immer mehr Menschen als Statussymbol. Doch der Verzehr ist alles andere als gesund: Das Fleisch vieler Arten ist mit hohen Mengen an Methylquecksilber belastet, einem sehr wirksamen Nervengift.

Durch ihre späte Geschlechtsreife und die geringe Fortpflanzungsrate können die Tiere die enormen Verluste nicht ausgeleichen und ganze Haibestände verschwinden. In den letzten 50 Jahren sind die Bestände von Walhai, Tigerhai und dem auch in der Nordsee lebenden Dornhai um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Die Hälfte aller Hai-Arten ist bereits vom Aussterben bedroht.

Image der Haie wandelt sich
Obwohl Zwischenfälle mit Haien äußerst selten sind, stehen die Tiere für viele Menschen stellvertretend für blutrünstige Bestien. Doch dieses falsche Image beginnt zu bröckeln. Nicht zuletzt durch das Engagement berühmter Persönlichkeiten wie Hannes Jaenicke oder Hayden Panettiere beginnt ein zögerliches Umdenken der Menschen. “Es gibt aber noch so viel zu tun, damit auch Haie den nötigen Respekt erfahren und endlich wirkungsvoll geschützt werden. Die Resolutionen Nr. 26 und 27 (www.wild.org/resolutions-from-wild9/) bieten jetzt jedem Haifreund eine Legitimationsgrundlage für Aktionen zum Haischutz – etwa Petitionen an seine Regierung zu richten”, urteilt Ulf Doerner, Fachbeirat des Vereins Rette den Hai e. V., für den er die Resolutionen eingebracht hat. Laut Doerner bietet deren Verabschiedung einen wichtigen Schritt zum Aufbau wirksamer, weltweiter Schutzmaßnahmen.

Ulf Doerner, langjähriges Mitglied im Stiftungsrat des WWF Deutschlands und Träger des Bundesverdienstkreuzes für seinen Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz, war Mitglied des Executive Committes des 8. World Wilderness Congresses in Alaska.

Dr. Folkart Schweizer ist seit seinem ersten Tauchgang von der Unterwasserwelt fasziniert. Nach einem Tigerhaibiss ohne ernste Folgen begann er, sich über Haie zu informieren. Schweizer beschloss, sich aktiv für den Schutz der Tiere einzusetzen und gründete 2008 den Verein Rette den Hai e. V. Bereits 1999 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande für seinen ehrenamtlichen Einsatz im Bereich Vereine und Verbände.

Quelle: fair-NEWS.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

NABU ehrt Volkswirt Hans-Werner Sinn mit „Dinosaurier des Jahres 2009“

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Tschimpke: Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein

Der NABU hat den Ökonomen und Präsidenten des Münchener ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, mit dem „Dinosaurier des Jahres 2009“ – Deutschlands peinlichstem Umweltpreis – ausgezeichnet. „Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ist auch Hans-Werner Sinn zurückgekommen. Seitdem verbreitet er hemmungslos seine veralteten Theorien vom alles regulierenden Markt und lässt kaum eine Gelegenheit aus, die moderne Umweltpolitik in der Öffentlichkeit zu attackieren“, begründete NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Wahl. Sinn sei ein Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein, welcher dem Ansehen und den Verdiensten des Natur- und Umweltschutzes nachhaltig schade.

Mit bewusst markigen Sätzen versucht Sinn in seinen Büchern, Artikeln und öffentlichen Auftritten Umweltschützer als „grüne Ideologen“ abzutun sowie die Mär von angeblich so effizienten Marktlösungen zu verbreiten, die keinerlei Vorgaben von staatlicher Seite benötigten.
Besonders giftet Volkswirt Sinn dabei gegen die Förderung Erneuerbarer Energien. Er spricht sich gegen Windräder und Solarzellen aus, weil sie seiner Meinung nach nicht helfen, klimaschädliches Kohlendioxid einzusparen, und er bestreitet die wirtschaftlichen Potenziale Erneuerbarer Energien. Statt für bessere Wettbewerbsbedingungen im Energiemarkt streitet der ifo-Chef lieber ganz im Sinne der großen Stromkonzerne für das Festhalten an der Risiko- und Steinzeittechnologie Atomkraft.

