CARE fordert Ende der Nahrungsmittelunsicherheit am Horn von Afrika
Bis zu zehn Millionen Menschen könnten Hunger leiden
CARE fordert die internationale Gemeinschaft auf, der anhaltenden Nahrungsmittelunsicherheit in Ländern am Horn von Afrika mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Acht Millionen Menschen in Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Somalia sind von anhaltenden Dürren betroffen. „Es gibt viele Gründe für die anhaltende Nahrungsmittelunsicherheit am Horn von Afrika: Armut, soziale Ungerechtigkeit und Klimawandel tragen genauso dazu bei wie hohe Lebensmittel- und Energiepreise“, so Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. Allein in Kenia stieg der Preis für Mais in den letzten drei Monaten um nahezu 30 Prozent. „Es muss unbedingt etwas geschehen, damit nicht noch mehr Menschen an Hunger sterben. Langfristig müssen die Gründe für immer wiederkehrende Hungerkrisen in Angriff genommen werden“, sagt Markmiller.
Trotz einer längeren Regenperiode im letzten Jahr konnten die betroffenen Menschen sich noch nicht von den Auswirkungen der Dürre vor zwei Jahren erholen. „Es ist leider auch zu erwarten, dass die Regenfälle dieses Jahr nicht ausreichen werden. Das könnte bedeuten, dass bis zu 10 Millionen Menschen am Horn von Afrika akuter Nahrungsmittelunsicherheit ausgesetzt sind.“
Auswirkungen der Dürre sind vermehrte Krankheitsausbrüche, schlechte Hygienebedingungen oder Ressourcenkonflikte. „Viele Kinder von pastoralistischen Familien werden aus der Schule genommen. Entweder, weil ihre Eltern das Schulgeld nicht mehr zahlen können oder weil sie fortziehen müssen, um besseres Weideland für ihr Vieh zu finden“, erklärt Markmiller.
In Somalia und Dschibuti wurde die Dürre bereits zur nationalen Katastrophe erklärt. Obwohl sich die Regierungen der betroffenen Länder bereits zur Krisenintervention eingeschaltet haben, wird sowohl kurz- als auch langfristig jedoch dringend internationale Unterstützung benötigt, vor allem um die strukturellen Gründe zu bewältigen. „Die betroffenen Menschen müssen dringend gestärkt werden, um sich besser an die veränderten Umstände anzupassen. Sie müssen in der Lage sein, sich selbst zu versorgen. Sie dürfen nicht dauerhaft auf Lebensmittelverteilungen angewiesen sein“, so Markmiller.
CARE unterstützt die Länder am Horn von Afrika durch die Bereitstellung von Wasser, Verbesserung der Hygienebedingungen, Errichtung von Sanitäranlagen und die Sicherung ihrer Existenzgrundlagen. Familien sollen in der Lage sein, längere Dürreperioden besser durchzustehen und die Auswirkungen der Nahrungsmittelunsicherheit auf sie zu minimieren.
Quelle: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Schlagworte: Armut, Hilfsorganisationen

















