Archiv für Januar 2010

NABU fordert Vorreiterrolle der Europäischen Union zum Schutz der Biodiversität

Freitag, 29. Januar 2010

Tschimpke: Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens ist überfällig

Der NABU hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, sich auf der Konferenz der spanischen Ratspräsidentschaft (26. – 27.1.) für ein ambitioniertes Biodiversitätsziel einzusetzen.
„Alle bisherigen Forschungsberichte haben belegt, dass die Europäische Union ihr selbst gestecktes Ziel, das Artensterben bis zum Ende des Jahres 2010 zu stoppen, mit ihrer bisherigen Politik nicht erreichen kann. Ein neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens mit verbindlichen Zielen bis zum Jahr 2020 ist daher überfällig“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Die erst kürzlich veröffentlichte UN-Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB) hat gezeigt, dass der Verlust von Arten, Lebensräumen und natürliche Ressourcen die Menschheit teuer zu stehen kommt. Allein die Zerstörung der Korallenriffe durch die Übersäuerung der Meere vernichtet die Lebensgrundlagen von 500 Millionen Menschen und führt zu wirtschaftlichen Verlusten von etwa 170 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Durch die Zerstörung von Schutzgebieten und den Raubbau an Ressourcen entstehen jährlich Schäden von vier bis fünf Billionen US-Dollar, während mit Investitionen eines Zehntels dieser Beträge die Leistungen der Ökosysteme weltweit erhalten werden könnten. Die Kommission hat daher den Rahmen für mögliche neue Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 sowie eine Vision bis 2050 vorgelegt.

Dringenden Handlungsbedarf sieht die Kommission unter anderem bei der Schließung der immer noch bestehenden Lücken im europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000, der besseren Finanzierung der Schutzgebiete und der Integration von Umweltbelangen in Bereiche wie Agrar-, Fischerei- und Strukturpolitik. „Die EU muss nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch beim Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme Vorreiter sein und sich zu ihrer internationalen Verantwortung bekennen“, so NABU-Europaexperte Claus Mayr. Zudem habe das Scheitern des 2010-Zieles gelehrt, dass die neuen Ziele schnellstens verabschiedet und in den Mitgliedstaaten konsequent umgesetzt werden müssten. „Es bedarf nicht nur ambitionierter Beschlüsse und markiger Sonntagsreden, sondern auch Taten“, so Mayr.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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FORMAXX-Spendenlauf: Mehr als 100.000 Euro für UNESCO und QFZ

Freitag, 29. Januar 2010

aktionen1FORMAXX spendet für Kinder- und Jugendbildung: Am Donnerstag, den 21. Januar übergab FORMAXX-Vorstand Ralf Steinmeister einen Scheck über 106.713,44 Euro an Martin Scheibelhut, Vorstand der Stiftung Qualität formt Zukunft. Die Summe fließt zu gleichen Teilen in die Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not und das Jugendbildungsprogramm der QFZ-Stiftung. Annähernd 2.000 Läufer sammelten das Geld beim FORMAXX-Spendenlauf am 6. Dezember 2009. Jede komplette Runde brachte neue Spenden. Für den guten Zweck liefen die Teilnehmer mehr als 12.000 Kilometer – knapp so weit wie von Deutschland nach Australien.

Der FORMAXX-Nikolauf war eine bundesweite Aktion des Finanzberatungsunternehmens und wurde zum ersten Mal durchgeführt. Insgesamt 36 Standorten richteten einen Spendenlauf aus. “Ich bin sehr beeindruckt von diesem Ergebnis und danke allen Teilnehmern für ihren Einsatz”, sagt FORMAXX-Vorstand Steinmeister.

Die erlaufenen Spenden fließen in Hilfsprojekte der Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not und in die Finanz-Aufklärungskampagne “Max, Manni und die Moneten” der Stiftung Qualität formt Zukunft (QFZ): eine mehrteilige Cartoonreihe, die Kindern und Jugendlichen wichtiges Basiswissen rund um die Welt der Finanzen vermitteln soll.

Für eine Läuferin hat sich der wohltätige Einsatz ganz besonders gelohnt: Elvira von Hermann aus Hannover hat mit elf Kilometern und 2.233 Euro die größte Spende gesammelt. Als Dank kocht Prominentenkoch und UNESCO-Pate Ralf Zacherl einen Abend lang ein Privatmenü für sie und ihre Freunde.

FORMAXX plant unterdessen schon für den nächsten Nikolauf: “Am 5. Dezember 2010 werden wir wieder laufen und Spenden sammeln. Wir hoffen, dass wir den Erfolg dieses Jahres noch überbieten und den Nikolauf zu einer Tradition machen”, so Steinmeister.

Quelle: fair-NEWS.de

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Verein “Kinder in Haiti” bietet verwaisten Kindern nach dem Erdbeben ein sicheres Zuhause

Donnerstag, 28. Januar 2010

Unterstützung für zweites Waisenheim gesucht

Der Oldenburger Verein “Timoun an Ayiti – Kinder in Haiti” nimmt Waisenkinder aus Port-au-Prince auf. Seit zehn Jahren unterhält er ein Waisenhaus in Cap Haitien, der zweitgrößten Stadt des Landes. Derzeit bietet das Haus 23 Kindern ein Heim und damit ein Leben ohne Elend sowie die Chance auf eine bessere Zukunft. “Wir sind in der Lage, sieben Kinder aus Port-au-Prince aufzunehmen, die bei dem Erdbeben ihre Eltern verloren haben”, so Vereinsvorstand Ludger Kortmann. “Mit Unterstützung können wir in kurzer Zeit auch ein weiteres Heim als Zuhause für Erdbeben-Waisen gründen.” Das Waisenhaus wird ausschließlich durch Spenden aus der Öffentlichkeit finanziert und von der Stiftung Black Rain Group Foundation Zurich unterstützt.

“Die Weltpresse berichtet dieser Tage vermehrt davon, dass Haitianische Waisenkinder Gefahr laufen, Opfer von Menschenhändlern zu werden. Für uns besteht also dringender Handlungsbedarf”, so Kortmann besorgt. “Wir wollen schnellstmöglich Kinder aufnehmen und ihnen nach dem dramatischen Erdbeben ein sicheres Heim und die Möglichkeit geben, ihre traumatischen Erfahrungen langsam zu verarbeiten.”

In Eigeninitiative gründete der Verein “Timoun an Ayiti – Kinder in Haiti” im Jahr 2000 unter einheimischer und ausländischer Mithilfe das Kinderheim im Norden des Karibikstaates. Das angemietete Haus liegt in einer relativ sicheren Umgebung und in der Nähe von zwei guten Schulen. Für die betreuten Kinder übernimmt der Verein größtmögliche Verantwortung und alle anfallenden Kosten. Dazu gehören regelmäßiges, gesundes Essen, gute hygienische Verhältnisse, medizinische Versorgung, pädagogische Betreuung, Kleidung, eine sehr gute Schulbildung und mehr. Die Kinder des Waisenhauses haben gute Aussichten auf eine Berufsausbildung mit anschließendem Beschäftigungsverhältnis oder eine berufliche Verselbstständigung.

Das Waisenhaus im Norden Haitis wird ausschließlich durch Spenden aus der Öffentlichkeit finanziert und von der gemeinnützigen Stiftung Black Rain Group Foundation Zurich (www.blackraingroup.org) gefördert. Die Black Rain Group unterstützt humanitäre Projekte in Haiti; u.a. ein Hospital in Montrouis, das “Timoun an Ayiti”-Waisenhaus, ein Altenheim in Cap Haitien sowie die Errichtung weiterer solcher Einrichtungen.

Kortmann: “Je nachdem, welche Unterstützung wir erfahren, besteht auch die Möglichkeit, in der Nachbarschaft unseres Waisenhauses in kürzester Zeit ein weiteres Heim für verlassene Kinder aus Port-au-Prince zu gründen.”

Die Arbeit des Vereins “Timoun an Ayiti – Kinder in Haiti” kann mit Spenden unterstützt werden. Die Mittel kommen den Kindern direkt und ohne Abzüge zu. Der Pflegesatz pro Kind beträgt 2,10 Euro am Tag.

Spendenkonto
Kinder in Haiti
Konto: 00 04 96 66 43
BLZ: 28 09 06 33, Deutsche Apotheker- und Ärztebank

Quelle: fair-NEWS.de

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PERSPEKTIVEN 2010

Mittwoch, 27. Januar 2010

Etabliertes Präsentationsforum für Anbieter von Aus- und Weiterbildungen, Studien- und Praktikumsplätzen

Die PERSPEKTIVEN 2010 – die Messe für Bildung und Berufsorientierung – lädt am 24. und 25. September 2010 bereits zum 11. Mal in die MESSE MAGDEBURG ein. Schirmherr der PERSPEKTIVEN 2010 ist der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Zur Jubiläumsmesse 2009 lockten 120 Aussteller mit erweiterten und dadurch sehr vielseitigen Angeboten 7.000 Schüler, Studenten, Absolventen, Weiterbildungssuchende sowie Lehrer und Eltern in die MESSE MAGDEBURG.

Die PERSPEKTIVEN, die als etabliertes Präsentationsforum für Branchen wie Maschinenbau, Energieversorgung, Ernährungswirtschaft, Bergbau, Banken, Telekommunikation, Zeitarbeit, Versicherungen, Pharmazie, Dienstleistungen, Gastronomie, Hotellerie, Handwerk, Tourismus und Gesundheitswesen gilt, konnte erstmals mit der KickStart-Messe auch Ausbildungsinitiativen der Unternehmen Sachsen-Anhalts aus den Bereichen Metall- und Elektroindustrie, IT-Branche und Ingenieurwesen bieten.

Das Angebot 2010 soll ebenso umfangreich sein: ob Aus- und Weiterbildung, ob Studien- oder Jobangebote und Praktikumsplätze, bei Bedarf auch weltweit – jeder Besucher dieser Messe soll sich – wie immer bei freiem Eintritt – ausführlich informieren und entsprechende Unterlagen ordern können.

Anhand der guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr werden Messe-Scouts während der gesamten Messelaufzeit eingesetzt, um Gruppen oder einzelne Besucher gezielt zu den für sie interessanten Messeausstellern führen und wichtige Hinweise zum Angebot geben zu können.

Ein breit gefächertes Rahmenprogramm wird auf die Interessen der Besucher zugeschnitten und damit zum Erfolg der PERSPEKTIVEN 2010 beitragen.
Zur Steigerung ihrer Präsenz erhalten die Aussteller die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung des Rahmenprogramms der PERSPEKTIVEN 2010 zu beteiligen – eine weitere Chance, Jugendliche zu Themenbereichen wie Bewerbung, Studien- und Ausbildungsinhalte, Traumberufe, Vorstellung einzelner Berufsbilder und Preis des Erfolges an beiden Messetagen direkt anzusprechen.

Infos unter www.messe-perspektiven.de

Quelle: Offenes-Presseportal

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Nachhaltigem Bauen gehört die Zukunft

Mittwoch, 27. Januar 2010

umwelt1Die Erfordernis nachhaltigen Bauens wird immer deutlicher. Was unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zu verstehen ist, erklärt der Geschäftsführer des Instituts Bauen und Umwelt e.V. (IBU), Dipl.-Ing. Hans Peters.

(tdx) Bauen und Umwelt gehören unmittelbar zusammen. Bauen formt die Umwelt und schafft Lebensraum. Doch Bauwerke sind auch material- und energieintensiv und somit wesentliche Eingriffe in die Umwelt. Federführend in Deutschland hat das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU e.V.) ein Konzept entwickelt, um mit so genannten Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) ein sachgerechtes Mittel zur Ermittlung und Angabe von technischen und umweltrelevanten Leistungsmerkmalen von Bauprodukten für das Nachhaltige Bauen vorzustellen.

Peters: „Nachhaltigkeit bedeutet, die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen im Blick zu behalten. Gerade bei Gebäuden, die auf eine lange Lebensdauer ausgerichtet sind, ist dies besonders wichtig. Doch alleine die Gewährleistung des zeitlichen Bestands deckt die Anforderung an zukunftsfähige „Lebensqualität“ nicht annähernd ab. Erst die vier Aspekte der Nachhaltigkeit zusammen – Ökonomie, Ökologie, Sozio-Kulturelles und technische Leistungsfähigkeit – bestimmen Lebensqualität und Verantwortung gegenüber Umwelt und Nachkommen.“

Wie sieht das konkret aus?

Peters: „Entscheidend ist die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes vor dem Hintergrund seiner Nutzung und das über den gesamten Lebenszyklus. Vor diesem Hintergrund definieren Umwelt-Produktdeklarationen die technische und umweltrelevante Leistungsfähigkeit von Baustoffen und Bauprodukten. Dies ist bereits für die Planungsphase wichtig. Von Beginn an kann auf eine sinnvolle Verwendung von Ressourcen geachtet werden. Grundlagen, die hier gelegt werden, beeinflussen nicht nur die Umweltwirkungen in der Bauphase z.B. durch die Herstellung, den Transport und die Verarbeitung der Baustoffe. Ökologischen und sozialen Bezug hat die Planung unter anderem im Hinblick auf Auswahl des Standorts und das Ausmaß des Flächenverbrauchs. Der Begriff „soziokulturell“ betrifft die Nutzung des Gebäudes sowie auch dessen Qualität, was relevant ist für Anleger und andere Interessensgruppen. In ökonomischer Hinsicht spielt die Planung natürlich eine wesentliche Rolle im Hinblick auf die Bau- und Unterhaltskosten. Alle drei Aspekte müssen ausgewogen berücksichtigt werden.“

Wie sieht es mit der Nutzung des Gebäudes bzw. einem möglichen Abriss und Recycling aus?

Peters: „Da Gebäude auf eine lange Nutzung ausgelegt sind, fallen die Auswirkungen der Nutzungsphase besonders ins Gewicht, beispielsweise die Energie-Effizienz. Deshalb ist bei der Auswahl von Bauprodukten und Konstruktionen sowohl auf Langlebigkeit als auch auf deren Leistungsfähigkeit zu achten. Kosten und Umweltwirkungen des Gebäudebetriebs und nötiger Sanierungen lassen sich durch die Produktwahl genauso positiv beeinflussen wie eine gesunde Raumluft, das Gebäudeklima und die Nutzungsfreundlichkeit als soziale Aspekte. Letztendlich werden auch die Grundlagen für die Wirkungen eines Gebäuderückbaus in der Planungsphase gelegt. Demontagefreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit bzw. -verwertbarkeit sind hier Stichworte aus Umweltsicht. Auch die möglichst gefahrlose Durchführbarkeit der Arbeiten in dieser wie in allen Lebensphasen des Gebäudes zählt dazu.“

Was versteht man unter einer Umwelt-Produktdeklaration?

Peters: „Eine umfassende Deklaration – engl. Environmental Product Declaration, EPD – beinhaltet in ausführlicher Form bauphysikalische Angaben, Informationen zu Grundstoffen und zur Stoffherkunft, Beschreibungen zur Produktherstellung, Hinweise zur Produktverarbeitung, Angaben zum Nutzungsstand, zu außergewöhnlichen Einwirkungen, zur Nachnutzungsphase und – als Kern – zu Ökobilanzergebnissen. Aus Gründen der Qualitätssicherung, der Glaubwürdigkeit sowie der internationalen Anerkennung ist im Falle der IBU-Deklaration ein externer und unabhängiger Sachverständigenausschuss angegliedert, der die Vorgaben entwirft und die Ergebnisse kritisch prüft.“

Welchen Nutzen haben diese EPDs für Bauherren und Architekten?

Peters: „Der Hauptnutzen liegt darin, dass umwelt- und gesundheitsbezogene Informationen zu Bauprodukten für jeden verlässlich überprüfbar sind und insbesondere nach einheitlichen Erfassungsmethoden erstellt werden. Gebäude, die nachweislich den Kriterien nachhaltigen Bauens entsprechen bieten nicht nur ein gesundes Wohnraumklima, sondern im Vergleich zu herkömmlich erstellten Häusern einen deutlichen Wertvorteil. Insgesamt bieten sie den Bewohnern oder Nutzern ein garantiertes Maß an Qualität während der gesamten Nutzungsdauer.“

Nach welchem Schema erstellt das IBU solche Umwelt-Produktdeklarationen?

Peters: „Bei der Beschreibung der Bauprodukte bedient sich das IBU eines Deklarationsrasters, das international abgestimmt ist und einem ÖKO-Label Typ III entspricht. Bei der Prüfung wird der gesamte Lebenszyklus eines Bauproduktes betrachtet. Umweltrelevante und quantitative Sachverhalte wie beispielsweise der Energie- und Ressourceneinsatz, aber auch der Beitrag des Produktes zum Treibhauseffekt werden wertfrei dargestellt, um das komplexe Zusammenwirken mit anderen Baumaterialien in einem Gebäude sachgerecht beurteilen zu können.“

Was ist das besondere an der IBU-EPD?

Peters: „Die IBU-Umweltdeklaration für Bauprodukte entstand in enger Verzahnung mit Bau- und Umweltbehörden in Deutschland sowie dem internationalen Normungsprozess. Die Umweltdeklaration und deren Kern, die Ökobilanz basiert auf der internationalen Norm ISO 14025 sowie der 14040er Reihe. Gleichzeitig findet schon die ISO CD 21930 „environmental declarations of building products“ Berücksichtigung. Das Institut Bauen und Umwelt ist derzeit in Deutschland die einzige Organisation, die dieses Know-how hat und die konsequent nach den international abgestimmten Vorgaben zertifiziert. An der Prüfung ist ein unabhängiger Sachverständigen-Ausschuss aus Fachleuten von Hochschulen, dem Bauministerium, dem Umweltbundesamt sowie weiteren Experten auch von Umweltschutzverbänden, beteiligt. Das IBU-Siegel hat daher eine sehr hohe Aussagekraft, Akzeptanz und Glaubwürdigkeit.“

Welchen Sinn macht eine EU-weit einheitliche Umwelt-Produktdeklaration?

Peters: „Fakt ist, dass die europaweite Harmonisierung sowohl bei der Normierung als auch bezüglich Handel und Verkauf umgesetzt werden muss. Demnach werden in Zukunft alle Produkte im europäischen Markt gleichen Standards unterliegen.“

Werden Baustoffe mit EPDs teurer als vergleichbare ohne diese Zertifizierung?

Peters: „Sie werden mittelfristig sogar günstiger. Das liegt vor allem daran, dass künftig immer mehr Ausschreibungen die Umwelt-Produktdeklarationen zur Pflicht machen. Bei Baumaßnahmen des Bundes werden laut Aussagen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bereits ab 2009 Bauprodukte mit Umwelt-Informationen bevorzugt. Die Nachfrage wird sich also verschieben und damit auch die Preissituation zugunsten der zertifizierten Produkte beeinflussen.“

Wird eine Produktdeklaration möglicherweise gesetzliche Pflicht?

Peters: „Wir befinden uns zwar noch in den Anfängen aber mit der zukünftigen Bauprodukten-Richtlinie wird davon auszugehen sein, dass entsprechende Gesetzesvorlagen geschaffen werden und dies somit für Gebäude der öffentlichen Hand zukünftig Vorschrift wird. Private Investoren werden nachziehen; der „Nachhaltigkeits-Pass“ wird sich durchsetzen.“

Quelle: Offenes-Presseportal

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Fleisch von Stopfleber-Gänsen nicht erkennbar

Mittwoch, 27. Januar 2010

tierschutz1Tierschützer fordern deutliche Kennzeichnung aller Qualprodukte

Nach dem Eklat bei der ungarischen Pressekonferenz der letzten Internationalen Grünen Woche (IGW), bei der für Gänsestopfleber geworben werden sollte, was ausgelöst durch Berichte und Fotos des Journalisten Markus Müller und die Proteste von Tierschützern gründlich misslang, hat der ungarische Landwirtschaftsminister Jozsef Graf in diesem Jahr bei der Vorstellung der ungarischen Landwirtschaft neben Obst, Gemüse und verschiedenen tierischen Produkten die Stopfleber nicht erwähnt. Die Frage nach dem Anteil der Gänsehaltung, bei der diese Lebern erzeugt werden, hat er nicht beantwortet; aber er behauptete, dass die Verfahren verbessert und deshalb für die Tiere nicht schmerzhaft seien. Außerdem seien die Produkte eindeutig gekennzeichnet, so dass der Verbraucher selbst entscheiden könne, aus welcher Haltungsform er einkaufen wolle. Ein Verbot der Gänsezwangsmast sei nicht geplant. Auf den Einwand, das Image der ungarischen Landwirtschaft könne durch die Beibehaltung der Stopfleberherstellung Schaden erleiden und Polen habe sie auch verboten, antwortete er, es handele sich um eine lange Tradition, die erhalten bleiben solle. Am Ende der Pressekonferenz bekamen die Anwesenden als Geschenk unter anderem Prospekte einer Firma, die tiefgekühlte Gänse auf der IGW verkauft.

Die Ungarn haben als Partnerland der Messe diesmal eine ganze Halle für sich, in der sie sowohl für ihre landwirtschaftlichen Produkte, als auch für ihr Land als Reiseziel mit vielen attraktiven landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten werben. An einem der Verkaufsstände gibt es Erzeugnisse aus der Schweine- und Geflügelhaltung. Auf Nachfragen am Stand der Firma, deren Prospekte nach der Pressekonferenz verteilt wurden, wird versichert, dass die Gänse alle aus Freilandhaltung stammen und nicht gestopft wurden. Die Firma verfüge über große Flächen, auf denen jährlich 1 200 000 Fleischgänse gemästet werden. – Eine zweite Firma, die daneben am selben Stand ihre Geflügelprodukte anbietet, verkauft sowohl Gänsestopfleber als auch Gänsefleisch. Obwohl das Fleisch von den gestopften Gänsen stammt, ist auf der Verpackung kein Hinweis auf diese Zwangsmast zu erkennen, stattdessen steht groß „aus bäuerlicher Freilandhaltung“ darauf. Dies widerspricht also den Aussagen des Ministers, zumindest wird die richtige Deklaration nicht ausreichend überwacht. Auch an diesem Stand gibt es Prospekte. Darin wird mit vielen schönen Worten erklärt, dass die Erzeugung von Gänsestopfleber für die Tiere nach Aussagen von Wissenschaftlern nicht unangenehm sei. Die Bilder zeigen allerdings nur idyllische Fotos von Gänsen im Freiland. Der Vorgang des Stopfens wird nicht dargestellt. Das würde deutsche Verbraucher wohl doch eher vom Kauf abhalten, als den Absatz zu fördern.

Die AGfaN fordert seit langem die deutliche Kennzeichnung der Haltungsform bei allen tierischen Produkten sowie die gründliche Überwachung und vor allem Sanktionierung bei Irreführung, um den Verbraucher davor zu schützen, dass er unbeabsichtigt Produkte aus einer Tierhaltung kauft, die von ihm abgelehnt wird.

Die “Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung” e.V. (AGfaN) ist ein Tierschutzfachverband, der sich schwerpunktmäßig mit der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung befasst. Sie lehnt die Nutztierhaltung nicht prinzipiell ab. Sie wendet sich aber entschieden gegen die praxisübliche Ausbeutung dieser leidensfähigen Mitgeschöpfe, die fast immer eng zusammengepfercht und bei Dämmerlicht vegetieren müssen. Das Anpassen der Tiere an die tierfeindlichen Lebensbedingungen durch Schnabelkürzen bei Puten, Moschus(Flug-)enten und Legehennen und das Kürzen der Schwänze bei Ferkeln sowie das Enthornen der Rinder wird abgelehnt.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Kinderzeit ist Spielzeit!?

Freitag, 22. Januar 2010

Es ist eine Tendenz zu beobachten, Kleinkinder möglichst von Geburt an durch zum Teil nicht geeignete Bildungsmaßnahmen zu fördern – und dadurch häufig auch zu überfordern. Der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe (VPK) erkennt hier eine fragwürdige Entwicklung. Angesichts einer kontinuierlich steigenden Zahl von psychischen Erkrankungen bereits bei kleinen Kindern gilt es, frühpädagogische Angebote kritisch zu beleuchten und verunsicherte Eltern bei der Auswahl von Angeboten für die Jüngsten zu beraten.

“Yoga-Kurse für Krippenkinder, Früh-Japanisch für zukünftige Globetrotter oder Benimm-Seminare für angehende Manager – wo soll das hinführen? Kinder werden in unserer heutigen Welt viel zu oft viel zu früh mit Anforderungen konfrontiert, die keinem anerkannten frühpädagogischen Bildungskonzept entsprechen und sie oftmals einfach überfordern”, so der Vize-Präsident des VPK Hermann Hasenfuß. “Es ist zwar richtig, dass Kinder auf kontinuierlich steigende Anforderungen im späteren Ausbildungs- und Arbeitsleben vorbereitet werden müssen. Aber ihnen muss es in den ersten Lebensjahren genauso ermöglicht werden, einfach nur Kind zu sein. Dies bedeutet nicht, die Kinder sich selbst zu überlassen, sondern vielmehr, diesen möglichst individuell als aufmerksame, motivierende und anregende Begleiter zur Seite zu stehen”, betont Hasenfuß. Im Sinne des Konzeptes des ko-konstruktiven Lernens sollte es beispielsweise mehr auf die spielerische Erforschung von Bedeutung als auf den reinen Erwerb von Wissen ankommen.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Während sich im Jahr 2000 knapp 50.000 aller 15- bis 20-Jährigen wegen “psychischer Verhaltensstörungen” stationär behandeln ließen, waren es 2008 schon über 70.000 – ein Anstieg um mehr als 40 Prozent. Die Grundlage für psychische Erkrankungen im Kinder- bzw. Jugendalter wird in der frühesten Kindheit gelegt. Ein beträchtlicher Teil dieser Erkrankungen ist darauf zurückzuführen, dass Eltern sich oftmals überfordert oder verunsichert fühlen und ihre Kinder in vermeintlich positiver Absicht vor Aufgaben stellen, die nicht ihrem Alter entsprechen.

“Natürlich können, ja sollen Kinder schon in jungen Jahren an Fremdsprachen herangeführt werden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die ersten fünf Lebensjahre innerhalb der Bildungsbiographie eines Menschen besonders prägend sind. Dies bedeutet aber nicht, dass die Kleinen Englischvokabeln pauken und zu starren Zeiten einem Curriculum folgen sollen. Kinder sollten die Möglichkeit haben, ihre Lernzeit selbst wählen zu können und quasi nebenbei zu lernen. So könnten die ersten englischen Wörter zum Beispiel im Wald erlernt werden. Warum benötigt der Baum Wasser zum Wachsen und warum verliert er seine Blätter? Und das Wort Wasser ist dem englischen ‚water” ganz ähnlich, das habe ich nebenbei gelernt”, so Hasenfuß. Nicht die Menge oder die Exotik der Angebote sollten im Mittelpunkt frühpädagogischer Arbeit stehen, sondern die Art der Vermittlung und das individuelle Interesse der Kinder. Der Rest kommt von allein. Im Ergebnis lernen Kinder, dass die Welt auf viele Arten zu erklären ist, dass Bedeutungen miteinander geteilt und diskutiert werden können und dass die gemeinsame Erforschung der Bedeutung von Kindern mit Erwachsenen oder Kindern aufregend und bereichernd ist. Hasenfuß weiter: “Und eben dadurch eignen sich Kinder Kompetenzen an, die sie dazu befähigen, im späteren Leben zu bestehen. Es ist nicht die Menge an angehäuftem Wissen, auf die es ankommt, sondern auf die Fähigkeit, sich immer wieder neues Wissen anzueignen und dadurch Lösungen für Probleme zu finden. Für die sich derzeit etablierende Boom-Branche im Bereich der Frühpädagogik mag dies ernüchternd klingen. Den kleinen Forschern von morgen wird diese Erkenntnis jedoch zugute kommen – und sie heute beim Spielen einfach nur erfreuen.”

Der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe berät und unterstützt private Träger von Kindertageseinrichtungen. Ziel der Arbeit des Verbandes ist es nicht zuletzt, Bildungsorte zu schaffen, die Kindern ein liebevolles, zugewandtes und spielerisch-experimentelles Umfeld bieten. Hierbei nimmt die Elternarbeit einen zentralen Stellenwert ein. Kindergärten sollten nicht nur in der Lage sein, die richtigen Bildungsangebote für Kinder bereitzuhalten, sondern Eltern auch dabei unterstützen, passende und pädagogisch-sinnvolle Angebote für ihre Kinder zu finden.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Haiti: CARE verteilt Hilfsgüter zusammen mit Pfadfindern in Leogane

Donnerstag, 21. Januar 2010

14.000 Menschen mit Wasser und Hygiene-Paketen erreicht

Bonn/Port-au-Prince, 21. Januar 2010. „Auch in den Regionen außerhalb der Hauptstadt kommt die Hilfe an“, so Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. „Wir haben 14.000 Menschen mit Wasserreinigungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygiene-Artikeln und Wasserkanistern erreicht, nicht nur in Port-au-Prince sondern auch in den Städten Petionville und Leogane.“ Leogane sei eine der am stärksten betroffenen Städte. Vor allem Frauen stünden im Fokus der Verteilungen, da sie am stärksten betroffen seien.

„Die CARE-Verteilungen laufen friedlich und geordnet ab“ so Markmiller. „CARE arbeitet seit mehr als 50 Jahren in Haiti und ist fest in der Bevölkerung verankert. So führen wir gemeinsam mit den Pfadfindern und dem Bürgermeister in Leogane die Verteilungen durch.“ Die Pfadfinder und Stadtverwaltung von Leogane seien dabei auf CARE zugekommen und hätten aktiv an der Planung und Durchführung der Verteilung teilgenommen. „Nur durch diese Zusammenarbeit von CARE und der lokalen Bevölkerung können wir sichere Nothilfe leisten“, erklärt Markmiller, der in den achtziger Jahren selbst Bundesvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) war. Die Pfadfinder in Leogane hätten vor allem die verwundeten und älteren Menschen dabei unterstützt, zur Verteilstelle zu kommen und die Hilfsgüter nach Hause zu tragen.

Mit Tanklastwagen und fünf installierten faltbaren Wassertanks versorgt CARE 8.500 Menschen täglich mit frischem Wasser. Die CARE-Mitarbeiter haben 1.500 klappbare Wasserkanister und 1.200 Hygiene-Pakete mit Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Waschmittel, Handtüchern, Toilettenpapier und Hygienetüchern verteilt. Weitere 5.000 Matratzen werden bis Ende der Woche ausgegeben. „Wir haben ein starkes Team vor Ort, darunter drei Logistiker,  die die schnelle und effektive Verladung und Verteilung unserer Hilfsgüter sicherstellen“, so Markmiller.

Das starke Nachbeben, das gestern Haiti erschütterte, haben alle Kollegen in Port-au-Prince sicher überstanden. „Ich mache mir jedoch große Sorgen um die Menschen in Haiti, die völlig unter Schock stehen“, so Markmiller. „Die Menschen haben Angst, sie sind in Panik. Man kann nur erahnen, was sie derzeit durchmachen müssen“, so Markmiller.

CARE ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft (ADH), dem Zusammenschluss renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam schnelle und effektive Hilfe zu leisten. CARE ruft im Verbund mit ADH zu Spenden auf das gemeinsame Spendenkonto auf:

Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Onlinespenden: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Quelle: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

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HerzensKinder e.V. – Verein zur Heilung herzkranker Kinder in Marokko

Mittwoch, 20. Januar 2010

Berlins Ex-Bürgermeister Schütz übernimmt Vorsitz des Vereins

Bereits seit einigen Jahren betreut Dr. Behzad Nashat die Ärmsten der Armen in kleinen Dörfern in Marokko und in von Erdbeben heimgesuchten Gebieten. Während seiner zahlreichen Aufenthalte in Marokko entwickelte Nashat mit der Herzklinik „Les Bonnes Ouvres Du Coeur“ in Casablanca eine deutsch-marokkanische Kooperation, um bedürftige Kinder mit Herzerkrankungen medizinisch versorgen zu können. Auf Nashats Initiative gründeten Prof. Dr. Felix Berger, Chefarzt der Kinderkardiologie am Deutschen Herzzentrum und der Charité, sowie der Kinderherzchirurg Dr. Michael Hübler im November 2006 den Verein HerzensKinder e.V., deren Vorsitz der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Dr. Klaus Schütz, übernommen hat.

Mit der Initiative des Vereins wird erreicht, dass fachlich hoch qualifizierte deutsche Ärzte ihr Wissen und Können an regionale Chirurgen der Herzklinik Casablanca weitergeben können. Im Gegenzug operiert die Klinik unentgeltlich herzkranke Kinder, die aufgrund der finanziellen Situation ihrer Familien andernfalls keine Überlebenschance hätten. Vor allem fachlichen Erfahrungsaustausch zwischen deutschen Spezialisten und dem medizinischen Fachpersonal in Marokko als auch die Steigerung der Professionalität vor Ort hat sich der Verein zum Ziel gesetzt. Mit den Mitteln, die dem Verein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zufließen, werden vor allem die logistischen Kosten für die Reisen der Ärzte als auch der Transport von Kindern nach Deutschland finanziert. Dies ist notwendig, da derzeit die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen für die kostenfreie Unterstützung bei Operationen nicht gegeben sind. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der fachlichen und technischen Voraussetzungen speziell zur Behandlung von Säuglingen mit angeborenen Herzfehlern.

Die ersten Maßnahmen vor Ort startete ein erfahrenes Ärzteteam im Juni 2008. Selbst ortsansässige Hoteliers waren von der Idee, dass deutsche Ärzte einen Beitrag zur Rettung marokkanischer Kinder leisten wollen, so begeistert, dass sie den Ärzten kostenlos Unterkunft und Verpflegung bereitstellten. Die Nachricht, dass ein deutsches Ärzteteam kostenlos helfen wolle, verbreitete sich damals bei den betroffenen Eltern sehr schnell. Anstelle der sonst üblichen vier bis fünf Patienten pro Tag drängten sich bereits am ersten Tag 21 Kinderpatienten in dem kleinen Behandlungsraum. Nach einer gründlichen Echokardiographie wurden sechs Kinder im Alter von einem bis 18 Jahren behandelt. Ende September 2009 wurden ebenfalls vier Kinder mit dem Team der Klinik „Les Bonnes Ouvres Du Coeur“ operiert. Bereits Ende Januar 2010 begibt sich Dr. Michael Hübler zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Samira Hübler, ebenfalls Herzzentrum Berlin, sowie Dr. Behzad Nashat zu einer akut notwendigen Operation eines herzkranken Kindes in die marokkanische Klinik.

Dr. Bezhad Nashat trägt als Initiator der Gründung des Vereins HerzensKinder e.V. einen wichtigen Teil zum Erfolg des Projekts bei. Er schrieb die wundervolle Geschichte „Der kleine Vogel“, mit der sich der Leser auf die Spuren iranischer Sagen und Mythen begibt. Eine liebevolle Erzählung über Freundschaft und Miteinander. Die gesamten Überschüsse aus dem Verkauf seines Buches kommen dem Verein zugute. Nashat entstammt einer alten persischen Familie und lebt seit 40 Jahren in Berlin, wo er erfolgreich als Arzt und Therapeut tätig ist. „Es ist ein erfülltes Leben, wenn man durch sein Verhalten einen winzigen Teil vom eigenen, menschlichen Gedanken täglich in die Tat umsetzt. Mit dem Erwerb meines Buches hilft jeder, das Leid schwer kranker Kinder in Marokko zu lindern. Ich spende den Erlös von ganzem Herzen und voller Freude“, so der Autor.

Quelle: fair-NEWS.de

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Von wegen gesunde Landluft: Traktoren und Landmaschinen sämtlich ohne Rußfilter unterwegs

Mittwoch, 20. Januar 2010

Hersteller und Politik müssen handeln – für Klimaschutz und die Gesundheit der Landwirte

Die Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ fordert bei Land- sowie Forstmaschinen den serienmäßigen Einbau von Rußfiltern sowie eine Ausdehnung der steuerlichen Förderung der Nachrüstung auf land- und forstwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge. Landwirte sind gesundheitsgefährdenden Partikeln besonders stark ausgesetzt.

Anlässlich der Grünen Woche, der weltgrößten Landwirtschaftsmesse, kritisieren Umweltverbände, dass immer noch sämtliche neuen Land- und Forstwirtschaftsmaschinen ohne Rußfilter verkauft werden. Während der Großteil der Pkw-Diesel-Flotte nunmehr mit Rußfiltern ausgeliefert würde und für immer mehr Lkw und Busse Filtersysteme vorlägen, verunreinigten hingegen Traktoren, Mähdrescher und Holz-Erntemaschinen die Luft immer noch unnötig stark mit Rußpartikeln. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen eindeutig die Gesundheitsgefährdung insbesondere auch der Traktor fahrenden Landwirte und die Verschärfung des Klimawandels durch Dieselrußemissionen. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Forderungen von Agrarministerin Ilse Aigner nach mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft, müssten vor allem auch die klimaschädlichen Rußemissionen aus Landmaschinen drastisch reduziert werden.

Die Verbände fordern daher die Hersteller landwirtschaftlicher Fahrzeuge dazu auf, in alle Neufahrzeuge Filtersysteme einzubauen. Bereits ab 2012 werden die zulässigen EU-Partikelgrenzwerte erheblich abgesenkt. Jedoch könnten die Fahrzeuge diese Werte nur einhalten, wenn die nötigen Filtersysteme bis dahin für alle Fahrzeugtypen vorhanden seien. „Wir appellieren an die Hersteller, die dringend erforderlichen technischen Lösungen bereitzustellen, um eine zügige und vollständige Nachrüstung der Nutzfahrzeuge sicherzustellen“, so Ulrike Bickel, stellvertretende Leiterin Verkehr der Deutschen Umwelthilfe.

Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte sieht auch die Politik in der Verantwortung: „Die Bundesregierung müsse die Zulassung entsprechender Filtersysteme vorantreiben und die geplante Förderung für die Nachrüstung von Rußfiltern bei leichten Nutzfahrzeugen auch auf Land- und Forstmaschinen ausdehnen. Es reicht nicht aus nur auf die Neufahrzeuge zu setzen. Aufgrund jährlicher Neubeschaffungen nur im unteren einstelligen Prozentbereich dauert es einfach viel zu lange, bis die bestehende Traktorenflotte erneuert ist.“ Diese Fahrzeuge seien über einen langen Zeitraum und dazu oftmals in ökologisch sensiblen Räumen im Einsatz, so dass sich für viele Modelle eine Nachrüstung lohne. Auch die Kommunen könnten dem Rußfilter im Bereich der Land- und Forstmaschinen zum Durchbruch verhelfen. „Städte und Gemeinden sollten Lohnunternehmer und Landwirte bei kommunalen Aufträgen dazu verpflichten, ihre Fahrzeuge mit Filter auszurüsten, so wie es die Schweizer Luftreinhalteverordnung bereits seit 2002 vorschreibt“, so Oeliger.

Dr. Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND, unterstreicht die Notwendigkeit, die Bauern vor den gefährlichen Rußpartikeln zu schützen:
„Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist bei den Bauern wegen der erhöhten Ruß-Emissionen an ihrem Arbeitsplatz um bis zu sechsmal höher als im Durchschnitt der Bevölkerung.“ Dies habe eine Untersuchung des Helmholtz-Zentrums München bereits vor Jahren gezeigt.
Er forderte, die Bundesregierung sollte zusammen mit der EU-Kommission in Brüssel eine Lösung für die Nachrüstung der Traktoren mit Rußfiltern ausarbeiten.

Ähnlich wie bei Baumaschinen sei die Schweiz auch bei Landmaschinen in Sachen Luftreinhaltung weiter. Prüfstandmessungen hätten eine sehr hohe Wirksamkeit der Partikelfilter auch bei Traktoren gezeigt. So würden über 99 Prozent der vom Motor ausgestoßenen Partikel zurückgehalten.
Mit Filtern ausgerüstete Traktoren funktionierten bisher ohne größere Störungen. Auf die Nachrüstung gewähren verschiedene Kantone auch Zuschüsse von umgerechnet bis zu 2700 Euro.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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