Archiv für die Kategorie „Armut“

Verein “Kinder in Haiti” bietet verwaisten Kindern nach dem Erdbeben ein sicheres Zuhause

Donnerstag, 28. Januar 2010

Unterstützung für zweites Waisenheim gesucht

Der Oldenburger Verein “Timoun an Ayiti – Kinder in Haiti” nimmt Waisenkinder aus Port-au-Prince auf. Seit zehn Jahren unterhält er ein Waisenhaus in Cap Haitien, der zweitgrößten Stadt des Landes. Derzeit bietet das Haus 23 Kindern ein Heim und damit ein Leben ohne Elend sowie die Chance auf eine bessere Zukunft. “Wir sind in der Lage, sieben Kinder aus Port-au-Prince aufzunehmen, die bei dem Erdbeben ihre Eltern verloren haben”, so Vereinsvorstand Ludger Kortmann. “Mit Unterstützung können wir in kurzer Zeit auch ein weiteres Heim als Zuhause für Erdbeben-Waisen gründen.” Das Waisenhaus wird ausschließlich durch Spenden aus der Öffentlichkeit finanziert und von der Stiftung Black Rain Group Foundation Zurich unterstützt.

“Die Weltpresse berichtet dieser Tage vermehrt davon, dass Haitianische Waisenkinder Gefahr laufen, Opfer von Menschenhändlern zu werden. Für uns besteht also dringender Handlungsbedarf”, so Kortmann besorgt. “Wir wollen schnellstmöglich Kinder aufnehmen und ihnen nach dem dramatischen Erdbeben ein sicheres Heim und die Möglichkeit geben, ihre traumatischen Erfahrungen langsam zu verarbeiten.”

In Eigeninitiative gründete der Verein “Timoun an Ayiti – Kinder in Haiti” im Jahr 2000 unter einheimischer und ausländischer Mithilfe das Kinderheim im Norden des Karibikstaates. Das angemietete Haus liegt in einer relativ sicheren Umgebung und in der Nähe von zwei guten Schulen. Für die betreuten Kinder übernimmt der Verein größtmögliche Verantwortung und alle anfallenden Kosten. Dazu gehören regelmäßiges, gesundes Essen, gute hygienische Verhältnisse, medizinische Versorgung, pädagogische Betreuung, Kleidung, eine sehr gute Schulbildung und mehr. Die Kinder des Waisenhauses haben gute Aussichten auf eine Berufsausbildung mit anschließendem Beschäftigungsverhältnis oder eine berufliche Verselbstständigung.

Das Waisenhaus im Norden Haitis wird ausschließlich durch Spenden aus der Öffentlichkeit finanziert und von der gemeinnützigen Stiftung Black Rain Group Foundation Zurich (www.blackraingroup.org) gefördert. Die Black Rain Group unterstützt humanitäre Projekte in Haiti; u.a. ein Hospital in Montrouis, das “Timoun an Ayiti”-Waisenhaus, ein Altenheim in Cap Haitien sowie die Errichtung weiterer solcher Einrichtungen.

Kortmann: “Je nachdem, welche Unterstützung wir erfahren, besteht auch die Möglichkeit, in der Nachbarschaft unseres Waisenhauses in kürzester Zeit ein weiteres Heim für verlassene Kinder aus Port-au-Prince zu gründen.”

Die Arbeit des Vereins “Timoun an Ayiti – Kinder in Haiti” kann mit Spenden unterstützt werden. Die Mittel kommen den Kindern direkt und ohne Abzüge zu. Der Pflegesatz pro Kind beträgt 2,10 Euro am Tag.

Spendenkonto
Kinder in Haiti
Konto: 00 04 96 66 43
BLZ: 28 09 06 33, Deutsche Apotheker- und Ärztebank

Quelle: fair-NEWS.de

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Die gravierenden Folgen von absoluter Armut in Entwicklungsländern

Dienstag, 27. Oktober 2009

Unterernährung
Weltweit leiden über 850 Millionen Menschen unter Hunger. Mehr als 95% davon leben in den Entwicklungsländern. Dort sterben etwa 30.000 Kinder pro Tag, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen. [1] Die Hälfte von ihnen stirbt auf Grund von Unterernährung, oft auch mit bedingt durch die unzureichende Ernährung der eigenen Mutter. Der Protein- und Nährstoffmangel führt in der Regel zu einer Schwächung der inneren Organe einschließlich des Herz-Kreislaufsystems sowie des Immunsystems. Dadurch erhöht sich besonders bei Kindern die Gefahr tödlicher Infektionskrankheiten.

[1] Was ist Hunger? _ www.welthungerhilfe.de

Verminderte Lebenserwartung
In den Entwicklungsländern ist die Lebenserwartung in der Regel bedeutend kürzer als in den entwickelten Staaten. Afrika ist davon in besonderem Maße betroffen. So liegt zum Beispiel die durchschnittliche Lebenserwartung in Sambia nur noch bei 32,4 Jahren. Im Vergleich dazu beträgt die Lebenserwartung in Kanada, Norwegen, Frankreich oder Australien über 80 Jahre. Gerade in Afrika trägt auch die Armutskrankheit AIDS in hohem Maße zu diesen verheerenden Zahlen bei. Allein in Simbabwe sind 25% der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert. [2] [3]

[2] Lebenserwartung in Teilen Afrikas unter 33 Jahre _ vista verde news _ www.vistaverde.de
[3] Wie Armut zu Aids führt _ www.aidsfocus.ch

Eingeschränkte kindliche Entwicklung
Mangelhafte Ernährung und eine ungenügende Gesundheitsvorsorge sind direkte Auswirkungen von Armut. Solche Lebensumstände wiederum beeinflussen die kindliche Entwicklung negativ. Geistige, soziale, motorische und emotionale Fähigkeiten entfalten sich nur unzureichend und machen die Kinder weniger leistungsfähig. Dies führt oft dazu, dass sie später weniger erfolgreich sind, deshalb ein schlechteres Einkommen erzielen und deshalb die eigenen Kinder auch nicht optimal versorgen können. Der Teufelskreislauf der Armut ist so nur schwer zu durchbrechen. Weltweit sind fast 220 Millionen Kinder unter fünf Jahren kognitiv eingeschränkt. Allein in Afrika sind über 60% der Kinder davon betroffen. [4]

[4] Studie: Armut beeinträchtigt die geistige Entwicklung von Kindern _ www.wissenschaft.de

Umweltzerstörung
Für die Gefährdung und Zerstörung natürlicher Lebensräume gibt es unterschiedliche Ursachen. In vielen Ländern der Erde ist jedoch auch Armut ein bedeutender Grund, den Schutz der Umwelt weiterhin zu vernachlässigen. Die Sorgen und Probleme und der alltägliche Überlebenskampf der Menschen lassen nachhaltiges Wirtschaften und Verhalten oft in den Hintergrund treten. Notwendige finanzielle Mittel für ökologisches Handeln stehen in armen Regionen oft nicht zur Verfügung oder werden von politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern aus purem Eigennutz oft bewusst nicht bereit gestellt. (s. Korruption)
Gleichzeitig sind Arme häufiger Opfer bei Umweltkatastrophen, weil ihnen weniger Lösungs- und Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einer umweltbezogenen Ungerechtigkeit.

Bürgerkriege
Bürgerkriege brechen in armen Ländern wesentlich häufiger aus als in reichen. Es gibt Statistiken, nach denen ein Einbruch des Wirtschaftswachstums um fünf Prozent die Wahrscheinlichkeit eines bewaffneten Konflikts um 50 Prozent ansteigen lässt. [5]

[5] Armut fördert Bürgerkriege _ www.welthungerhilfe.de

Korruption
Auf internationaler Ebene findet man die korruptesten Systeme in den Staaten, die besonders von Armut betroffen sind, also in Südamerika und Afrika. Hier hat sich ein regelrechter Teufelskreis aus Armut und Korruption gebildet. Dies hat zur Folge, dass oft teure, sinnlose Projekte, die umweltschädlich und unsozial sind, tatsächlich die besten Chancen haben, verwirklicht zu werden. Ein dichtgestricktes Netz aus Lobbyisten und Seilschaften realisiert gerne jene Vorhaben, die ihnen selbst am meisten nutzen. Natürlich sind auch global agierenden Firmen und Konzerne der entwickelten Länder in diesen Filz verstrickt, denn sie wollen ebenfalls von lukrativen Aufträgen und Geschäften in den Entwicklungsländern profitieren. Bis vor wenigen Jahren wurde Korruption noch ganz offen betrieben und war nach deutschem Recht sogar legal und steuerbegünstigt.
Auch bei Entwicklungshilfeprojekten, die vorwiegend aus Steuergeldern finanziert werden, versickert oft ein hoher Prozentsatz als „Korruptionsaufschlag“. Gleichzeitig werden Steuergelder eingesetzt, um in demselben Land die Korruption zu bekämpfen. Eine aberwitzige Verschwendung von Kapital zu Lasten der armen und notleidenden Menschen. [6]

[6] Transparency International _ www.transparency.org

Bildungsbenachteiligung
Es ist statistisch belegt, dass Menschen mit geringeren sozialen, finanziellen und kulturellen Mitteln geringere Bildungschancen besitzen. Diese Benachteiligung von Kindern und Erwachsenen wird oft systembedingt noch verstärkt durch die Tatsache, dass das öffentliche Schulwesen in vielen Ländern schlecht und unterfinanziert ist. Während die Mittel- und Oberschicht darauf reagieren und ihre Kinder auf kostenpflichtige Schulen schicken kann, haben die armen Bevölkerungs-schichten in der Regel kein Geld für solche Alternativen.
Auch hier trifft es wieder die Bewohner der ärmsten Länder in besonderem Maße. Im Jahre 2002 lebten 70% aller Analphabeten in nur neun Staaten, die zum größten Teil in Afrika südlich der Sahara und Südostasien liegen. [7]

[7] EFA Global Monitoring Report _ www.globalmarch.de

Überbevölkerung
Der Begriff „Überbevölkerung“ ist nicht eindeutig. Für einen Tatbestand der Überbevölkerung gibt es verschiedene Maßstäbe. Sie kann sowohl global als auch regional und lokal bestehen. Neben der Tragfähigkeit eines bestimmten Raumes oder der ganzen Welt, was die Dimension der Menschenmenge betrifft, setzt man diese oft auch in Bezug zu den herrschenden Lebensbedingungen oder dem Nahrungsangebot. Aber auch unter dem Aspekt der Wahrung bestimmter Lebensstandards lässt sich dieses Thema noch diskutieren.

Die Meinungen zur Bevölkerungstheorie sind äußerst kontrovers. Für einige ist Überbevölkerung ein zentrales Menschheitsproblem, aus dem unter anderem Armut resultiert. Für andere ist Armut eine der Ursachen von Überbevölkerung, denn sie führe zu einer hohen Geburtenrate, weil es keinen Zugang zu Verhütungsmitteln gibt oder Kinder als einzige Möglichkeit der Altersvorsorge gesehen werden. [8] Eine weitere Gruppe findet die ganze Betrachtungsweise menschenverachtend, denn sie sieht die Tragfähigkeit der Erde noch längst nicht erschöpft. Sie vermutet die Probleme eher auf der Ebene von politischen Fehlleistungen.

Mittlerweile existiert auch die Theorie, dass es für die Zahl der Menschen auf der Erde eine flexible Grenze gibt. Diese lässt sich durch Innovationen und neue technische Möglichkeiten positiv öffnen oder durch Umwelt- und Ressourcenzerstörung negativ enger schließen. In diesem Zusammenhang wird das Thema Überbevölkerung immer häufiger im Kontext der Nachhaltigkeit diskutiert.

[8] DSW-Info: Menschenrecht Familienplanung _ www.dsw-online.de

[ ] = Informationsquellen

Texte und redaktionelle Bearbeitung: Rolf Rötgers / playandhelp-Team

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

20 Millionen Menschen in Ostafrika hungern

Freitag, 25. September 2009

20 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika von einer akuten Hungerkrise bedroht, warnt die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg. Die anhaltende Dürre führt zu Ernteausfällen, Viehhirten verlieren ihren Tierbestand. „Die Unterernährung nimmt rapide zu, vor allem bei kleinen Kindern“, berichtet CARE-Nothilfekoordinator Mohammed Khaled. „Wir müssen jetzt handeln, um diese Krise in den Griff zu bekommen.“

Der Vorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich, erklärte in Bonn: „Ursache für diese immer wiederkehrenden Dürren ist auch die Veränderung des weltweiten Klimas, wofür vor allem die reichen Länder Verantwortung tragen.“ Dennoch trügen „ebenso die Regierungen vieler afrikanischer Länder Mitschuld an der derzeitigen Krise. Denn sie treffen nicht ausreichend Vorsorge gegen solche Engpässe, die viele Menschen mit dem Tode bedrohen.“

Scharrenbroich forderte die Regierungen der betroffenen Länder auf, „auch selbst größere Mitverantwortung zu übernehmen, wenn es um das Überleben ihrer eigenen Bevölkerungen geht.“

Aus der gesamten Region berichten CARE-Mitarbeiter, dass Vieh verendet, weil es kaum noch Wasser und nutzbares Weideland gibt. Die Preise für Nahrungsmittel und Wasser sind mittlerweile stark angestiegen. Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, weil sie bei der Beschaffung von Nahrung helfen müssen. In Somalia haben nicht nur der Bürgerkrieg, sondern auch jährlich wiederkehrende Dürren die Zahl der Flüchtlinge weiter ansteigen lassen. In Äthiopien verschlimmern akute Durchfallerkrankungen die Situation für die Menschen: Durch chronischen Hunger und Unterernährung ist ihr Immunsystem ohnehin angeschlagen. Auch in weiten Teilen Kenias herrscht Wasserknappheit.

CARE engagiert sich mit über 14.000 meist lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 69 Ländern für die Überwindung von Armut, Hunger und Krankheit. CARE blickt auf 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft. Für seine sorgfältige Verwendung von Spendengeldern trägt CARE Deutschland-Luxemburg das DZI-Spendensiegel und wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC)mit dem ersten Platz des Transparenzpreises 2008 ausgezeichnet.

Quelle: openBroadcast
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Vergessene Krisen im Fokus

Samstag, 19. September 2009

Am 2. Oktober um 19 Uhr findet die diesjährige Vernissage der Ausstellung „Luis Valtueña International Humanitarian Photographic Award“ zum Thema „Vergessene Krisen im Fokus“ statt. Die humanitäre Organisation Ärzte der Welt -Médecins du Monde zeigt die ausgezeichneten Werke des Fotowettbewerbs in der Berliner Urania am Wittenbergplatz. Interessierte können die 31 ausgewählten Fotografien internationaler Künstler vom 3. Oktober bis zum 31. Oktober kostenfrei anschauen.

Prof. Dr. med. Heinz-Jochen Zenker, Präsident Ärzte der Welt e.V., eröffnet neben Dirk Bleyer, Autor und Fotograf und anderen prominenten Gästen die Ausstellung.
281 Teilnehmer aus 42 Ländern haben 806 Fotografien eingereicht. Professor Zenker: „So eine starke Resonanz haben wir noch in keinem Jahr gehabt. Wir freuen uns, die 31 besten Arbeiten am 2. Oktober erstmals in Deutschland der Öffentlichkeit präsentieren zu können.“

Als Gewinner kürt die Jury dieses Jahr den aus Nordirland stammenden Fotojournalisten Andrew McConnell. Er spiegelt mit seiner eindringlichen Momentaufnahme die Situation der überfüllten Flüchtlingslager in Nord-Kivu wider. Im Laufe der letzten zehn Jahre sind 5,4 Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo umgekommen. Seit 2004 machen Kinder 47 Prozent der Opfer aus, in Folgen von Konflikten oder auf Grund von Krankheiten wie Malaria, Lungenentzündungen, Unterernährung und anderer normalerweise vermeidbaren Krankheiten. Professor Zenker: „Oberstes Leitprinzip unserer Organistation ist es, nicht nur Hilfe zu leisten, sondern auch Verstöße gegen Menschenrechte zu dokumentieren. Veranstaltungen wie unser Fotowettbewerb sind nötig, um gegen das Vergessen der Menschen vorzugehen.“

Namensgeber des Wettbewerbs und Fotograf Luis Valtueña kam 1997 als Mitglied von Médecins du Monde Spanien bei einem Einsatz in Ruanda ums Leben. Ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen Mercedes Navarro, Flors Sirera und Manuel Madrazo widmet Ärzte der Welt -Médecins du Monde den 1998 gestifteten Preis.

Ärzte der Welt e.V. arbeitet seit 2000 als deutscher Zweig der internationalen humanitären Organisation Médecins du Monde. Unabhängig von ihrer Herkunft, behandeln und versorgen sie hilfsbedürftige Menschen in Krisensituationen wie Krieg und Gewalt, Naturkatastrophen, Krankheit, Armut und Ausgrenzung.

Quelle: openBroadcast
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Ein Jahr erfolgreich gegen Hunger in Berlin: Familienschutzwerk – Kinderküche

Freitag, 18. September 2009

Am Donnerstag, 23. Juli feierte das Familienschutzwerk / Kinderküche e. V. sein einjähriges Jubiläum. Mit Engagement und viel Liebe gelang es den ehrenamtlichen Mitarbeitern im vergangenen Jahr erfolgreich, bedürftige Kinder mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Darüber hinaus fanden die Kids im Familienschutzwerk / Kinderküche Geborgenheit und liebevolle Zuwendung. An der Jubiläumsfeier nahm auch Schirmherr Jochen Senf, alias Tatort-Kommissar Max Palu, teil. Der Schauspieler engagiert sich seit mehr als 30 Jahren in sozialen Projekten gegen häusliche Gewalt. Die Sparda Bank überreichte zur Feier des Tages einen Scheck in Höhe von 1.500,00 Euro.

Nach wie vor bestimmen Schlagzeilen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung die Medien. Immer wieder sind es gerade Kinder, die unter sozialer Armut leiden. Kinder, deren Eltern arbeitslos sind und die die Folgen daraus zu spüren bekommen, Kinder die keine warme Mahlzeit erhalten, denen Liebe und Geborgenheit fehlen. Deshalb rief Phil Schneider vor einem Jahr das Familienschutzwerk e.V. und dessen Kinderküche ins Leben. Und das wurde kräftig gefeiert. Clown Herzchen & Co sorgten mit lustigen Späßen und Kinderschminken für ein gelungenes Fest. Die Theater- und Tanzgruppe des Vereins, die von der Regisseurin Friedericke Hundertmark bereut wird, gab einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und zeigte den Gästen eine Probe ihres Könnens. Zum Abschluss der Feier ließen die Kinder gemeinsam mit den Gästen ihre große selbst gebastelte, bunt gestaltete Wunschrakete in den Himmel steigen.

Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr hat sich die Einrichtung in Moabit zu einer wichtigen Anlaufstelle für bedürftige Kinder der Hauptstadt entwickelt. Täglich werden bis zu 30 Kinder kostenfrei mit leckeren und gesunden warmen Mahlzeiten satt gemacht. Wenn nötig, werden Kinder mit frischer Kleidung versorgt. Vorstand des Vereins Phil Schneider und sein Team helfen den Kids bei den Hausaufgaben und geben kostenfreien individuellen Nachhilfeunterricht. „Im vergangenen Jahr konnten die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen vom Familienschutzwerk mit großem Engagement erfreuliche Erfolge erzielen. Unser Einsatz und das Bemühen, Hilfe anzubieten haben sich gelohnt. Wir konnten vielen Kids helfen, Freund und Berater sein, Tränchen trocknen und sie zum Lachen bringen. Besonders stolz sind wir darauf, dass Kinder durch unsere Hilfe ihre schulischen Leistungen verbessern konnten. Die 11 jährige Nina zum Beispiel schaffte es durch unsere Nachhilfe, von der Note 5 auf eine 3. Ein schöner Erfolg! Nun möchte sie sich auch noch in Englisch verbessern.“, so Phil Schneider. In der Kinderküche erfahren die Kleinen aus sozial schwachen Familien Zusammenhalt und Zugehörigkeit.

Schauspieler Jochen Senf ist vom Familienschutzwerk überzeugt: „Kinderarmut wird in einer Metropole allzu oft gern verschwiegen. Verwahrlosung und Not nicht gern in die Öffentlichkeit gebracht. Deshalb setze ich mich seit mehr als 30 Jahren in sozialen Projekten gegen häusliche Gewalt und für das Wohl sozial schwacher Kinder ein. Mit dieser Einrichtung wird ein wichtiger Beitrag geleistet.“

Doch die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen, daher freut sich Phil Schneider über die Beiträge der bisherigen Sponsoren besonders: „Egal, ob kleinere oder größere Spenden, jede Unterstützung hilft.“ Da wäre zum Beispiel der Club „Santa Claus on Road“, der vor Weihnachten mit 250 Weihnachtsmännern auf festlich geschmückten Motorrädern dem Familienschutzwerk eine neue Küche spendierte. Und natürlich die Berliner Volksbank, die Sparda Bank, die KfW Bank sowie freundliche Privatpersonen, die mit Geldspenden dazu beitragen, dass die Kinder täglich satt werden.

Für die Zukunft wünschen sich die Mitarbeiter des Familienschutzwerkes, weitere aktive Förderer zu finden. Schneider erwägt schon die Eröffnung zusätzlicher Kinderküchen in deutschen Großstädten und sucht für Berlin größere Räumlichkeiten, um mehr Kindern Hilfe anbieten zu können.

Quelle: openBroadcast
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

Menschen-Geschichten

Sonntag, 3. Mai 2009

Candidas

Candida, eine Frau von 25 Jahren, lebt in Paso Real, Nicaragua. Sie hat vier Kinder und besaß keine eigene Wohnung. Sie war immer angewiesen auf ihre Verwandten und auf die, die ein Zimmer hatten und bereit waren, ihr Schutz und ein wenig Lebensmittel zu geben.

Wie die meisten ländlichen Nicaraguaner, verfügte Candida nur über eine mangelhafte Bildung und keine erworbenen beruflichen Kompetenzen. Ihre Zukunft sah düster aus und es schien keine Chance zu geben, sich aus Armut, Hunger und Hoffnungslosigkeit befreien zu können.

Dann hörte sie von der Möglichkeit, das eigene Leben und das ihrer Kinder verändern zu können. Wenn sie bereit wäre, für sich selbst und für ihr Dorf zu arbeiten, dann würde sie von M25M ein Haus gespendet bekommen. Candida ergriff diese Gelegenheit und arbeitete fortan im Paso Real Community Center (erbaut von Matthew 25: Ministries und dem Rotary-Club).

Candida besitzt nun ein kleines, aber stabiles eigenes Ein-Zimmer-Haus für sich und ihre vier Kinder. Die Steine kommen aus einem Steinbruch vor Ort, es hat einen Betonboden und ein Dach aus Wellblech. Außerdem gibt es eine echte Tür und sichere Fensterläden. Für Candida ist es der Himmel.

Im Paso Real Community Center lernt sie jetzt zu nähen und zu schreiben. Ihre Kinder besuchen die Schule und erhalten eine echte Chance, den Kreislauf aus Armut und Abhängigkeit durchbrechen zu können. Sie haben Hoffnung für die Zukunft.

candida

Sally

Viele Ureinwohner Amerikas leben in Reservaten und haben keinen Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen wie fließendem Wasser, sanitären Einrichtungen und Strom. Eine hohe Arbeitslosigkeit und ein schlechter Zugriff auf die Ressourcen erschweren den Indianern einen sozialen Aufstieg. Dadurch fehlen in den Familien oft die elementarsten Güter zur Pflege und der Entwicklung der Kinder.

Das amerikanische Indianer-Hilfswerk ist eine von mehreren Organisationen, die versuchen, die Grundbedürfnisse der Ureinwohner in den Reservaten der Northern Plains zu sichern. So sollen die Menschen mit Schuhen, Decken, Wintermänteln, Essen sowie eine persönliche Betreuung versorgt werden. AIRC-Programme zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Schaffung einer gesünderen Umwelt werden durch Spenden von M25M unterstützt. Dazu gehören auch Stoffe zum Nähen, pädagogische Materialien für die Kinder und eine Basisausstattung für die Schule.

Sally ist ein Beispiel von vielen. Ihr Überleben wurde buchstäblich erst durch die Hilfsprojekte ermöglicht. Für Sally gab es keine Arbeit und keinen sicheren Ort. Die Arbeitslosigkeit in ihrem Reservat beträgt fast 100% und die kommunalen Lebensbedingungen fördern die Kriminalität. Nun engagiert sie sich in einem kooperativen Netzwerk der Freiwilligenarbeit und Selbsthilfe. Dafür erhält sie materielle Unterstützung für ihre Familie.

Durch das Netzwerk ist Sally in der Lage für die eigenen Grundbedürfnisse zu sorgen. So hat sie ihre Würde und ihr Selbstwertgefühl zurückerhalten.

Maria Theresia

Maria Theresia lebt in Mexiko-Stadt. Sie war eine aktive, soziale Person und interessierte sich für viele Dinge. Dann bekam sie eine schwere Krankheit und sie verlor die Fähigkeit zu laufen. Einfach in ein Kaufhaus oder einen Park zu gehen, war für sie jetzt nicht mehr möglich. Auch war es ein schwerer Verlust für sie, dass sie ihre Liebe zur Kunst und Musik und ihr Interesse für Museen, Konzerte und Theater kaum noch wahrnehmen konnte.

Ein eigener Rollstuhl hätte ihr helfen können, aber der war Luxus und keine Notwendigkeit und deshalb für sie unerreichbar. Dann schenkte ihr M25M einen gebrauchten Rollstuhl. Zum ersten Mal seit Jahren war sie wieder in der Lage mit ihren Nichten und Neffen in den Park zu gehen und selbständig ein Museum oder Konzert zu besuchen. Maria Theresias ganzes Leben veränderte sich durch diese unscheinbare Spende.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Furl
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Slashdot
  • Technorati
  • TwitThis
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb