Archiv für April 2010

CIVIS Online Preis 2010 / www.netz-gegen-nazis.de ausgezeichnet!

Freitag, 30. April 2010

Der Webauftritt “Netz gegen Nazis – mit Rat und Tat gegen Rechtsextremismus” der Amadeu Antonio Stiftung wird am kommenden Donnerstag in Berlin mit dem neuen Europäischen CIVIS Online Preis ausgezeichnet. Preisträgerin ist die für das Webangebot verantwortliche Journalistin Simone Rafael. Der CIVIS Online Preis prämiert journalistische Webangebote zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt aus, die webgerecht grafisch und multimedial aufbereitet sind. Alle gestalterischen Formen waren zulässig. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

www.netz-gegen-nazis.de bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und vermittelt grundlegendes Wissen zum Thema. Netz-gegen-Nazis demontiert rechtsextreme, rassistische und antisemitische Ideologieansätze sowie damit verbundene Argumentationen. Das Webangebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem Umfeld mit Neonazis in Berührung kommen. Ein Serviceteil mit praktischen Alltagstipps und Anbindung an soziale Netzwerke ergänzen die Webseiten. Diese bieten nach Ansicht der Preisjury dem Nutzer “Vernetzung und Solidarität – sie bieten Schutz. Sachlich und in seriöser Form”.

Zum Europäischen CIVIS Online Preis 2010 waren zwei weitere Internetauftritte nominiert: www.metropolistv.nl – “50 Reporter rund um die Welt zu einem Thema” des niederländischen VPRO TV, und www.qantara.de – “Dialog mit der islamischen Welt” – der Deutschen Welle und Partner.

Der CIVIS Online Preis wird am 22. April 2010 um 17 Uhr im Europäischen Haus in Berlin verliehen. Die Vorsitzende des Kuratoriums der CIVIS Medienstiftung, WDR Intendantin Monika Piel, wird die Veranstaltung eröffnen. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Dr. Silvana Koch-Mehrin, hält die Laudatio und überreicht den Preis. Die Preisverleihung findet auf Einladung der CIVIS Medienstiftung und des Informationsbüros des Europäischen Parlaments für Deutschland im Europäischen Haus statt.

CIVIS – Europas Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt zeichnet Programmleistungen in Radio, Fernsehen und Internet aus, die besonders geeignet sind, das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster nationaler, ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft zu fördern. Der Europäische CIVIS Medienpreis wird von der CIVIS Medienstiftung veranstaltet.

CIVIS Partner in Europa

Der Europäische CIVIS Medienpreis wird von der Arbeitsgemeinschaft der Landesrundfunkanstalten in Deutschland (ARD), vertreten durch den Westdeutschen Rundfunk, gemeinsam mit der Freudenberg Stiftung ausgeschrieben. Das Zweite Deutsche Fernsehen, der Österreichische Rundfunk, die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, das Slowenische Radio und Fernsehen, der ARD/ZDF Ereignis- und Dokumentationskanal PHOENIX, der deutsch-französische Kulturkanal ARTE, die Deutsche Welle, 3sat und die Europäische Rundfunkunion sind Medienpartner.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), das Europäische Parlament, die Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), die WDR mediagroup, die Bavaria Film und die Bavaria Fernsehproduktion sind Kooperationspartner.

Weitere Informationen unter www.civismedia.eu

Quelle: Offenes-Presseportal

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ROG unterstützt Appell an Bundesjustizministerin: “Stopp der Vorratsdatenspeicherung”

Freitag, 30. April 2010

Reporter ohne Grenzen (ROG) hat einen gemeinsamen Appell von 48 Organisationen und Verbänden gegen die mögliche Wiedereinführung eines Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung unterschrieben: In einem Brief an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger rufen die Unterzeichner die Politikerin dazu auf, “sich grundsätzlich von der Forderung nach einer neuerlichen umfassenden und verdachtsunabhängigen Speicherung von Telekommunikationsdaten zu distanzieren.”

Zugleich appellieren die Organisationen, darunter Bürgerrechts-, Datenschutz- und Menschenrechtsorganisationen, an die Ministerin, “sich auf europäischer Ebene klar für eine Abschaffung der EU-Mindestvorgaben zur Vorratsdatenspeicherung einzusetzen”. Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung setze vertrauliche Tätigkeiten und Kontakte etwa zu Journalisten und Beratungsstellen dem ständigen Risiko eines Bekanntwerdens durch Datenpannen und -missbrauch aus, begründen die Unterzeichner Ihren Protest gegen die Vorschrift zur Speicherung aller Verbindungsdaten der vergangenen sechs Monate. Die Kommunikationsfreiheit werde unzumutbar behindert.

In seiner Entscheidung vom 2. März 2010 erklärte das Bundesverfassungsgericht das seit 2008 gültige deutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig und nichtig. Es droht allerdings die Wiedereinführung einer ähnlichen Regelung, denn die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist auch nach dem Urteil weiterhin in Kraft.

Die europäischen Bestimmungen aus dem Jahr 2006 sehen eine Verpflichtung für Telekommunikationsunternehmen vor, Verbindungsdaten ihrer Kunden auf Vorrat zu speichern. Zur verbesserten Strafverfolgung soll nachvollziehbar sein, wer mit wem in den vergangenen sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Kontakt gestanden hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. In Verbindung mit anderen Informationen soll zudem die Nutzung des Internet nachvollziehbar sein. Bislang hat sich die Bundesjustizministerin als Vertreterin Deutschlands im EU-Rat noch nicht klar für ein Ende des EU-Speicherzwangs eingesetzt.

ROG hatte das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Aufhebung des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung begrüßt und gefordert, dass die Regelung auch auf EU-Ebene neu überprüft werden müsse. Aus Sicht von ROG gefährdet die Richtlinie die Vertraulichkeit der Kommunikation zwischen Journalisten und Informanten. Die EU-Vorschrift “untergräbt den Schutz journalistischer Quellen und beschädigt damit die Pressefreiheit im Kern”, heißt es hierzu in dem Schreiben an Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Lesen Sie hier den vollständigen Brief an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vom 19. April 2010: http://bit.ly/btQeM1

Quelle: Offenes-Presseportal

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Tag des Versuchstieres: Bremer Primatenversuche und EU-Richtlinie im Brennpunkt

Freitag, 30. April 2010

Zum Internationalen Tag des Versuchstiers am 24. April ruft der Tierschutzverein Bremen gemeinsam mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, alle deutschen und europäischen Politiker auf, sich für den Schutz von Versuchstieren stark zu machen. Denn der aktuelle Kompromisstext der neuen EU-Versuchstierrichtlinie ist bisher völlig unzureichend. Hohe Erwartungen setzen beide Vereinigungen auch in den Verlauf des am 22. April beginnenden Gerichtsverfahrens zu den umstrittenen Affenversuchen an der Universität Bremen.

Viel steht am 22. April für die Versuchstiere in Deutschland und besonders für die Affen des Bremer Hirnforschers Andreas Kreiter auf dem Spiel. An diesem Tag beginnt vor dem Bremer Verwaltungsgericht ein Verfahren, in dem Kreiter eine Genehmigung zu Tierversuchen einklagen will, die ihm die zuständige Bremer Gesundheitsbehörde verweigerte. Diese befand die Versuche für ethisch nicht vertretbar. In einem Eilverfahren wird am selben Tag auch darüber entschieden, ob Kreiter bis zum Ende des Verfahrens mit seinen Versuchen fortfahren darf. Zuletzt hat Kreiter mit Verweis auf entfallende Fördergelder und bedrohte wissenschaftliche Karrieren die vorläufige Fortsetzung seiner Affenquälerei erstritten. „Ich hoffe, dass nun die Ethik im Vordergrund steht und das Tierschutzgesetz sowie das Staatsziel Tierschutz voll zum Tragen kommen“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Tierschutzvereins Bremen und Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Gleichzeitig begrüßt er die Zusage des Senats bei einer negativen Entscheidung zu Lasten der Bremer Affen, die obersten Gerichte, anzurufen.

Darüber hinaus wird dieses Jahr die neue EU-Versuchstierrichtlinie verabschiedet, deren Bestimmungen die Bundesregierung anschließend durch Änderung des Tierschutzgesetzes in nationales Recht umsetzen muss. Die Verhandlungen auf EU-Ebene sind weit fortgeschritten und das Ergebnis ist schockierend. „Das vorgesehene lasche Genehmigungsverfahren für Tierversuche ist ebenso inakzeptabel wie der Vorschlag, dass Mitgliedstaaten neuerdings keine besseren nationalen Regelungen mehr fassen können als die Mindestanforderungen der Europäischen Union“, kritisiert Apel. Der Tierschutzverein Bremen und der Deutsche Tierschutzbund verlangen, dass hier noch nachgebessert wird, und fordern mit der neuen Kampagne „Entwürdigt. Entstellt. Entsorgt. Tiere in Versuchen“ (www.tierversuchsprotest.de) die Bundesregierung auf, dem Tierschutz bei der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht voll Rechnung zu tragen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Seeadler in Brandenburg wieder unterwegs

Freitag, 30. April 2010

NABU Paten ermöglichen einzigartiges GPS-Projekt

Am 12. April startete ein deutschlandweit einmaliges Projekt: Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), die AG Greifvogelschutz des NABU Berlin, der Verein Aquila e. V., die Weltarbeitsgruppe für Greifvögel und Eulen (WAG) und die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin (FU Berlin) bestückten einen deutschen Seeadlerpflegling mit einem GPS-Sender. Finanziert wird der solarbetriebenen Sender durch die NABU Adlerpaten (weitere Informationen unter www.nabu.de). Auch die WAG beteiligt sich finanziell an diesem Projekt.

Das ca. vier Jahre alte Seeadlermännchen wurde im Dezember 2009 mit einer Schulterfraktur im südlichen Brandenburg aufgefunden und in die Kleintierklinik der FU Berlin gebracht. Dort konnte die Schulter von der Tierärztin und Greifvogelexpertin Dr. Kerstin Müller erfolgreich operiert werden. Ab Mitte Februar 2010 wurde der Vogel in der Greifvogelstation Woblitz des Vereins Aquila e. V. gepflegt.

Der Vogel kam am 12. April, ausgestattet mit dem GPS-Sender, in die Oppelhainer Greifvogelstation im südlichen Brandenburg und wurde vom dortigen Team um Uwe Albrecht über 48 Stunden beobachtet. Sie entließen den Adler am 14. April im NABU Naturparadies Grünhaus, in der Nähe des ursprünglichen Fundortes, erfolgreich in die Freiheit.

“Diese langlebigen Sender liefern mehrfach am Tag Daten”, so Rainer Altenkamp, Leiter der AG Greifvogelschutz des NABU Berlin, “und das bis auf einige Meter genau.” Das ist auch wichtig: In Deutschland leben aktuell etwa 550 Seeadlerpaare. Unfälle und Bleivergiftungen führen erheblichen Bestandsverlusten!

Fast jeder Seeadler, der in Deutschland verletzt aufgefunden wird, wird in die Kleintierklinik der FU Berlin gebracht. Das sind jedes Jahr rund
15 bis 30 Tiere. Die Sterblichkeitsrate liegt wegen der Schwere der Verletzungen und Erkrankungen bei 70 bis 75 %, davon sterben rund 30 % an einer Bleivergiftung. Bei erfolgreich verlaufender Behandlung werden die Patienten von Aquila e. V. und der NABU AG Greifvogelschutz gepflegt und wieder ausgewildert. Daten über die Überlebenschance nach der Freilassung dieser Tiere sind allerdings kaum vorhanden. Die Greifvogelexperten beringen diese Vögel zwar, Wiederfunde sind jedoch naturgemäß sehr selten.

“Durch dieses Projekt können wir endlich besser überprüfen, wie erfolgreich die Rehabilitation und Auswilderung speziell der Seeadler verläuft und ob sich die Tiere erfolgreich in die Wildpopulationen eingliedern. Wenn sich alles so entwickelt wie wir hoffen, können wir vielleicht sogar verfolgen, wie sich der Adler als Brutvogel etabliert.”
so Altenkamp. Diese Informationen sind für den Schutz und Erhalt der streng geschützten Seeadler enorm wichtig.

Dem Seeadlermännchen ist zu wünschen, dass er lange lebt und in ca. zwei Jahren eine Partnerin findet und eine Familie gründet. Wir bleiben auf Sendung!

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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Deutschlands beste Lehrer gesucht: Jetzt noch bis zum 17. Mai beim “Deutschen Lehrerpreis” mitmachen

Mittwoch, 28. April 2010

Anmeldefrist um drei Wochen verlängert / Schüler nominieren “ihre besten Lehrer”; Lehrkräfte bewerben sich mit zukunftsweisenden Unterrichts-Projekten / Unter allen eingereichten Schüler-Vorschlägen werden tolle Preise verlost / Videos rund um den Wettbewerb im neuen YouTube-Channel / Alle Informationen im Internet unter www.lehrerpreis.de

Der bundesweite Wettbewerb “Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ” (www.lehrerpreis.de) geht in seine heiße Phase: Noch bis zum 17. Mai haben Schülerinnen und Schüler der laufenden Abschlussklassen die Möglichkeit, ihre Lehrer zu nominieren, die sie als besonders engagiert erlebt haben. In der zweiten Kategorie können sich Lehrer aus dem Sekundarbereich mit zukunftsweisenden und innovativen Unterrichtsmodellen bewerben.

Wer seinen “besten Lehrer” nominiert, darf sich über tolle Preise freuen: Unter allen vollständig eingereichten Vorschlägen der Schüler verlosen die Initiatoren des Wettbewerbs, die Vodafone Stiftung Deutschland und der Deutsche Philologenverband, zweimal ein exklusives Starter-Paket mit Netbook, Internet-Stick sowie einem Bücher-Gutschein. Für die drei besten Unterrichtsideen werden 5.000 Euro, 3.000 Euro und 2.000 Euro ausgelobt. Darüber hinaus gibt es drei Sonderpreise, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind.

Wer mehr über den “Deutschen Lehrerpreis” erfahren möchte, sollte einen Blick in den neuen YouTube-Channel des Wettbewerbs werfen: www.youtube.com/user/Lehrerpreis10. Dort finden sich unter anderem viele Videos von der Preisverleihung des vergangenen Jahres sowie den Wettbewerbs-Teilnehmern. Alle weiteren Informationen zur Teilnahme und Anmeldung finden Interessierte im Internet unter www.lehrerpreis.de. Die diesjährige feierliche Prämierung von Deutschlands besten Lehrern findet im November in Berlin statt.

Quelle: Offenes-Presseportal

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VIER PFOTEN fordert gesetzliches Käfigverbot für Kaninchen

Mittwoch, 28. April 2010

Dem guten Beispiel Österreichs folgen!

18 Millionen Kaninchen leiden hierzulande in Käfigbatterien. Dies ist mangels gesetzlicher Regelungen für Kaninchenhaltung leider sogar legal. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, Käfige zu verbieten und eine tiergerechte Haltung endlich gesetzlich zu regeln.

Inzwischen leiden die Kaninchen weiter: In Käfigen zusammengepfercht beginnen sie in der 90-tägigen Käfighaft, sich gegenseitig die Ohren anzufressen. Starke Ammoniakdämpfe verursachen schwere Augenentzündungen, die bis zur Blindheit führen, und der Drahtgitterboden verletzt die empfindlichen Pfoten. Ein Tier hat weniger Platz als eine DIN A4-Seite. Elterntiere leiden ihr ganzes Leben in Einzelhaft. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Jungen zu “produzieren”, die anschließend in die Mast kommen.

Kaninchen brauchen Platz, viel Auslauf und ausreichend Möglichkeiten zum Rückzug, zum Graben und zur Beschäftigung. Die bewegungsfreudigen Tiere sind sehr sozial und leben in engen Familienverbänden. In der Käfighaltung können Kaninchen ihr natürliches Verhalten nicht ausleben. Die Folgen sind Krankheiten und Verhaltensstörungen bis hin zum Kannibalismus. Fast immer finden Medikamente – allen voran Antibiotika – regelmäßig Verwendung in den Käfigbatterien.

Weder in Deutschland noch auf EU-Ebene gibt es gesetzliche Vorgaben zur Haltung von Mastkaninchen. Über einen Entwurf des Ständigen Ausschusses des Europarates wird seit über zehn Jahren diskutiert – bislang ohne Ergebnis. Nun denkt man in Deutschland über so genannte ausgestaltete Käfige für Kaninchen nach. “Genauso wie bei den Hennen versucht die Käfiglobby, durch eine Hintertür an den Käfigen festzuhalten. Selbst wenn ein Käfig größer oder mit Alibieinrichtung ausgestattet ist, bleibt er ein Käfig, und das kann niemals tiergerechte Haltung sein”, erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN: “Tiergerecht ist nur eine Freilandhaltung, bei der die Tiere ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgehen können. Dies ist in keiner Käfighaltung der Fall.”

Ein Schritt in die richtige Richtung ist die Bodenhaltung, für die es bereits wirtschaftlich funktionierende Praxisbeispiele gibt.

“Es ist höchste Zeit, dass Deutschland dem Beispiel Österreichs folgt und Käfighaltung für Kaninchen endlich verbietet”, so Stadler weiter. “Bundesministerin Aigner soll nicht länger auf EU-Vorgaben warten, sondern jetzt die Kaninchen vor millionenfachem Leid im Käfig bewahren.”

Quelle: Offenes-Presseportal

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VIER PFOTEN gibt Tipps zur Freilandhaltung von Meerschweinchen und Kaninchen im Frühjahr und Sommer

Mittwoch, 28. April 2010

Es ist bald an der Zeit, Kaninchen und Meerschweinchen “an die frische Luft zu setzen”. Außengehege müssen überholt oder neu gebaut werden, der Standort wohl gewählt sein. VIER PFOTEN gibt hierfür Anleitungen.

Der Frühling hält Einzug. Mit den steigenden Temperaturen beginnt nun die richtige Zeit, sich der Freigehege zu widmen. “Damit Ihre kleinen Vierbeiner sich draußen wohl fühlen können, gilt es, mehrere notwendige Punkte zu beachten,” rät Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. So ist unter anderem die Größe des Geheges ausschlaggebend für das Wohlbefinden der Tiere. “Planen Sie für zwei bis drei Kaninchen eine Grundfläche von mindestens sechs bis zehn Quadratmetern ein”, so Thiesmann. “Zwei bis vier Meerschweinchen können gut und gern ein Areal von vier bis acht Quadratmetern in Anspruch nehmen.”

Das Gehege für die Meerschweinchen und Kaninchen muss sowohl von allen Seiten als auch von unten und oben gesichert sein. Dies beugt dem Ausbrechen der Kaninchen und dem Einbrechen von Raubtieren wie Ratten, Mardern und Greifvögeln vor. Abgesehen von der Sicherung darf der Auslaufbereich abwechslungsreich gestaltet werden. Birgitt Thiesmann empfiehlt: “Bieten Sie den Tieren Versteckmöglichkeiten, Schutzhütten, Plätze zum Graben sowie ausreichend Äste und Zweige zum Benagen. Kork- und Steinröhren, Sträucher und große Wurzeln erweisen nützliche Dienste.”

Für die Gaumenfreude der Tierchen sorgt eine schöne Wildwiese mit verträglichen Kräutern und Gräsern. “Löwengras, Wiesengras und Wiesenkräuter für die Meerschweinchen, Löwenzahn, ein wenig Kleegras, Bärlauch und Kamille für die Kaninchen,” nennt Birgitt Thiesmann als Beispiele und fügt hinzu: “Heu gehört grundsätzlich zum Speiseplan der Kaninchen und Meerschweinchen und kann stets in Raufen im Freilaufbereich angeboten werden.” Last but not least: “Vergessen Sie nicht, immer frisches Wasser bereit zu stellen.”

Birgitt Thiesmann rät: “Wenn das Freigehege nun errichtet, für sonnige und schattige Plätze gesorgt, Zugluft ausgeschlossen wurde und die Tiere auf dem Boden keine nassen Füßchen bekommen können, so gönnen sie den Tieren trotzdem erst ab Mitte Mai bzw. frühestens dann, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist das Leben in der freien Natur. Nutzen Sie jetzt die Zeit, Hoppel und Co. mit einer vorsichtigen Futterumstellung an das neue Nahrungsangebot zu gewöhnen und lassen Sie Ihre Kaninchen gegen die tödliche Myxamatose und die gefährliche Chinaseuche impfen, sofern dies noch nicht geschehen sein sollte.”

Quelle: Offenes-Presseportal

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“Best of the Blogs”: Iranische Bloggerin Zhila Bani Jaghob gewinnt “Reporter ohne Grenzen Award”

Mittwoch, 28. April 2010

Für ihr Blog “Wir sind Journalisten” erhält die iranische Bloggerin, Journalistin und Frauenrechtlerin Zhila Bani Jaghob den “Reporter ohne Grenzen Award”. Mit dem Preis zeichnen die Deutsche Welle (DW) und Reporter ohne Grenzen (ROG) Blogs aus, die in besonderer Weise die Meinungsfreiheit fördern und die Bedeutung dieses Menschenrechts hervorheben.

Der “Reporter ohne Grenzen Award” ist eine von insgesamt 17 Preiskategorien des internationalen Blog-Wettbewerbs der Deutschen Welle “Best Of The Blogs (BOBs)”, der bereits zum sechsten Mal stattfindet. Die Namen der Gewinnerinnen und Gewinner wurden am 15. April abends bei der Blogger-Konferenz “re:publica” in Berlin bekannt gegeben.

“Zhila Bani Jaghobs persischsprachiger Blog enthält aktuelle Informationen zur Lage im Iran und greift insbesondere soziale und frauenspezifische Themen auf. Zhila ist in ihrer Heimat eine Vorkämpferin für die Meinungsfreiheit”, so Lucie Morillon, Leiterin des ROG-Referates “Neue Medien” und Jurymitglied bei den BOBs, zur Preisentscheidung.

“Zhila und ihre Angehörigen mussten einen schweren Tribut für ihr Engagement zahlen. Unsere Organisation ist stolz, ihr diesen Preis zuerkennen zu dürfen und stellvertretend allen iranischen Bloggern und Journalisten, die in den vergangenen Monaten festgenommen, inhaftiert oder zur Flucht gezwungen wurden, Ehre zu erweisen”, so Morillon.

Zhila Bani Jaghob gehört zu den ersten unabhängigen Reporterinnen im Iran. Seit Beginn ihrer journalistischen Karriere Anfang der 90er Jahre hat die Journalistin und Bloggerin zahlreiche umstrittene Themen aufgegriffen und nahm dafür Repressionen und Gefängnisstrafen in Kauf. So berichtete Bani Jaghob unter anderem über den Mord an iranischen Intellektuellen durch Sicherheitskräfte, Selbstmord unter Jugendlichen oder die Verbreitung von AIDS. Immer wieder widmet sich die Journalistin in ihren Texten daneben frauenspezifischen Fragen und Problemen wie der Schulbildung von Mädchen, frauendiskriminierenden Gesetzen und Prostitution.

Zhila Bani Jaghob, die rund 4000 Reportagen veröffentlicht hat, arbeitete lange Zeit vor allem für reformorientierte Zeitungen. Die meisten von ihnen sind mittlerweile geschlossen. Das Internet ist für Bani Jaghob deswegen mittlerweile die wichtigste Plattform, um die iranische und internationale Öffentlichkeit über die Geschehnisse in ihrem Land zu informieren. Der Zugang zu ihrem Blog “Wir sind Journalisten” (http://www.zhila.org/spip.php?article217) ist im Iran gesperrt, aber über Proxies weiterhin erreichbar.

Die Kehrseite ihrer engagierten Arbeit sind zahlreiche Verhöre durch Sicherheitskräfte und mehrere Festnahmen und Inhaftierungen. Zuletzt wurde Baniyghoob gemeinsam mit ihrem Mann, dem Journalisten Bahaman Ahamadi und rund 20 weiteren Journalisten am 20. Juni nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Teheran festgenommen. Die Feministin wurde am 24. August wieder frei gelassen, aber ihr Ehemann ist wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen weiterhin inhaftiert.

Neben dem “Reporter ohne Grenzen Award” werden bei den BOBs unter anderem Preise in den Kategorien “Best Videoblog”, “Best Podcast” oder in der Rubrik “Blogwurst Award” für das schrägste und ausgefallenste Blog vergeben. Zusätzlich gibt es in diesem Jahr eine spezielle Auszeichnung für das beste Blog zum Thema Klimawandel.

Die BOBs-Preisverleihung findet am 22. Juni 2010 im Rahmen des “Global Media Forums” der Deutschen Welle in Bonn statt.

Quelle: Offenes-Presseportal

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NABU legt Grundsatzprogramm zum Vogelschutz in Deutschland vor

Mittwoch, 28. April 2010

Miller: Vögel sind wichtige Gradmesser für Umweltveränderungen

Der NABU hat im Jubiläumsjahr anlässlich seines 111. Geburtstages erstmals ein umfassendes Grundsatzprogramm für den Vogelschutz herausgegeben. Die 60-seitige Broschüre befasst sich mit allen Bereichen des Vogelschutzes und spiegelt die NABU-Positionen dazu wider- von Maßnahmen zum Schutz der heimischen Vogelwelt im internationalen Zusammenhang wie dem Zugvogelschutz, über den alarmierenden Artenschwund in der Kulturlandschaft, bis hin zum Umgang mit Vogelarten, deren Lebensweise für Konfliktstoff sorgt, wie Stadttauben, Rabenvögeln oder dem vom NABU zum Vogel des Jahres 2010 gewählten Kormoran.

„Vogelschutz ist weit mehr als Winterfütterung und Nistkastenbau. Vögel sind hervorragende Indikatoren für Umweltveränderungen. Wenn Vögel aus unserer Landschaft verschwinden, ist das ein Alarmsignal. Heute lassen uns Vögel die negativen Folgen von Klimaveränderungen oder der intensiven Landwirtschaft erkennen. Vogelschutz ist Lebensraumschutz“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Das Grundsatzprogramm richtet sich vor allem an politische Entscheidungsträger. Es zeigt auf, welche konkreten Maßnahmen und politische Rahmenbedingungen notwendig sind, um über den Vogelschutz Fortschritte im Natur- und Umweltschutz insgesamt zu erzielen. Diese reichen von der Schaffung und Erhaltung notwendiger Schutzgebiete, über die Biotoppflege in der Kulturlandschaft, bis hin zu gesetzlichen Regelungen für Naturschutzmaßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft.
Aber auch jeder Einzelne findet konkrete Hinweise darauf, wie sich Naturnähe und Artenvielfalt etwa rund um Haus und Garten mit oftmals einfachen Mitteln erreichen lassen, welche Arten besonders gefährdet sind oder auch wie Freizeitsport und Vogelschutz in Einklang zu bringen sind.

Zu den Forderungen des NABU zählt auch, die Ornithologie und den Arten- und Lebensraumschutz wieder stärker in die Lehrpläne an Schulen und Universitäten zu verankern. Die Bundesländer müssten hierfür mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. „Wir beobachten, dass die Ornithologie als Lehr- und Lernthema immer stiefmütterlicher behandelt wird. Hier geht sinn- und emotionsnahes Naturerleben und damit das Kennen von Arten immer mehr verloren“, so NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Der NABU kritisiert auch die Beschneidung des staatlichen Vogelschutzes. Die Vogelschutzwarten der Länder seien personell zumeist reduziert worden oder wie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen in anderen Behörden aufgegangen.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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BMF zu Auslandsspenden

Mittwoch, 28. April 2010

Mit der steuerlichen Abziehbarkeit von Spenden an gemeinnützige Organisationen im Ausland beschäftigt sich ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF).

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte in seinem Urteil vom 27. Januar 2009 entschieden, dass der Spendenabzug nicht auf inländische Organisationen beschränkt sein darf. Abzugsfähig müssen danach auch Spenden an andere gemeinnützige Organisationen in anderen EU-Ländern sein.

Das BMF hat nun bestätigt, dass diese Regelung bis zur Verkündung einer gesetzlichen Neuregelung auf alle noch nicht bestandskräftig veranlagten Fällen angewendet wird. Es weist aber darauf hin, dass das EuGH-Urteil ausschließlich Spenden in einen anderen Staat der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums betrifft.

Unklar ist immer noch, wie die Nachweise für die Berechtigung zum Spendenabzug aussehen sollen. Das soll in einem weiteren BMF-Schreiben geregelt werden.

Quelle: www.vereinsknowhow.de

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