Archiv für Dezember 2011

Lichtermarsch zur Vincenzhaus-Rettung

Montag, 19. Dezember 2011

Für das vom Konkurs bedrohte St. Vincenzhaus gehen Eltern und Schüler der Förderschule und ihrer Wohngruppen in der nächsten Woche auf die Straße. Wie die Schule bestätigte, ist am nächsten Dienstag (20. Dezember) ab 17 Uhr ein Lichtermarsch durch Cloppenburg geplant.
Eltern und Lehrer hatten in einer Versarhmlung einen Mangel an öffentlicher Unterstützung beklagt und wollen jetzt zur Solidarität aufrufen. Der neue Vorsitzende des Kuratoriums, Pfarrer Bernd Strickmann, wird daran teilnehmen. Der seit 124 Jahren bestehenden Schule fur geistig behinderte und lernbehinderte Kinder und Jugendliche droht die Schließung.

Das Finanzamt hat den Entzug der Gemeinnützigkeit wegen der nicht nachvollziehbaren Finanzgeschäfte des ehemaligen Dechanten Alfons Kühling angekündigt. Im schlimmsten Fall droht eine Steuernachzahlung von bis zu 15 Millionen Euro. Damit wäre auch die Stiftung Heiliz Kreuz, die sich um die Unterbringung der Kinder kümmert, nicht überlebensfähig.

In den Verhandlungen mit dem Finanzamt ist noch kein Durchbruch erzielt worden.
Strickmann hoft jedoch nach wie vor auf eine tragfähige Lösung. Das erklärte der Geistliche gestern nach einer Sitzung der Kuratorien dreier kirchlicher Stiftungen. Auf ihren Konten hatte Kühling Vermögenswerte ohne kirchliche oder öffentliche
Kontrolle bewegt. Zunächst sei eine „Bestandserhebung“ der Situation vorgenommen worden, sagte Strickmann. Die Verhandlungen selbst werden von einem
Wirtschaftsprüfer aus Münster geführt.

Der Lichtermarsch ist am Dienstag in der Zeit von 17 bis 19 Uhr geplant. Start ist um zirka 17 Uhr beim Vincenzhaus (St. Michael-Str. 18).
Folgende Wegstrecke wird zurückgelegt: Bether Straße, Osterstraße, Hagenstraße,
Bahnhofstraße, Lange Straße, danach zur St. Andreas Kirche (obere Lange Straße).
Dort endet der Marsch.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

NABU warnt vor riskantem CCS-Einsatz in Entwicklungsländern

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Durban – Der NABU warnt Deutschland und die EU eindringlich davor, auf der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban einer Entscheidung zuzustimmen, die den Einsatz der CCS-Technologie zur unterirdischen Ablagerung von CO2 in Entwicklungsländern fördern würde. „Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland auf CCS verzichten, um es dann unter deutlich schlechteren Sicherheitsstandards in Afrika und Asien zu fördern“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Falls die völlig unausgereifte CCS-Technik jemals einen Beitrag zur Lösung der Klimaprobleme leisten kann, dann nur unter höchsten Sicherheitsanforderungen“, so Tschimpke.

Auf der Klimakonferenz in Durban wird derzeit verhandelt, ob CCS in den sogenannten Clean-Development-Mechanismus (CDM) aufgenommen werden soll. Wenn CCS-Projekte unter den CDM fallen, könnten westliche Industrieländer und Konzerne ihre Emissionsbilanz künftig aufbessern, indem sie in CCS-Projekte in Entwicklungsländern investieren. Der CO2-Ausstoß, der durch das CCS-Projekt in dem betreffenden Entwicklungsland vermeintlich vermieden wird, wird dem Investor gut geschrieben. „Der Profit geht in die Industrieländer, die Risiken bleiben in den Entwicklungsländern – auf diese zynische Art hat CCS im CDM nichts verloren“ kritisiert der NABU-Präsident. Damit CCS einen Beitrag zur Lösung der Klimaprobleme leisten kann, müssen zunächst Forschung und behutsame Erprobung vorangebracht werden – und zwar unter höchsten Sicherheitsanforderungen. „Die vorgeschlagenen Sicherheitsstandards für CCS-Projekte in armen Ländern sind absolut unzureichend. In Deutschland würden wir unter den Bedingungen niemals einer CO2-Ablagerung unter der Erde zustimmen“. Während die Industrieländer ihre Emissionsbilanz aufhübschen könnten, müssten die Entwicklungsländer über Jahrhunderte mit den noch völlig ungeklärten Haftungsrisiken durch das unter Hochdruck in den Untergrund gepresste Kohlendioxid leben.

Besonders beunruhigend ist, dass auf der Klimakonferenz in Durban vor allem die erdölfördernden Länder der OPEC für CCS im CDM kämpfen. Denn nach den vorgeschlagenen Regelungen soll das CO2 unter die Erde gepresst werden, um mehr Erdöl aus unterirdischen Lagerstätten fördern zu können. „Das CDM-Instrument soll eigentlich Klimaschutz und Entwicklungshilfe miteinander verbinden. Wenn dabei nun CCS eingesetzt wird, damit Saudi-Arabien und Dubai ihre Ölvorkommen besser ausbeuten können, ist das in jeder Hinsicht absurd“, kritisiert NABU-Energieexperte Elmar Große Ruse, der in Durban die UN-Klimaverhandlungen verfolgt.

Quelle: NABU-Pressestelle

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb