Archiv für April 2010

Rücktritt des gesamten Vorstands ist nicht immer zulässig

Mittwoch, 28. April 2010

Der ehrenamtliche Vorstand eines Vereins kann grundsätzlich jederzeit zurücktreten. Der kollektive Rücktritt aller Vorstandsmitglieder kann aber rechtsmissbräuchlich sein. Das Registergericht kann dann die Eintragung verweigern.

Der ehrenamtlich tätige Vorstand kann sein Amt grundsätzlich jederzeit niederlegen. Die Niederlegung darf jedoch nicht zur “Unzeit” erfolgen, sondern sie muss dem Verein angemessene Zeit lassen, das freiwerdende Vorstandsamt neu zu besetzen. Eine solche “Unzeit” wird in der Regel dann angenommen, wenn durch die Amtsniederlegung die zur Vertretung des Vereins erforderlichen Vorstandsmitglieder nicht mehr vorhanden sind oder – wenn der Vorstand nur aus einer Person besteht – der Verein zeitweilig handlungsunfähig wird. Eine zur Unzeit erklärte Amtsniederlegung ist zwar wirksam, kann aber zu Schadenersatzansprüchen des Vereins gegen den Vorstands führen.

Etwas anders gilt, wenn die Niederlegung aus unredlichen oder gegen Treu und Glauben verstoßenden Gründen erklärt wurde.

Die Amtsniederlegung eines Vorstandsmitglieds ist eine einseitige Erklärung. Sie kann gegenüber der Mitgliederversammlung oder einem der übrigen Vorstandsmitglieder erklärt werden. Ist das nicht möglich, so z. B. außerhalb einer Mitgliederversammlung durch einen Einzelvorstand oder durch das letzte Vorstandsmitglied, muss ein Notvorstand gemäß § 29 BGB bestellt werden, gegenüber dem die Amtsniederlegung dann erklärt werden kann. In der Regel muss aber in diesen Fällen die Mitgliederversammlung einberufen werden, weil das Interesse des Vereins die schnellstmögliche Bestellung eines neuen Vorstandes erfordert. Ist eine Einberufung nicht möglich, sichert die Bestellung eines Notvorstandes die Handlungsfähigkeit des Vereins nach innen und außen.

Erklären die Mitglieder eines mehrgliedrigen Vorstand sich – außerhalb der Mitgliederversammlung -gegenseitig den Rücktritt, ist das in bestimmten Fällen rechtsmissbräuchlich und das Registergericht kann die Eintragung verweigern.
Zwar ergibt sich aus dem Fehlen eines gesetzlichen Vertreters durch die Amtsniederlegung allein noch kein Rechtsmissbrauch. Das gilt aber nicht, wenn das allein auf die gewählte Art und Weise der Amtsniederlegung durch die Vorstandsmitglieder zurückzuführen ist. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Satzung beim Rücktritt eines Vorstandsmitglieds die sofortige Einberufung einer Mitgliederversammlung vorsieht. Zudem ergibt sich beim Rücktritt des gesamten Vorstands die Situation, dass das Vorstandsmitglied, dass die Erklärung zuletzt abgibt, keinen amtierenden Vorstand mehr als Adressaten für sein Erklärung hat. Das auf die Weise zu umgehen, dass der Rücktritt laut Erklärung erst mit Eintragung ins Vereinsregister wirksam sein soll, ist im Fall eines solchen Rechtsmissbrauchs ebenfalls unzulässig. Das Registergericht kann dann die Eintragung verweigern.

Wollen die Vorstandsmitglieder ihr Amt kollektiv niederlegen müssen sie in diesem Fall eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Eine kollektiver Rücktritt aller vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder betrifft das Vereinsinteresse in erheblichem Maße und erfordert je nach den Satzungsregelungen zur Amtsniederlegung zwingend die Einberufung der Mitgliederversammlung.

OLG München, Urteil vom 6.04.2010, 31 Wx 170/09

Quelle: www.vereinsknowhow.de

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Welttag des Buches: Bücherbrücke ermöglicht 100.000 Kindern Zugang zu Bildung

Dienstag, 27. April 2010

Einladung zur Tag der offenen Brücke am Welttag des Buches

Mit Büchern Brücken bauen: Das ist das Motto eines globalen Projektes unter Federführung der Bücherbrücke. Am 23. April 2010, um 16:00 Uhr, fällt der Startschuss: An der Franconian International School in Erlangen werden Container mit englischen Büchern verladen – mit dem Ziel Mongolei. Drei weitere Bildungszentren für rund 100.000 Kinder entstehen dort in diesem Jahr – die einzige Chance dieser Kinder auf Bildung.

Die Bücherbrücke setzt sich für den Zugang zu Bildung in den ärmsten Regionen der Welt ein. Nach einen erfolgreichen Pilotprojekt im letzten Jahr werden bis 2014 mehr als 3 Millionen Kinder von der Vision eines weltweiten Bildungsgleichgewichts profitieren. Die Zusammenarbeit mit der Franconian International School (FIS) in Erlangen führt nun zur Auszeichnung durch Kanzlerin Angela Merkel.

Im vergangenen Jahr hat die Bücherbrücke erfolgreich ein Pilotprojekt in der Mongolei umgesetzt. In diesem Sommer entstehen drei weitere Bildungszentren, die neben dem Verleih von Kinder- und Jugendbüchern auch die Qualität von Bildung durch Lehrerschulungen verbessern. 100.000 Kinder erhalten dadurch einen Zugang zu Bildung. Bei der Finanzierung geht die Bücherbrücke mit dem Social Business-Gedanken von Prof. Muhammad Yunus neue Wege: durch ergänzende Kursangebote für lokale Unternehmen tragen sich die Zentren binnen kürzester Zeit selbst.

Am 23. April – Welttag des Buches – werden 45.000 Bücher in Containern feierlich auf ihre Reise in die ferne Mongolei geschickt. Über 300 Schülerinnen und Schüler der Franconian International School (FIS) in Erlangen haben dabei bei der Sammlung und Sortierung tatkräftig mitgewirkt. Grund genug für die Schule neben Kuehne + Nagel und der Klett Gruppe die Patenschaft für ein Bildungszentrum zu übernehmen. Die Verladung der Bücher wird ab 16 Uhr mit einer Musicalafführung und mongolischem Kulturmarkt feierlich umrahmt.

Für die nächsten Jahre hat sich die Bücherbrücke hohe Ziele gesteckt: auch die Mutterorganisation soll sich mit Brückendienstleistungen für Unternehmen langfristig selbst tragen. Spenden können damit bereits heute zu 97% in lokale Projekte weitergereicht werden. Das Modell überzeugt: Als soziale Investoren konnte die Bücherbrücke bislang namhafte Unternehmen wie die Klett Gruppe, Stiftungen und Privatpersonen begeistern. Bei der weiteren Expansion arbeitet die Bücherbrücke eng mit der Weltpfadfinderorganisation (WOSM) und dem Logistikkonzern Kuehne + Nagel zusammen.

Quelle: fair-NEWS.de

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NABU ruft zur großen Vogelzählung auf – Stunde der Gartenvögel vom 7. – 9. Mai

Dienstag, 27. April 2010

Erstmals alle Daten der letzten Jahre online im Überblick

Der NABU und sein bayerischer Partner, Landesbund für Vogelschutz (LBV), rufen vom 7. bis 9. Mai Naturfreunde in ganz Deutschland auf, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. Denn bei der „Stunde der Gartenvögel“ gilt das Prinzip der „Citizen Science“, einer Forschung für Jedermann: Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, die wichtige Daten über den Zustand der Umwelt, den Klimawandel und die Entwicklung der Artenvielfalt liefern können. Die „Stunde der Gartenvögel“ findet bereits zum sechsten Mal statt.

In den vergangenen Jahren ist auf diese Weise eine enorme Datenmenge zusammengekommen. Allein 2009 zählten über 45.000 Vogelfreunde rund eine Million Vögel. Eine Übersicht über alle bisher gesammelten Daten zeigen neue Karten auf www.stunde-der-gartenvoegel.de. Die Daten werden direkt nach der Eingabe übersichtlich dargestellt und können mit wenigen Klicks nach Vogelart, Bundesland oder Landkreis abgerufen und mit den Daten aus den vergangenen Jahren verglichen werden. Diagramme lassen auf einen Blick erkennen, wie es um die betreffende Vogelart am ausgesuchten Ort steht und wie sich ihr Bestand in der Vergangenheit entwickelt hat – vorausgesetzt es beteiligen sich in jedem Jahr möglichst viele Vogelfreunde aus ganz Deutschland an dieser Aktion.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 8. und 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115) oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Erstmals ist die Teilnahme an der Aktion auch über den mobilen NABU-Vogelführer möglich. Zu gewinnen gibt es auch in diesem Jahr attraktive Preise, darunter ein Apple iPod touch. Für Online-Melder gibt es zusätzlich 500 Blaumeisen-Handyklingeltöne von www.nature-rings.de zu gewinnen. Einsendeschluss ist der 17. Mai 2010.

Über die „Stunde der Gartenvögel“ und andere spannende Vogel-Themen berichtet auch „Die große Vogelschau im Deutschlandradio Kultur“ vom 3. bis 8. Mai täglich von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Täglich um 15.45 Uhr findet ein Hörergespräch mit einem NABU-Vogelkundler statt.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

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Gehörlose in Kabul lernen bei Shelter Now bald auch am Computer

Dienstag, 27. April 2010

Zentrum bietet Schulbildung und berufliches Training – Selbstwertgefühl steigt

In dem durch das internationale christliche Hilfswerk Shelter Now betriebenen Gehörlosenzentrum in Kabul starten demnächst Computerkurse. Gehörlose, die in Afghanistan bislang meist ignoriert und von ihren Familien versteckt wurden, erhalten in dem Zentrum seit fünf Jahren Schulunterricht und berufliches Training. Mit zehn Computern will Shelter Now das neue Kursangebot starten. “Wenn wir die Gehörlosen zu einer beruflichen Tätigkeit befähigen, können sie helfen, ihre Familien zu versorgen”, sagt der deutsche Shelter Now-Direktor Udo Stolte.

Das Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler steige schon nach wenigen Monaten Unterricht erkennbar an, so Stolte. Derzeit erhalten im “Sedeqat”-Zentrum 28 Gehörlose – 12 weibliche und 16 männliche – schulische und berufliche Bildung. Morgens wird Schulunterricht in zwei Klassen gegeben. Neben Lesen und Schreiben in der Landessprache Dari stehen Mathematik, Grammatik, Geschichte, Erdkunde und die afghanische Gebärdensprache auf dem Stundenplan. Dabei orientieren sich die Lehrkräfte an einem vom der afghanischen Regierung anerkannten Lehrplan für den Gehörlosen-Unterricht.

An den Nachmittagen erwerben die älteren Schülerinnen und Schüler berufliche Fertigkeiten. Die Männer üben beispielsweise Gärtnern, Fotografieren oder stellen Grußkarten her. Frauen trainieren Backen, Nähen oder das Frisörhandwerk. Das Lehrpersonal vermittelt den Gehörlosen auch die nötigen Kenntnisse, sich nach der Ausbildung als Kleinunternehmer selbständig zu machen.

“Mich beeindruckt die Würde, die diese Menschen – besonders die Frauen – ausstrahlen”, hebt Shelter Now-Direktor Udo Stolte hervor. “Die Lehrerinnen und Lehrer vermitteln ihnen: Sie sind wegen ihres Handicaps nicht weniger wert als jeder andere Mensch.” Für viele Gehörlose in Afghanistan sei dies eine neue Erfahrung. Der Erfolg des “Sedeqat”-Gehörlosenzentrums in Kabul hat sich herum gesprochen. Shelter Now liegt eine dringende Anfrage aus Zentralafghanistan vor, dort eine Einrichtung nach demselben Muster aufzubauen.

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit Koordinierungsbüro in Deutschland. Seit 1983 ist es in Pakistan unter dem Namen “Shelter Now International Pakistan” und seit 1988 in Afghanistan als “Shelter Now International Afghanistan” tätig. Der Name der Organisation in Deutschland lautet “Shelter Now Germany e.V.”. Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel bescheinigt.

Spendenkonto: Kontonummer 2523058, Norddeutsche Landesbank, BLZ 250 500 00

Quelle: Offenes-Presseportal

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China: Caritas-Partner starten Hilfe nach Erdbeben

Dienstag, 27. April 2010

Große Schäden in entlegenen Bergregionen / Internationales Caritas-Netzwerk sagt schnelle Hilfe zu

Nach dem schweren Erdbeben in Westchina mit mehreren Hundert Todesopfern und zehntausenden Verletzten und Vermissten hat das internationale Caritas-Netzwerk schnelle und unbürokratische Hilfe zugesagt. Mitarbeiter der chinesischen Partnerorganisation Jinde Charities bereiten die Entsendung eines Teams in das Katastrophengebiet vor, um die Schäden zu beurteilen und die Caritas-Hilfe zu koordinieren.

“Die größten Schäden hat das Beben in sehr entlegenen Bergregionen angerichtet”, sagt Frank Falkenburg, China-Experte bei Caritas international, “daher wird die Hilfe dort schwierig sein.” Zudem handelt es sich in dem betroffenen Gebiet Yushu um eine autonome tibetische Präfektur, die in unmittelbarer Nähe zur Provinz Tibet liegt und in die zivile Helfer nur unter Auflagen und mit Einschränkungen reisen dürfen.

Caritas international steht in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitern von Jinde Charities und internationalen Helfern vor Ort. “Für die jetzige Situation ist es sehr hilfreich”, so Falkenburg, “dass wir seit dem Erdbeben 2008 in der Nachbarprovinz Sichuan immer noch präsent sind und dort mit den chinesischen Partnern eng kooperieren.”

In Sichuan waren im Mai 2008 bei einem verheerenden Erdbeben etwa 87.000 Menschen getötet worden. Damals wurden Millionen Menschen obdachlos; Caritas international unterstützt dort nach wie vor den Wiederaufbau von Gebäuden und Infrastruktur und leistet psy-chosoziale Hilfe.

Hinweis: Frank Falkenburg, China-Experte bei Caritas international, steht für Interviews und Nachfragen zur Verfügung. Kontakt über 0761/200-515 (Stephan Günther)

Spenden mit Stichwort “Erdbebenhilfe China” werden erbeten:

- Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, – online unter: www.caritas-international.de – Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

- Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Ein tierischer Schnuppertag: Aufruf zum bundesweiten Aktionstag „Kollege Hund“ am 24. Juni 2010

Dienstag, 27. April 2010

Bereits zum dritten Mal sind Firmen, Behörden, Schulen und Einrichtungen aufgerufen, den „Kollegen Hund“ mit ins Team aufzunehmen. Für viele Tierfreunde wird es zunehmend schwieriger, die Hundehaltung mit dem Arbeitsleben zu vereinbaren. Dabei ist der Hund im Büro gut für Vierbeiner und für die Stimmung im Team. Das haben schon die vorhergehenden Aktionstage belegt. Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen Tierschutzvereine wollen den Tag auch dazu nutzen, zu mehr Toleranz gegenüber Vierbeinern und deren Haltern aufzurufen.

„Wir wissen, wie toll der Hund als Kollege motiviert und das Team stärkt. Der Hund ist eben ein treuer Partner für den Menschen, in allen Lebenslagen, auch der Arbeitswelt“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Mehr als 1.000 Firmen nahmen im Jahr 2009 teil.  In vielen Betrieben konnten gleich mehrere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch Chefs, ihre Hunde mit zur Arbeit bringen. Der tierische Schnuppertag soll Mitarbeitern und Hunden dazu dienen, ein mögliches Miteinander am Arbeitsplatz auszutesten. So können Firmen, bei denen Hunde bisher tabu waren, ihre Berührungsängste überwinden und Hundehalter dem Chef und den Kollegen – deren Einverständnis vorausgesetzt – einmal ihren tierischen Freund vorstellen. Schon bald merken dann auch die Skeptiker: Der Hund als Kollege wird zum unverzichtbaren Teammitglied. Auch gesundheitlich profitieren Menschen von der Anwesenheit der Hunde, allein das Streicheln eines Hundes senkt den Blutdruck und baut Stress ab.

Wolfgang Apel: „Arbeitskollegen können dadurch erfahren, was für eine Bereicherung ein Hund sein kann. Unsere Hoffnung ist, dass sich viele so sehr begeistern und im Tierheim beraten lassen, um einem Hund eine zweite Chance zu geben. Dann hätte der Aktionstag viel bewegt“.

Alle Firmen, die sich am „Kollege Hund-Tag“ beteiligen, werden vom Deutschen Tierschutzbund mit einer Urkunde zum tierfreundlichen Unternehmen ausgezeichnet. Das Anmeldeformular steht auf www.kollege-hund.de zum Download bereit. Dort finden Interessierte darüber hinaus Eindrücke von teilnehmenden Firmen aus dem letzten Jahr in Form eines Video-Podcastes.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Oxfam-Studie über Vergewaltigungen in DR Kongo

Dienstag, 27. April 2010

“Selbst nachts zuhause im eigenen Bett sind Frauen nicht sicher”

Oxfam fordert stärkeren Schutz der Zivilbevölkerung und bessere medizinische Versorgung für vergewaltigte Frauen im Ost-Kongo.

Vergewaltigungen stehen im vom Bürgerkrieg geschundenen Osten der Demokratischen Republik Kongo auf der Tagesordnung. Allein im Süd-Kivu wurden 2009 mehr als 5.000 Personen vergewaltigt. Noch nicht einmal das eigene Haus bietet Schutz vor brutalen sexuellen Übergriffen: Mehr als die Hälfte der Vergewaltigungen in der DR Kongo fanden nachts und daheim statt, in der vermeintlichen Sicherheit des Hauses der Betroffenen – häufig sogar in Gegenwart der Familien. Dies geht aus der am 15. April frei gegebenen Studie “Now, the world is without me”, von Oxfam und der Harvard Humanitarian Initiative hervor.

“Die Brutalität und das Ausmaß der Vergewaltigungen im Ost-Kongo sind ein Skandal, zumal gleichzeitig über den Abzug der UN-Friedensmission aus der DR Kongo diskutiert wird”, sagt Markus Nitschke, Berater zu Humanitären Krisen bei Oxfam Deutschland. “Frauen sind nicht einmal nachts in ihrem eigenen Bett sicher. Die Anwesenheit der Blauhelm-Soldaten ist so lange erforderlich, bis die kongolesische Regierung selbst im Stande ist, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen.”

Erschütternde Berichte vergewaltigter Frauen

Eine Betroffene berichtet: “Meine Familie und ich schliefen, als die Soldaten kamen. Sie banden meinem Mann die Hände hinter dem Rücken zusammen, und dann vergewaltigten sie mich einer nach dem andern. Später nahmen sie meinen Mann und mich mit in den Wald. Als sich mein Mann widersetzte, erschossen sie ihn. Ich war drei Wochen mit ihnen im Wald bis ich eines nachts entkommen konnte. Als ich wieder nachhause kam, erfuhr ich, dass mein kleines Kind tot war.”

60 Prozent Mehrfachvergewaltigungen

Aus der von der Harvard Humanitarian Initiative durchgeführten Umfrage unter 4.311 Vergewaltigten geht hervor, dass 56 Prozent der Frauen daheim vergewaltigt wurden, 16 Prozent bei der Feldarbeit und 15 Prozent beim Holzsuchen im Wald. Besonders schockierend: 60 Prozent der betroffenen Frauen wurden mehrfach vergewaltigt. 12 Prozent wurden Opfer sexueller Sklaverei, einige wurden jahrelang gefangen gehalten.

Die Täter sind überwiegend Soldaten oder Angehörige von Milizen. Die Studie zeigt, dass während militärischer Aktivitäten die Zahl von Vergewaltigungen steil ansteigt. Im Untersuchungszeitraum haben jedoch auch die Vergewaltigungen durch Zivilpersonen um das 17-fache zugenommen.

Medizinische Versorgung völlig unzureichend

Für die Untersuchung wurden über einen Zeitraum von insgesamt vier Jahren Frauen befragt, die im Panzi-Krankenhaus im Süd-Kivu behandelt wurden. Panzi ist das einzige Krankenhaus seiner Art im Süd-Kivu, einer Region mit rund fünf Millionen Einwohnern. Viele Frauen aus entlegenen Gebieten können die Reise dorthin nicht machen und sterben oft an den schweren Verletzungen infolge von Vergewaltigungen.

Oxfam fordert eine Ausweitung des medizinischen Angebots für die betroffenen Frauen. “Der Zugang zu medizinischer Versorgung muss radikal verbessert werden, insbesondere für Überlebende sexueller Gewalt in abgelegenen Dörfern. Jede Frau muss die Behandlung bekommen, die sie braucht”, so Nitschke.

Die Studie “Now, the world is without me” und eine Zusammenfassung finden Sie unter: www.oxfam.de/publikationen/Kongo-Now-the-world-is-without-me

Quelle: Offenes-Presseportal

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Henriette und Eliane statt Amflora!

Dienstag, 27. April 2010

Greenpeace-Aktivisten pflanzen gentechnikfreie Kartoffeln auf Gen-Acker

Auf den Acker für die Gen-Kartoffel Amflora in Bütow/Mecklenburg-Vorpommern haben 20 Greenpeace-Aktivisten heute gentechnikfreie Kartoffeln angepflanzt. Die Kartoffelsorten Henriette und Eliane sind für die Produktion von Papier und Baustoffen aus Kartoffelstärke genauso geeignet wie die umstrittene Gen-Kartoffel. Sie bergen jedoch keine Risiken für Umwelt und menschliche Gesundheit. Rund 10 000 gentechnikfreie Stärkekartoffeln wollen die Aktivisten ausbringen. Sie fordern Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) auf, den Anbau und die Verbreitung von Amflora wegen Gesundheits- und Umweltrisiken zu verbieten.

“Klassisch gezüchtete Stärkekartoffeln haben ähnlich viel Stärke wie Amflora und sind zudem ertragreicher”, sagt Martin Hofstetter, Agrarexperte von Greenpeace. “Wir wollen hier ein Zeichen für die gentechnikfreie Landwirtschaft setzen. Die Gen-Kartoffel Amflora ist riskant, veraltet und überflüssig.”

Alternative Stärkekartoffel ohne Nebenwirkungen

Gestützt wird die Pflanz-Aktion durch heute von Greenpeace veröffentlichte Laboruntersuchungen, die einen ähnlichen Stärkegehalt der konventionellen Kartoffeln und der Gen-Kartoffel belegen. Henriette und Eliane produzieren in etwa so viel Amylopektin-Stärke wie Amflora. Der Anbau von Amflora verstößt jedoch gegen EU-Umweltrecht. Einem Rechtsgutachten der Umweltschutzorganisation zufolge dürfen nach der europäischen Freisetzungsrichtlinie keine Gen-Pflanzen mit Antibiotikaresistenzgenen in Umlauf gebracht werden. Die Gen-Kartoffel ist zudem nicht ausreichend auf Umweltrisiken geprüft.

Neben gesundheitlichen und ökologischen Risiken birgt Amflora auch erhebliche Probleme für den Lebensmittelsektor. Bei Anbau, Lagerung, Transport und Verarbeitung von Gen-Pflanzen kann es zur Vermischung mit normalen Pflanzen kommen. Wenige Tage vor dem geplanten Anbau sind im deutschen Gentechnik-Gesetz noch keine Feldabstände oder Haftungsbestimmungen für Gen-Kartoffeln geregelt. Die EU-Zulassung für Amflora sieht aber bereits eine gentechnische Verschmutzung von Lebensmitteln bis 0,9 Prozent vor.

Gen-Kartoffeln machen Lebensmittel langfristig teurer

“Der Anbau von 20 Hektar Gen-Kartoffeln in Mecklenburg-Vorpommern bedroht langfristig den gentechnikfreien Anbau von 260 000 Hektar Kartoffeln in Deutschland”, sagt Hofstetter. “Für Landwirte und Lebensmittelindustrie bedeutet die Amflora nichts als Aufwand und Kosten. Eine gentechnikfreie Produktion erfordert streng getrennte Verarbeitungswege und umfangreiche Labortests. Die Zeche dafür zahlen Umwelt und Verbraucher und nicht die Gentechnik-Industrie.”

Quelle: Offenes-Presseportal

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Schlachthaus-Skandale: Landwirtschaftsministerium darf sich nicht hinter unzureichenden Gesetzen verstecken

Dienstag, 27. April 2010

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt kritisiert Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt kritisiert Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministeriums, nach denen das Problem der millionenfachen Fehlbetäubungen in deutschen Schlachthäusern zu lösen sei, indem bestehende Gesetze eingehalten werden.

Staatssekretärin Julia Klöckner (CDU) fordert von Schlachthofbetreibern die Einhaltung der bestehenden Gesetze und von den Ländern, dass nachhaltig kontrolliert werden müsse, um das Problem der Fehlbetäubungen bei der Schlachtung zu lösen. Nach Einschätzung der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt will das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) mit solchen Aussagen verschleiern, dass es selbst nicht genug tut, um das millionenfache Tierleid in Schlachthöfen in den Griff zu bekommen.

Richtig ist es laut Hanna Wolf von der Albert Schweitzer Stiftung zwar, dass auch die Länder nicht genug tun, da sie keine regelmäßigen Kontrollen des Betäubungs- und Tötungsbereichs in Schlachthöfen vorsehen und sich auch nicht ausreichend um die Einhaltung von Vorschriften wie die Fixierung der Köpfe von Schlachtrindern vor der Bolzenschussbetäubung kümmern.

Für die meisten Missstände sieht die Albert Schweitzer Stiftung jedoch das BMELV selbst in der Verantwortung, denn auf Bundesebene müssen Regelungen getroffen werden, um sicherzustellen, dass die Betäubung der Tiere in Zukunft schnell, effektiv und möglichst schmerzfrei erfolgt. Die wichtigsten Forderungen der Albert Schweitzer Stiftung an das BMELV sind, die fehlerproduzierenden Akkordlöhne zu verbieten, die Mindestkonzentration des Betäubungsgases CO2 zu erhöhen, um lange Erstickungskämpfe der Tiere zu verhindern, die Entwicklung von Betäubungsmethoden, die keine Erstickungskämpfe hervorrufen zu fördern sowie die Betäubung von Geflügel grundlegend neu zu regeln.

Noch gar nicht öffentlich diskutiert wurde die besonders mangelhafte Betäubung von Geflügel: Das Prinzip, die Tiere zu betäuben, indem man ihre Köpfe durch ein Elektro-Wasserbad zieht, schlägt allein schon aufgrund der panischen Bewegungen der Hühner, Puten, Enten und Gänse immer wieder fehl, wodurch nach Schätzungen der Albert Schweitzer Stiftung jedes Jahr in Deutschland mindestens 20 Millionen Tiere ihren Kehlschnitt und auch ihre weitere Zerteilung bewusst miterleben müssen.

Gegen diese Zustände haben auf http://albert-schweitzer-stiftung.de/schlachtung innerhalb von weniger als einer Woche bereits 5.000 Menschen online protestiert.

Quelle: fair-NEWS.de

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“Aids ist Herausforderung kirchlicher Entwicklungsarbeit”

Montag, 26. April 2010

EKD-Delegation traf Äthiopiens Staatspräsident Wolde-Giorgis

Eine Delegation des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) und von “Brot für die Welt” ist am Montag, 12. April, in Addis Abeba vom Staatspräsidenten Äthiopiens, Girma Wolde-Giorgis, empfangen worden. Der Leiter der Delegation, der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Bernhard Felmberg, berichtete über kirchliche Entwicklungsprojekte zur Ernährungssicherung, die in Äthiopien von den beiden kirchlichen Hilfswerken unterstützt werden.

Äthiopiens Staatspräsident Wolde-Giorgis würdigte das Engagement der evangelischen Kirche in seinem Land, insbesondere der äthiopischen lutherischen Mekane-Yesus-Kirche. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die zahlreichen Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation gerade der ärmsten Bevölkerungsteile auch in Zukunft fortgesetzt werden. Im vergangenen Jahr haben Brot für die Welt und der Evangelische Entwicklungsdienst die Projekte äthiopischer Partnerorganisationen mit rund 3,7 Millionen Euro unterstützt. Damit ist Äthiopien ein Schwerpunktland kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit in Afrika.

Die Stärke der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit liege in ihrem integrativen Ansatz und in ihrer unmittelbaren Nähe zu den betroffenen Menschen, sagte Prälat Felmberg. In den Projekten zur ländlichen Entwicklung geht es um die Verbesserung der Ernährungssituation durch Ertragssteigerungen und Anbau neuer Früchte. Zugleich aber werden in diesen Projekten offensiv die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung bekämpft und Methoden der Familienplanung eingeführt. “Ich bin beeindruckt, mit welcher Überzeugungskraft die betroffenen Frauen und Männer von den Verbesserungen ihres Lebens berichtet haben”, sagte Felmberg gegenüber dem äthiopischen Staatspräsidenten.

Auch die weiter dramatisch steigende Zahl von HIV/Aids-Erkrankungen sei eine Herausforderung für kirchliche Entwicklungsarbeit, so Felmberg. Allein die Zahl der AIDS-Waisen in Äthiopien wird auf mehr als eine Million geschätzt. Armut, Unwissen, kulturelle Tabus und Geschlechterungerechtigkeit verschärften die Situation. Der äthiopische Präsident Girma Wolde-Giorgis, der selbst Vorsitzender der nationalen äthiopischen AIDS-Kommission ist, dankte der EKD für ihr langjähriges Engagement im Gesundheitsbereich. Bereits 1965 wurde der Bau des St. Pauls-Krankenhauses für arme Bevölkerungsschichten in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba von der evangelischen Kirche mitfinanziert.

Quelle: Offenes-Presseportal

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