„Wohin der von Hans-Werner Sinn propagierte Marktradikalismus geführt hat, haben wir gesehen: geradewegs in die organisierte Verantwortungslosigkeit in einer globalisierten Finanzwirtschaft“, so Tschimpke. Das hat die Steuerzahler in aller Welt Hunderte Milliarden an Staatshilfen gekostet und Millionen von Menschen finanziell ruiniert.
Angesichts dieser Entwicklung sollten Politik und Unternehmen alarmiert sein und sich umgehend auf ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften einstellen, das nicht leichtfertig die Existenzgrundlagen für unsere und nachfolgende Generationen verspielt.

„Wenn wir dem Emissionshandel alleine die Suche nach den kurzfristig günstigsten Klimaschutzmaßnahmen überlassen, werden wir Scheinlösungen bekommen, nur in Trippelschritten vorankommen und bei der notwendigen Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes in den Industrieländern um bis zu 95 Prozent bis 2050 versagen“, erklärte der NABU-Präsident. Grundlegende Veränderungen wie eine dezentrale und intelligente Infrastruktur für die Energieversorgung, der Erhalt von kohlenstoffreichen Mooren und Feuchtgebieten oder die Modernisierung unserer öffentlichen Verkehrssysteme hätten nach Sinns Markt-Ideologie schlicht keine Chance.

„Die theoretischen Modelle und politischen Forderungen aus dem Elfenbeinturm von Herrn Sinn und seinen Kollegen sind deshalb so gefährlich, weil sie regelmäßig an unserer komplexen Realität scheitern. So lassen sich nicht unsere natürlichen Lebensgrundlagen sichern. Gehen diese aber verloren, werden wir alle zu leiden haben – genau wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise“, kritisierte Tschimpke.
Wer ohne Sinn und Verstand gegen die Förderung Erneuerbarer Energien predige, verkenne völlig die wirtschaftspolitische Bedeutung von zukunftsträchtigen Umwelttechnologien, mit denen innerhalb weniger Jahre allein in Deutschland rund 300.000 neue Jobs geschaffen wurden. Diese Erfolge haben die politische Akzeptanz für die Durchsetzung ehrgeiziger Reduktionsverpflichtungen für den Ausstoß an Treibhausgasen im Emissionshandel überhaupt erst ermöglicht.

„Hans-Werner Sinn handelt verantwortungslos, wenn er zentrale Klimaschutzinstrumente wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz infrage stellt, die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke gutheißt und eine ökologisch ausgerichtete Politik pauschal als schädlich verteufelt.
Damit hat er sich diese besondere Auszeichnung in diesem Jahr redlich verdient“, so Tschimpke.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, der aus Zinn gegossenen und 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit
1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich sowohl durch herausragende Einzelleistungen als auch durch die Summe ihres Gesamtwerkes in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben. Weitere prominente Dino-Preisträger sind u.a. der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerhard Sonnleitner, Air Berlin-Chef Joachim Hunold, und Ex-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, der die Trophäe im vergangenen Jahr erhielt.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Gesundheitscamps auf dem Dach der Welt

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Medizinische Behandlung für über 12.000 Menschen in Not.

Die Gesundheitsversorgung in Schwellen- und Entwicklungsländern ist meist unzureichend. Am höchsten ist die Not auf dem Dach der Welt – in Nepal. In vielen Regionen gibt es keinerlei Gesundheitsversorgun und die Lebenserwartung liegt bei unter 40 Jahren. Es ist die einzige Region weltweit in der Frauen jünger als Männer sterben. Die deutsch-schweizerische Hilfsorganisation Govinda baut deshalb ein Gesundheitscamp an einem der entlegendsten Orte der Erde auf. Im westnepalesischen Himalaja kümmert sich ein weiteres Mal ein 21-köpfiges internationales Team aus Ärzten und Pflegern um mehr als 1.200 Bedürftige.

In weiten Teilen Nepals sind Hunger und Mangelernährung alltäglich. Über 5 Monate im Jahr wird das Land durch Nahrungsmittellieferungen des World Food Programme versorgt. Im vergangen Jahr sind die Lebensmittelpreise im Land wegen der Finanzkrise um über 50% gestiegen. Der aktuelle UN-Report stuft Nepal daher als eines der 20 am
härtesten betroffenen Länder ein.
Infrastruktur mit Straßen, Strom und fließendem Wasser ist kaum vorhanden, ein flächendeckendes Gesundheitssystem fehlt gänzlich. In den abgelegenen Gebieten des Himalaya gibt es keinerlei medizinische Hilfe. Hier hilft Govinda.

Das jährliche Gesundheitscamp der Hilfsorganisation deckt in erster Linie die zahnärztliche und gynäkologische Versorgung ab. Die teilnehmenden Zahnärzte behandeln vorrangig Karies, entfernen zerstörte Zähne und tragen schützenden Fluoridlack auf. Bei gesundheitserzieherischen Maßnahmen erklären sie den Einwohnern die Grundlagen
der Zahnpflege.
Die Gynäkologen behandeln die Leiden hunderter Frauen. So führen die Fachärzte in den meisten Fällen Gewebeuntersuchungen durch, therapieren Infektionen und Gebärmuttererkrankungen.
Diese meist risikofreien Eingriffe können die Betroffenen von andauernden Schmerzen befreien ihre Lebensqualität über Jahre extrem steigern.
Teil des Ärzteteams sind der Zahnarzt Matthias Grawehr aus der Schweiz und die Gynäkologin Sara Breitenmoser. „Patienten kommen aus entlegenen Tälern und nehmen
teilweise Fußwege von bis zu 48 Stunden und Passquerungen in über 4.000 Meter Höhe auf sich“, berichtet Grawehr. „Das westnepalesische Karnali ist im Hinblick auf Hygiene und Sanitäranlagen die rückständigste Region der Welt“, erläutert Grawehr weiter.

„Die Mütter- und Säuglingssterblichkeit ist extrem hoch und im einzigen Krankenhaus der Region arbeitet praktisch kein Fachpersonal. Der Arzt muss jeden komplizierteren
Fall per Flug nach Südnepal abgeben. Die meisten Menschen können den 40 USD teuren Transport jedoch nicht bezahlen. Ausgebildetes Personal wird außerdem zunehmend in Industrienationen wie England, Australien und Kanada abgeworben. Das verschäft das Problem weiter“, erklärt Sara Breitmoser.
Mehr als 1.200 Kinder und Erwachsene nahmen allein dieses Jahr beim Gesundheitscamp in der Region Mughu an Behandlungen und Präventionsmassnahmen teil. Finanzielle
Unterstützung zur Umsetzung des Camps erhielt Govinda durch den Rotary Club Aalen Heidenheim und die Kinderhilfe Nepal e.V. Mitterfels.

Quelle: fair-NEWS.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Georg Kraus Stiftung gründet Botschafterkreis

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Die Georg Kraus Stiftung (GKS) gründet bundesweit einen ehrenamtlichen Botschafterkreis. Damit will die Hagener Organisation ihre internationale Entwicklungszusammenarbeit gezielt ausbauen. Jeder Botschafter leitet eine Regionalgruppe, die aktiv Hilfsprojekte in der Dritten Welt unterstützt.

Die Georg Kraus Stiftung fördert rund 25 lokale Projekte in Afrika, Asien und Südamerika. Sie geben vor allem Kindern, Jugendlichen und Frauen in der Dritten Welt eine Zukunftsperspektive. Ziel ist die unbürokratische „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ein Mitglied des GKS-Kuratoriums ist Rupert Neudeck, Gründer der Cap Anamur.

Rund 300.000 Euro aus Spenden und Eigenmitteln fließen jährlich in die Projektarbeit – alle Spenden kommen zu 100 Prozent den Hilfsprojekten zugute. Der Botschafterkreis soll aktiv mithelfen, die Situation in Drittweltländern weiter zu verbessern. „Dazu benötigen wir ein internationales Netzwerk, das wir mit der Stiftung ständig ausbauen. In dieses Netzwerk werden wir den Botschafterkreis mit einbeziehen“, so der GKS-Vorsitzende Hans-Georg Kraus.

Botschafterkreise gibt es bereits in Berlin, Hagen, Köln und Nürnberg. Im Dezember und Januar finden Gründungsveranstaltungen in Mannheim und Hamburg statt. Stuttgart, Frankfurt und München sind in Planung. Als Botschafter wünscht sich die Stiftung aktive Menschen, „die über den eigenen Tellerrand schauen und Hoffnungsträger für Unterprivilegierte in der Dritten Welt sein möchten.“ Ihre Aufgabe ist es, ehrenamtlich arbeitende Regionalgruppen zu bilden, die sich für neue Projekte engagieren. „Die ausgewählten Botschafter werden Gelegenheit haben, sich auf Projektreisen vor Ort ein Bild über die aktuelle Situation zu machen“, so Hans-Georg Kraus. Wer in den regionalen Botschafterkreisen mitarbeiten möchte, kann sich direkt an die Georg Kraus Stiftung wenden: Telefon 02331 904 750, mail@georg-kraus-stiftung.de

Quelle: fair-NEWS.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

NABU deckt skandalösen Umgang mit Abfall auf

Montag, 28. Dezember 2009

Miller: Einige Unternehmen stecken sich Recyclinggebühren in die eigene Tasche

Der NABU hat drastische Missstände bei dem Umgang von Unternehmen mit von ihnen auf den Markt gebrachtem Müll aufgedeckt. So streichen einige Unternehmen die Lizenzgebühren, mit denen sie sich an der Entsorgung des Mülls beteiligen müssten, zwar beim Verbraucher ein, stecken sich das Geld anschließend jedoch in die eigene Tasche. „Dieses Verhalten ist skandalös und hat fatale Folgen für die Umwelt“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wenn ein Unternehmen seine Verpackungen nicht lizenziert, diese aber dennoch recycelt werden, verschönt das die deutschen Recyclingquoten.“ Zudem schade dieses Verhalten dem fairen Wettbewerb der Unternehmen untereinander.

Das sieht auch der Gesetzgeber so und kann von überführten Unternehmen Bußgelder erheben. Jedoch ist es schwer, die schwarzen Schafe zu entlarven. „Bislang tauchen lediglich etwa 2200 Unternehmensnamen in der extra zum Zwecke des besseren Vollzugs beim Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) angelegten Datenbank auf. Tatsächlich gibt es jedoch mindestens 3500 zur Registrierung verpflichtete Unternehmen“, so NABU-Abfallexperte Benjamin Bongardt. Seit Mai 2009 sind Unternehmen im Zuge der novellierten Verpackungsverordnung verpflichtet, die von ihnen in Verkehr gebrachten Mengen in der Datenbank anzumelden. Der NABU hat deshalb stichprobenartig 69 Unternehmen kontrolliert und mehrmals angeschrieben. Die Hälfte davon hat sich bis heute nicht zurückgemeldet.
„Wäre die Datenbank der DIHK für die Öffentlichkeit einsehbar und auf elektronischem Wege für die Behörden auswertbar, wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung“, so Bongardt zu einer möglichen Verbesserung des Systems.

Normalerweise werden die Kosten für die Verwertung von Verpackungen aus Gelber Tonne, Altglascontainer und Papiertonne von Herstellern und Unternehmen an die Verbraucher  weitergereicht. Dass zahlreiche Unternehmen offenbar nicht mehr so verfahren, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass ein abfallpolitischer Konsens in Deutschland offensichtlich ausgedient hat. „Würde so etwas im technischen Umweltschutz aufgedeckt werden, etwa bei der Einhaltung von Emissionsgrenzwerten, würden wir dies auch nicht akzeptieren“, sagte Bongardt. Der NABU fordert daher von Unternehmen sowohl mehr Abfallvermeidung als auch ein faires, hochwertiges Recycling.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Nachteilsausgleich ist keine Bevorzugung

Montag, 28. Dezember 2009

Der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie, sieht dringenden Handlungsbedarf an den Schulen, um die rechtlichen Ansprüche aus der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

„So lange wir noch dagegen kämpfen müssen, dass ein Nachteilsausgleich an den Schulen als Bevorzugung angesehen wird, stehen wir bildungspolitisch noch ganz am Anfang der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland“, sagt Annette Höinghaus, Pressesprecherin des BVL. Pädagogen sind in den meisten Fällen nicht über den Rechtsanspruch auf Nachteilsausgleich für SchülerInnen mit Behinderungen informiert, obwohl die nach ICD-10 klassifizierte Lese-/Rechtschreibstörung oder Rechenstörung als Behinderung eingestuft werden muss.

Viele Eltern tun sich schwer, neben der Stigmatisierung „Legasthenie oder Dyskalkulie“ auch noch von einer Behinderung zu sprechen. Dabei werden die betroffenen Kinder erst durch den fehlenden Nachteilsausgleich in der Schule zu „Behinderten“ gemacht, weil man sie daran hindert, ihre fachliche Kompetenz zeigen zu können. „Für einen Brillenträger ist die Brille der Nachteilsausgleich und für Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie z.B. technische Hilfsmittel, Zeitverlängerung oder andere Maßnahmen. Die Prüfungsbedingungen müssen so angepasst werden, dass ihr individueller Nachteil ausgeglichen wird. Damit erfolgt keine Bevorzugung, sondern der Nachteilsausgleich soll so gut wie möglich das Handicap ausgleichen“, erklärt Höinghaus.

Von einer Legasthenie (Lese-/Rechtschreibstörung) oder Dyskalkulie (Rechenstörung) sind ca. 5-6 % aller Schülerinnen und Schüler betroffen. Trotz einer guten allgemeinen Begabung kommt es zu starken Beeinträchtigungen beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen. Für die meisten betroffenen SchülerInnen bedeutet eine Legasthenie oder Dyskalkulie eine massive Beeinträchtigung bei Prüfungen und damit eines erfolgreichen Schulabschlusses. Obwohl im Dezember 2006 das Regelwerk der UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet und im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, fehlt bis heute die praktische Umsetzung. Die Länder sind gefordert, einen Aktionsplan zu entwickeln, um das Regelwerk mit Leben zu füllen. Die Benachteiligung von SchülerInnen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie, die wegen des fehlenden Nachteilsausgleichs noch immer daran gehindert werden, einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen, wurde in einigen Bundesländern nur ansatzweise bzw. gar nicht ausgeglichen. Der BVL fordert eine zügige Umsetzung, um den betroffenen SchülerInnen eine Chancengleichheit in unserem Bildungssystem zu geben.

Weitere Informationen zum Thema und zum Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

Quelle: pr4you

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

d.velop AG unterstützt Projekte in Afrika

Montag, 28. Dezember 2009

unternehmen1Die d.velop AG aus Gescher unterstützt ein weiteres soziales Projekt in Afrika. Neben dem Bildungsprojekt in Boboyo (Kamerun) engagiert sich das Softwareunternehmen nun auch für ein gemeinnütziges Handwerksprojekt in Nyae Nyae (Namibia).

Angeregt durch den privaten Besuch des d.velop-Mitarbeiters Michael Farwerk im vergangenen Sommer bei den Ju/‘hoansi Buschleuten im östlichen Buschmannland in Namibia unterstützt der ECM-Hersteller das gemeinnützige Projekt „Hui-a khoe“. Hui-a khoe bedeutet in der Sprache der Ju/‘hoansi Buschleute „gegenseitige Hilfe“. Oberstes Prinzip des Projektes ist demnach auch Hilfe zur Selbsthilfe.

„Uns war wichtig, in ein Projekt zu investieren, bei dem die Hilfe nicht direkt verpufft oder die Unterstützung in der Verwaltung verschwindet“, beschreibt Christoph Pliete, Vorstand der d.velop AG, die Beweggründe für das soziale Engagement. „Auch finde ich gut, dass sich unsere Mitarbeiter sozial einsetzen. Das möchte ich unterstützen.“ „Bei „Hui-a khoe“ wird nachhaltig etwas aufgebaut“, erläutert Michael Farwerk. „Die Buschleute fertigen unter anderem Schmuck aus Straußenei- und Holzperlen. Der Erlös aus dem Verkauf und die Spenden werden in Namibia von einer Stiftung verwaltet und ausschließlich zugunsten der Ju/‘hoansi Buschleute verwendet.“

Bereits seit 2005 unterstützt die d.velop AG das Bildungsprojekt von ident.africa im Norden Kameruns finanziell und ideell. Der 2004 gegründete Verein ident.africa fördert in Afrika benachteiligte Kinder in Sachen Bildung. Bisher erhalten etwa 2.000 Schülerinnen und Schüler aus dem Dorf Boboyo die Unterstützung aus Gescher. Eine Schule wurde zum Beispiel komplett renoviert, 400 Schulbänke von örtlichen Schreinern angefertigt, Lehrer eingestellt und das nötige Lehrmaterial zur Verfügung gestellt.

Für d.velop ist soziale Verantwortung fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Gemeinsam mit ident.africa will das Software-Unternehmen Kinder in Afrika nachhaltig fördern und zum Erfolg verhelfen nach dem Motto „Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg“.

Quelle: fair-NEWS.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Film über Greenpeace-Aktivisten kommt in die Kinos

Montag, 28. Dezember 2009

tierschutz1Jagdzeit zeigt Einsatz für den Schutz der Wale in der Antarktis.

Ein Film über Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale schützen, kommt am 14. Januar 2010 in die deutschen Kinos. Der Film “Jagdzeit – Den Walfängern auf der Spur” begleitet die Aktivisten auf ihrer Schiffsreise und bei der Konfrontation mit japanischen Walfängern. Der Film kommt ohne grausame, blutige Bilder aus und zeigt, wie die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten kämpft.

“In dem Film steht dem Naturerlebnis Antarktis und der Entschlossenheit der Greenpeace-Aktivisten die Grausamkeit des Walfangs gegenüber”, sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. “Auch jetzt – in diesem Moment – ist die japanische Walfangflotte im südpolaren Walschutzgebiet unterwegs, um in den nächsten Wochen und Monaten fast 1000 Großwale zu töten.”

Regisseurin Angela Graas und ihr Filmteam fuhren von Dezember 2007 bis Februar 2008 auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza mit. Der Film ist eine Coproduktion von ARTE, dem Bayerischen Rundfunk und dem Westdeutschen Rundfunk. Er wurde bereits auf sieben Festivals gezeigt. Auf dem Dokumentarfilmfestival München 2009 wurde er als Publikumsfavorit ausgezeichnet und erhielt auf der Naturvision 2009 den Sonderpreis der Jury.

“Jagdzeit” läuft ab 14. Januar in mindestens 28 deutschen Städten an. Bereits am 10. Januar findet die Deutschland-Premiere im Hamburger Abaton-Kino statt. Zu Gast sind Meeresexperte Thilo Maack und Greenpeace-Aktivistin Regine Frerichs, die auf der Esperanza mitfuhr. In den meisten anderen Kinos, die den Film zeigen, wird die lokale Greenpeace-Gruppe vor Ort sein und über das Thema Walfang informieren.

Erst in der vergangenen Woche hat die neue japanische Regierung bekannt gegeben, dass sie am Walfang festhalten will. Der japanische Außenminister begründete die Entscheidung mit dem Interesse seiner Landsleute am Walfleischkonsum. Offiziell werden die Tiere jedoch zu wissenschaftlichen Zwecken getötet. Insgesamt sollen bis März nächsten Jahres 935 Minkewale und 50 Finnwale geschossen werden. Die Internationale Walfangkommission (IWC) bemüht sich um eine Lösung der verhärteten Fronten zwischen den Walschutznationen und den am Walfang interessierten Ländern. Eine Einigung scheint auch nach mehreren Treffen nicht in Sicht.

Derzeit stehen in Japan zwei Greenpeace-Aktivisten vor Gericht, weil sie den Handel mit illegalem Wal-Fleisch aufgedeckt hatten. Die japanische Staatsanwaltschaft eröffnete im Februar ein Gerichtsverfahren gegen Junichi Sato und Toru Suzuki wegen angeblichen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Die beiden Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki wurden im Juni 2008 festgenommen, nachdem sie für die Aufdeckung eines Skandals rund um das japanische Walfangprogramm wichtiges Beweismaterial sichergestellt hatten. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft. Greenpeace fordert von der japanischen Regierung ein sofortigen Stopp des sinnlosen Waltötens und die Einstellung des ungerechtfertigten Verfahrens gegen die Greenpeace-Aktivisten.

Quelle: fair-NEWS.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Gift aus Genmais in Gewässern

Donnerstag, 17. Dezember 2009

NABU-Tagung alarmiert Naturschützer und Behörden

Das Insektengift Bt-Toxin aus gentechnisch verändertem Mais gelangt einerseits über Pollen bei der Maisblüte und andererseits nach der Ernte durch Maisstreu in Bäche, Flüsse und Seen. Dieses heiß diskutierte Forschungsergebnis haben US-amerikanische Wissenschaftlerinnen nun im Rahmen einer NABU-Tagung erstmals der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt. „Gewässer liegen oft direkt in der Agrarlandschaft. In Brandenburg finden wir zudem Wasserstellen mitten im Maisfeld. Gerade wasserreiche Bundesländer wie Brandenburg interessiert zu Recht, wie groß das Risiko einer Gefährdung durch Bt-Maisanbau ist“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Bislang wurde das Thema Gewässer in der biologischen Sicherheitsforschung ausgeklammert. Das müssen die Verantwortlichen nun dringend korrigieren“, forderte Tschimpke.

Emma Rosi-Marshall vom Institut für Ökosysteme in Millbrook und Jennifer Tank von der Universität Notre Dame in Indiana sind bislang weltweit die einzigen, die zum Thema Eintrag von Bt-Toxin in Gewässer geforscht haben. Ihre Untersuchungen bezogen sich auf zwölf typische Gewässerströme im Mittleren Westen der USA. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass Köcherfliegenlarven durch das Bt-Toxin geschädigt wurden. Auch in Deutschland soll nun untersucht werden, wie viel Pollen im Sommer und Maisstreu bei der Ernte im Herbst in die Gewässer gelangen kann. Dieses Forschungsprojekt stellten das Bundesamt für Naturschutz und das Land Brandenburg auf der NABU-Tagung nun erstmals öffentlich vor. Welche Rolle der Toxineintrag für das Ökosystem spielen kann, wird weiter diskutiert, mangels Forschung ist die Datengrundlage dafür jedoch noch dünn.

Europäische wie amerikanische Behörden haben offenen Fragen des Natur- und Verbraucherschutzes zu Gefahren von gentechnisch verändertem Mais bislang beharrlich ignoriert, selbst nach alarmierenden Untersuchungen wie jenen von Rosi-Marshall und Tank. „Dieses Verhalten ist unverantwortlich und skandalös“, sagte NABU-Gentechnikexpertin Steffi Ober. „Statt Produktforschung für die Industrie zu betreiben, um den Gentransfer zu optimieren, sollte die Biosicherheitsforschung endlich Praxisforschung betreiben, um die Natur und die Verbraucher zu schützen“, so Ober weiter.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Umsatzsteuerbefreiung für sportliche Veranstaltungen – Was ist Sport?

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Nach § 4 Nr. 22 Umsatzsteuergesetz (UStG) sind von gemeinnützigen Vereinen durchgeführte sportliche Veranstaltungen umsatzsteuerfrei, soweit das Entgelt in Teilnehmergebühren besteht. Ein aktuelles Urteil des Finanzgericht Köln (8.10.2009, 10 K 3794/06) beschäftigt sich mit der Frage, was eine “sportliche Veranstaltung” ist und was alles unter den Begriff Sport fällt.

Im konkreten Fall führte ein Sportverein eine Vielzahl von Kursen durch. Dazu gehörten: Pilates, Tai Chi, Yoga, Wirbelsäulengymnastik, Rückenfitness, Beckenbodentraining, Gesund und Aktiv ab 45, Feldenkrais und Tennis, Qi Gong, Step Aerobic, Fitnessgymnastik (auch als “im Rhythmus von Natur und Mond”), Body Forming, Powergymnastik, Fitness Mix, Thai Boxing Aerobic, Muskelaufbautraining, Fitnessgymnastik nach “Callanetics”, Salsa Aerobic, Ausgleichsgymnastik für Herren, Step und Hanteln, Bewegt ins Wochenende, body attack, Selbstbehauptung, Kurse mit oder/und für Kinder, Psychomotorik sowie eine Vielzahl von Tanzveranstaltungen.

Was ist Sport?
Nach Auffassung des Finanzgerichts handelt es dabei ausnahmslos um Sport. Auch Breitensport in Form der oben genannten Kurse (Pilates, Body Forming, Powergymnastik, Thai Boxing Aerobic etc.) sei als Sport im Sinne des § 4 Nr. 22 UStG anzusehen. Sport ist nicht allein als die Vorbereitung auf einen Wettbewerb zu verstehen, sondern als “eine allgemeine körperliche Ertüchtigung über das gewöhnliche Maß hinaus”.

Maßgebend ist dabei, dass die Bewegung vorrangig mit dem Ziel ausgeübt wird, sich körperlich zu ertüchtigen. Deshalb stellt z. B. Wandern, auch wenn es unzweifelhaft der körperlichen Ertüchtigung dient, im Gegensatz zum Nordic Walking keinen Sport dar. Eine ähnliche Abgrenzung dürfte es bei Radtouren im Gegensatz zum Radstreckenfahren geben. Bei den Erstgenannten ist die körperliche Ertüchtigung ein erfreulicher, wenn auch durchaus beabsichtigter Nebeneffekt zum Naturerlebnis. Bei o. g. Kursen hingegen steht einzig die körperliche Ertüchtigung im Mittelpunkt.

Was ist eine Veranstaltung?
Unter “sportliche Veranstaltung” im Sinne des § 4 Nr. 22 UStG versteht die Rechtsprechung eine organisatorische Maßnahme eines Sportvereins, die es aktiven Sportlern ermöglicht, Sport zu treiben. Eine bestimmte Organisationsform oder -struktur schreibt das Gesetz nicht vor. Die untere Grenze der sportlichen Veranstaltung ist erst unterschritten, wenn die Maßnahme nur eine Nutzungsüberlassung von Sportgegenständen bzw. -anlagen oder bloß eine konkrete Dienstleistung, wie z. B. die Beförderung zum Ort der sportlichen Betätigung oder ein spezielles Training für einzelne Sportler, zum Gegenstand hat.

Um eine “sportliche Veranstaltung” handelt es sich, wenn der Verein einen konkreten organisatorischen Rahmen anbietet. Dazu gehört z. B., dass er Trainingszeiten festlegt, konkrete Kurse anbietet oder für die Ausübung, Anleitung und Koordination der in diesen Kursen durchgeführten Bewegungen Trainer zur Verfügung stellt.

Quelle: www.vereinsknowhow.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb