Archiv für die Kategorie „Gesundheit“

San Francisco führt vegetarischen Wochentag ein

Montag, 26. April 2010

San Francisco führt den Meat Free Monday ein. Gesundheits- und Klimaschutz stehen im Vordergrund.

San Francisco ist die erste US-amerikanische Stadt, die das Konzept des vegetarischen Wochentags aufgreift. Am Dienstag (06.04.2010) stimmte das »San Francisco Board of Supervisors« einer Resolution zu, die den Montag als »Vegetarian Day« bezeichnet, und über den Restaurants, Supermärkte und Schulen aufgefordert werden, ihr vegetarisches Angebot deutlich auszuweiten.

Die Resolution betont die ökologischen Vorteile der vegetarischen bzw. veganen Ernährung, und sie beschreibt diese als »wahrhaft grüne Ernährung«. Dabei wird sowohl auf eine Studie vom Worldwatch Institute Bezug genommen, nach der die Fleischproduktion für 51% der vom Menschen verursachten Klimagasemissionen verantwortlich ist als auch Nobelpreisträger Rajendra Pachauri erwähnt, der dazu rät, den Fleischkonsum aus Umweltgründen zu reduzieren.
Weiterhin führt die Resolution die vielen gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung und die damit verbundenen Kosteneinsparungen im Gesundheitssektor auf. Dabei wird die American Dietetic Association zitiert, die als größter Ärzteverband der USA darauf hinweist, dass ein reduzierter Fleischkonsum u.a. das Risiko senkt, an Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und mehrere Krebsarten zu erkranken.

Neben diesen Vorteilen hebt die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hervor, dass ein reduzierter Fleischkonsum den Tieren zugutekommt und außerdem dazu beitragen kann, das Welthungerproblem zu lösen, da die Fleischproduktion für die Verschwendung gigantischer Soja- und Getreidemengen verantwortlich ist: 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der weltweiten Sojaernte werden zu Nutztierfutter verarbeitet.
Die Stiftung hat über 100 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen angeschrieben, um für die Einführung eines vegetarischen Wochentags zu werben. Mehrere deutsche Städte haben ihr Interesse bekundet und arbeiten an der Umsetzung. In Schwerin bleibt die städtische Kantine freitags fleischfrei, und Bremen hat den vegetarischen Donnerstag eingeführt. »Wir hoffen, dass viele weitere Städte diesen guten Vorbildern folgen und zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt vegetarische Wochentage einführen«, sagt Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich erfolgreich gegen die industrialisierte Massentierhaltung ein und wirbt für den vegetarischen und veganen Lebensstil. Mehr erfahren Sie auf http://albert-schweitzer-stiftung.de.

Quelle: fair-NEWS.de

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Start der ersten Notruf-Hotline für Genitalverstümmelung: 01803 – SOS FGM (767 346)

Montag, 26. April 2010

Mit SOS FGM erhalten Mädchen eine Chance auf Schutz vor Genitalverstümmelung

Mit SOS FGM hat die TaskForce jetzt ein Kinderschutz-Projekt gestartet, das in Deutschland und Europa einmalig ist. Es fokussiert den konkreten Schutz von Mädchen vor einer ganz spezifischen Gewalt: der Genitalverstümmelung.

Allein in Deutschland müssen bis zu 50.000 minderjährige Mädchen als gefährdet eingestuft werden. Bis zu 80% dieser Mädchen werden tatsächlich der Verstümmelung unterworfen. Auf Schutz konnten sie bislang bis auf wenige Ausnahmen nicht zählen.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Menschen, die konkrete Informationen über geplante oder bereits verübte Genitalverstümmelungen erlangt haben, oft nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Auch Behörden und Jugendämter reagieren vielfach unsicher und zögerlich, wenn gefährdete Mädchen geschützt werden müssen.

SOS FGM reagiert auf genau diesen Umstand und bietet ab jetzt eine Anlaufstelle für

- Menschen, die Kenntnis von Genitalverstümmelungen erlangt haben: Für sie steht die Notruf-Nummer 01803 – SOS FGM (767 326) zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass schnell und kompetent Hilfe eingeleitet wird und jeder einzelne Fall durch konsequentes Follow Up begleitet wird.

- Behörden, Jugendämter und Fachkräfte: SOS FGM bietet sowohl Einzelberatung in konkreten Fällen als auch fachbezogene Fortbildung im gesamten Bundesgebiet an. Es geht darum einen sicheren, umsichtigen und schutz-orientierten Umgang mit Fällen, die Genitalverstümmelung zum Gegenstand haben, zu ermöglichen.

- Mädchen und Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung geworden sind: Die wenigsten Opfer wissen, dass sie i.d.R. Anspruch auf Entschädigung durch den deutschen Staat haben (nach dem Opferentschädigungsgesetz, OEG). SOS FGM informiert Opfer über ihre Rechte und hilft ihnen dabei, ihre Ansprüche geltend zu machen.

Dieses Projekt ist ein Meilenstein für den konkreten Schutz von Kindern vor schwerer Gewalt und Misshandlung und trägt zur Verwirklichung ihrer Grundrechte auf Würde, Leben und Unversehrtheit bei.

Weitere Informationen über SOS FGM: www.sosfgm.org

Quelle: fair-NEWS.de

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ÄRZTE OHNE GRENZEN veröffentlicht Report

Montag, 26. April 2010

Fassade des Gesundheitssystems in Turkmenistan gefährdet Menschenleben

Das Image von Gesundheit und Wohlstand, das Turkmenistan der internationalen Gemeinschaft präsentiert, verschleiert den gefährlichen Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens. Die Existenz ansteckender Krankheiten wird geleugnet, medizinische Daten werden systematisch manipuliert und internationale Standards und Protokolle kaum in die Praxis umgesetzt. Die internationale humanitäre Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN veröffentlicht heute den Report “Turkmenistans undurchsichtiges Gesundheitssystem”, der auf eigenen Erfahrungen im Land basiert.

Während der zehn Jahre, in denen ÄRZTE OHNE GRENZEN in Turkmenistan medizinische Versorgung geleistet hat, hat die Organisation miterlebt, wie alltägliche Fahrlässigkeit und weit verbreitete riskante Praktiken Menschenleben gefährden. So werden Bluttransfusionen häufig ohne vorherigen Test auf HIV oder Hepatitis C vorgenommen. Im Gesundheitssystem herrscht eine Kultur der Angst, in deren Folge Patienten in kritischem Zustand abgewiesen werden, um ihren negativen Einfluss auf sensible Statistiken zu verhindern, wie auf die Mutter-Kind-Sterblichkeitsrate oder die ansteckender Krankheiten. Die Bevölkerung Turkmenistans wird von ihrem Gesundheitssystem im Stich gelassen, das mehr auf die Außenwirkung ausgerichtet ist, als auf die Bewältigung der wirklichen Gefahr, die ansteckende Krankheiten für die öffentliche Gesundheit darstellen.

“Es steht außer Frage, dass Tuberkulose (TB) und sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids weiter verbreitet sind, als es offizielle Zahlen nahe legen. Die turkmenische Regierung weigert sich, diese Realität anzuerkennen”, sagt Dr. Leslie Shanks, medizinische Leiterin bei ÄRZTE OHNE GRENZEN. “Internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF tragen dazu bei, das Problem aufrechtzuerhalten, indem sie Fehlinformationen und Praktiken der Regierung Legitimität verleihen, die nicht nur wirkungslos sondern oft auch gefährlich sind.”

TB und besonders die multiresistente Form (MDR-TB) stellen vermutlich eine der größten Bedrohungen des öffentlichen Gesundheitswesens dar. Da die Krankheit auch in den Nachbarländern weit verbreitet ist, fürchtet ÄRZTE OHNE GRENZEN eine schwere Krise in Turkmenistan, die ohne unmittelbares und eindeutiges Einschreiten zu einer großen Gesundheitskrise mit regionaler Auswirkung führen wird. Um dies zu verhindern, sollten die Schnell-Diagnose und die Behandlung von MDR-TB umgehend mithilfe von internationalen Experten implementiert werden.

Im Jahr 2009 traf ÄRZTE OHNE GRENZEN die schwierige Entscheidung, Turkmenistan zu verlassen, nachdem die Aktivitäten im Land immer stärker eingeschränkt wurden. Die Organisation erkannte, dass sie eher riskierte, sich der Verschleierung der Probleme im Gesundheitssystem mitschuldig zu machen, als diese anzugehen. “Internationale Organisationen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden, indem sie die Transparenz des Gesundheitssystems aktiv fördern und aufhören, widersprüchliche Daten als Fakten anzuerkennen”, sagt Leslie Shanks.

ÄRZTE OHNE GRENZEN ist seit 1999 in Turkmenistan tätig und hat damals erstmalig international anerkannte Standards zur Tuberkulosebehandlung eingeführt. In den vergangenen fünf Jahren war die Organisation im Distriktkrankenhaus der Stadt Magdanly im Osten des Landes tätig, um die Qualität der Pädiatrie und Geburtsmedizin zu verbessern. Den Report “Turkmenistans undurchsichtiges Gesundheitssystem” finden Sie unter www.aerzte-ohne-grenzen.de.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen: BUND warnt vor Zunahme des Elektrosmogs durch zusätzliche Sendeanlagen

Freitag, 23. April 2010

Anlässlich der morgigen Versteigerung neuer Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur in Mainz warnte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem massiven Ausbau der Mobilfunknetze vor allem in ländlichen Regionen. Weil es auf dem Land an leistungsfähigen Glasfaserkabeln mangele, sei dort die Attraktivität von Funktechniken besonders groß. In der Folge sei mit einer höheren Elektrosmogbelastung zu rechnen. Über die Langzeitwirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt sei noch viel zu wenig bekannt. Die in der Europäischen Union geltenden Grenzwerte für Elektrosmog aus Mobilfunkanlagen halte auch das EU-Parlament für unzureichend. Außerdem fehlten Schutzmaßnahmen für die Anwohner der Sendestationen. Der BUND forderte, mindestens ein Prozent der zu erwartenden fünf bis sechs Milliarden Euro des Versteigerungserlöses zur Erforschung der Gesundheits- und Umweltfolgen von Mobilfunkanwendungen einzusetzen.

Bernd Rainer Müller, BUND-Mobilfunkexperte: “Um mögliche Umwelt- und Gesundheitsschäden zu vermeiden, dürfen die Funknetze nicht weiter ausgebaut werden. Stattdessen müssen immissionsarme Kommunikationstechnologien entwickelt werden, die solche Schäden ausschließen. Nötig sind beispielsweise die verstärkte Erforschung von Infrarot-Übertragungstechniken sowie ein deutlicher Ausbau der netzgebundenen Kommunikation über Glasfaserkabel.”

Eine Reihe von Studien habe gezeigt, dass die Mobilfunkstrahlung Menschen, Tieren und Pflanzen schade. Beim Menschen seien Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände beobachtet worden. Bienen, Brieftauben oder Fledermäuse verlören teilweise ihre Orientierung. In Laborversuchen seien Störungen des vegetativen Nervensystems sowie eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke nachgewiesen worden. Letzteres könne dazu führen, dass Umweltschadstoffe direkt ins Gehirn gelangen könnten. Zahlreiche Studien hätten auch die Schädigung von Spermien belegt. Zudem bestehe der Verdacht auf Auslösung und Förderung von Hirntumoren.

In Deutschland gibt es nach BUND-Angaben derzeit rund 260000 große Mobilfunk-Sendeanlagen und zirka zwei Millionen kleinere Sendeanlagen. Hinzu kommen rund 100 Millionen Mobiltelefone sowie etwa 50 Millionen häusliche Sender wie WLAN, schnurlose Telefone und Anlagen zur Daten- und Videoübertragung. Lediglich für fest installierte Sendeanlagen existierten Grenzwerte entsprechend der Bundesimmissionsschutzverordnung für elektromagnetische Felder (26. BImSchV). Diese gewährleisteten jedoch keinen Schutz vor den genannten Risiken. Zudem überschritten mobile Anwendungen wie die als “strahlungsarm” angebotenen sogenannten DECT-Telefone (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) diese Grenzwerte, eine Reihe von Mobiltelefonen strahlten sogar um bis zum Zehnfachen stärker.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Die sitzende Menschheit

Donnerstag, 22. April 2010

Der Bundesverband Sekretariat und Büromanagement e. V. plädiert für einen optimal ausgestatteten Arbeitsplatz zur Vorbeugung von Krankheiten und Rückenproblemen.

Rund 80.000 Stunden verbringt der Büro-Mensch im Laufe seines Arbeitslebens sitzend am Schreibtisch. Rechnet man noch das tägliche Sitzen in den eigenen vier Wänden, im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln hinzu, ganz zu schweigen von Kino- oder Theaterbesuchen, wird schnell klar: Der Körper bekommt zu wenig Bewegung. „Mittlerweile klagt jeder Zweite häufig bis regelmäßig über Rückenschmerzen und Verspannungen. Nicht selten sind früher oder später chronische Beschwerden die Folge“, weiß Ulrike Lübbert, staatlich anerkannte Physiotherapeutin, Geschäftsführerin des Berliner Unternehmens ergophys sowie Beraterin des Bundesverbands Sekretariat und Büromanagement e.V. (bSb). Doch was ist zu beachten, damit Schreibtischarbeit keine Spätfolgen nach sich zieht?

Sitzen gilt allgemein als Ruhestellung nach dem Stehen oder Laufen. Bewegungsapparat und Kreislauf werden entspannt, der Organismus reduziert sowohl Tätigkeit als auch Energieverbrauch. Diese Position unterstützt geistige Arbeit und fördert die Funktion des Gehirns. Trotzdem ist der Mensch für langes Sitzen nicht geschaffen. Die Bandscheiben, die als Stoßdämpfer und elastischer Puffer zwischen den Wirbelkörpern fungieren, werden nur in unbelastetem Zustand durch Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Dauerbelastung und Austrocknung können zu irreparablen Schäden führen.

Allerdings nutzt der beste Bürostuhl nichts, wenn er nicht richtig eingestellt ist. „Korrekt sitzt man, wenn Ober- und Unterarm bei Horizontalstellung der Sitzfläche etwa einen rechten Winkel bilden und der Unterarm auf der Tischplatte aufliegt. Die Füße sollten mit der ganzen Sohle entspannt auf dem Boden stehen“, erklärt die Physiotherapeutin. Zudem entlasten höhenverstellbare Armlehnen die Arme und Ellenbogen. So lassen sich Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vermeiden. „In Seminaren, die ich für unterschiedliche Unternehmen – wie auch für den bSb – durchführe, merke ich immer wieder, dass die Kenntnisse um einen optimal eingerichteten Arbeitsplatz oftmals noch rudimentär sind. Dabei sollten Arbeitgeber nicht außer Acht lassen, dass der Volkswirtschaft durch die Volkskrankheit „Rückenschmerz“ Milliarden Verluste entstehen, die sich durch Arbeitsausfall und Therapie sowie Rehabilitationskosten ergeben“, meint Ulrike Lübbert. „Als Berufsverband ist es uns wichtig, in diesem Bereich Aufklärungsarbeit zu leisten und unseren Mitgliedern und allen im Büro tätigen Menschen Tipps für den Alltag zu geben“, betont auch Monika Gunkel, erste Vorsitzende des bSb.

Doch egal wie gut man sitzt – was der Körper braucht ist regelmäßige Abwechslung. Deshalb sind Steh-/Sitzarbeitsplätze eine logische Lösung. Durch die höhenverstellbare Schreibtisch-Platte bestimmen die Benutzer jederzeit etwaige Haltungs- und Stellungswechsel. Ganz gleich, ob beim Telefonieren, Schreiben oder in der Diskussion mit Kollegen – ein Positionswechsel ist jederzeit möglich und vor allem empfehlenswert. So wird eine einseitige Belastung bestimmter Körperregionen vermieden. Darüber hinaus trägt das Gefühl der Selbstbestimmung dazu bei, entspannt mit der Arbeit umzugehen. Optimal organisiert ist der Arbeitplatz zudem, wenn nicht alles vom Stuhl aus erreichbar ist. Damit wird der Weg zum Kopierer oder das Strecken vor dem Regal zu einem willkommenen Ausgleich. Außerdem sollte für ausreichend frische Luft gesorgt werden. Ein Spaziergang in der Mittagspause ist also genau das Richtige. Wer dann in der Freizeit auch noch für regelmäßigen Ausgleichssport sorgt, gibt seinem Organismus den Rückhalt, den er bei der täglichen Arbeit am Schreibtisch benötigt.

Quelle: fair-NEWS.de

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Jede Minute stirbt eine Frau aufgrund von Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt

Mittwoch, 21. April 2010

99 Prozent der Todesfälle in Entwicklungsländern

„Jede Minute stirbt eine Frau aufgrund von Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Ingesamt sind das mehr als eine halbe Million Frauen, die jährlich daran ihr Leben verlieren – nur weil es an einer ausreichenden Gesundheitsversorgung mangelt“, sagt Dr. Anton Markmiller zum Weltgesundheitstag am Mittwoch, den 7. April. „99 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in den Entwicklungsländern“. CARE fordert eine bessere Gesundheitsversorgung und trägt selbst zur Verbesserung der gynäkologischen Betreuung bei.

„Diese Zahl ist unerträglich hoch. Die Frauen sterben an Komplikationen, die für uns ‚im reichen Norden‘ längst kein Gefahr mehr darstellen“, ergänzt Markmiller.  Im Millenniumentwicklungsziel Nummer 5 habe sich die internationale Staatengemeinschaft dazu verpflichtet, die Müttersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um drei Viertel zu senken. „Auch Deutschland ist diese Verpflichtung eingegangen“, betont Markmiller. „Viele dieser Frauen und ihre Kinder wären noch am Leben, wenn die Gesundheitsversorgung in den Entwicklungsländern ausreichend wäre“, so Markmiller weiter.

CARE verbessert weltweit die Gesundheitsversorgung für Mütter. Beispielsweise werden durch Aufklärung, Vorsorge und medizinische Betreuung die Risiken bei Schwangerschaft und Geburt deutlich reduziert. Mit mobilen gynäkologischen Kliniken und Schulungen wird Müttern die Möglichkeit gegeben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Auch in Deutschland wird CARE zusammen mit anderen Organisationen das Thema Müttersterblichkeit in der Vordergrund rücken: Bei der Mutternacht, die am 6. Mai in Berlin stattfinden wird. Mehr dazu unter: http://www.mutternacht.de/

Quelle: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

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Keine Abschiebung von Anna und Susanna Asatryan!

Montag, 19. April 2010

Wenn der Petitionsausschuss des Landtags NRW nicht eingreift, müssen die 44-jährige Armenierin Susanna Asatryan und ihre 12-jährige völlig integrierte Tochter Anna aus Rheda-Wiedenbrück Deutschland nach vierzehn Jahren Aufenthalt bis zum 30.04.2010 verlassen. Die Lokalpresse – aber auch der WDR in z. T. landesweiten Rundfunk- und Fernsehsendungen – berichteten bereits mehrfach über den Fall. Rund 3000 Unterschriften sind zusammengekommen, um Annas Bleiberecht zu sichern. Unter bestimmten – allerdings nahezu unerfüllbaren – Bedingungen könnte sie hier bleiben. Die Mutter soll wegen geringfügiger Straftaten aber auf jeden Fall das Land verlassen. Zurück blieben außerdem Annas 20-jährige Schwester Lusine und ihr 22-jähriger Bruder Artur. Die Familientrennung wäre damit endgültig besiegelt.

Jetzt ist es an der Zeit, im Interesse Annas auch für die Mutter wenigstens eine Duldung bis zur Volljährigkeit Annas einzufordern.
Unter der Adresse www.petitiononline.com/b57z9rc6/petition.html kann inzwischen jeder eine Online-Petition zum Abschiebefall Asatryan an den Petitionsausschuss des Landtags NRW unterzeichnen, die den Petitionsantrag der Anwältin an die gleiche Adresse unterstützen soll. Auch wenn es zunächst so scheint, werden die Namen und Adressen der Unterzeichner im Internet nicht veröffentlicht. Die angegebenen Daten sind lediglich dem Autor der Petition zugänglich.
Es bleiben nur noch wenige Tage Zeit, bis der Petitionsausschuss eine Entscheidung fällt.

Bitte unterstützen Sie die Initiative mit Ihrer Unterschrift! Mehr Informationen finden Sie im Text der Online-Petition.

Quelle: fair-NEWS.de

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Neues Verfahren lässt biologische Bypässe wachsen

Mittwoch, 31. März 2010

Erkrankungen des Gefäßsystems und daraus resultierende Durchblutungsstörungen gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden. Die Folgen sind gravierend – Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Beinamputationen. Jetzt hilft eine Therapie ohne Operation, die Durchblutung wieder herzustellen, indem sie auf natürliche Weise neue gesunde Gefäße wachsen lässt. Helfen kann sie Betroffenen, deren Blutversorgung durch Arterienverstopfung in den Herzkranzgefäßen, in den hirnversorgenden Arterien und in den Beinarterien beeinträchtigt ist.

Etwa 280.000 Deutsche erleiden jedes Jahr einen Herzinfarkt – durchschnittlich alle zwei Minuten trifft es einen. Die Ursache dafür sind Verschlüsse oder Verengungen in den Herzkranzgefäßen. Sie unterbinden die Versorgung des Herzmuskels mit lebenswichtigem Sauerstoff. Frühzeitig erkannt können diese Engstellen mit einem Bypass überbrückt werden. Dieses invasive Verfahren, eine Umleitung für das Blut zu legen, wurde 1967 erstmals von dem argentinischen Herzchirurgen Rene G. Favaloro durchgeführt. Heute erhalten in Deutschland jährlich rund 70.000 Patienten Bypässe eingesetzt. In dem bis zu fünfstündigen Eingriff wird nach dem Durchsägen des Brustbeins der Brustkorb aufgeklappt, so dass das Herz frei liegt. Atmung und Herzschlag werden angehalten und von der Herz-Lungen-Maschine übernommen. Dann wird für das verengte Gefäß ein kleines Stück körpereigene Vene oder Arterie eingesetzt. Auch wenn die Operation heute eine Routineeingriff ist, bleibt sie dennoch mit Risiken behaftet. Rund 700 Patienten überleben in Deutschland jedes Jahr den Eingriff nicht, bei etwa 3.500 kommt es während der Arbeit der Herzchirurgen noch im Operationssaal zu einem Herzinfarkt.

Neu und nicht von diesen Risiken begleitet ist ein sanftes und natürliches Bypass-Verfahren, dessen Wirksamkeit von Ärzten der renommierten Charité in Berlin kürzlich durch Studien belegt wurde und jetzt im Schwarzwald MedicalResort Obertal erstmals in der medizinischen Praxis angewandt wird: die Enhanced External Counterpulsation EECP. “Die Methode kommt ohne Operation aus. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und das Wachstum biologischer Bypässe im Körper wird angeregt”, erklärt Professor Dr. Rafael Adam, Gefäßmediziner, Chefarzt und Ärztlicher Direktor im Schwarzwald MedicalResort Obertal. “Diese Kombination von Schulmedizin und Selbstregeneration des Gefäßsystems entspricht unserem Obertaler Konzept der Integrativen Medizin.” Hintergrund des Verfahrens ist die Fähigkeit des Organismus, bei drohenden Gefäßverschlüssen selbst Umgehungsgefäße bilden zu können – die so genannte Arteriogenese. Dazu wachsen winzige Gefäße, die zahlreich im Gewebe vorhanden sind und oft nur den Bruchteil eines Millimeters durchmessen, bis zur Größe der vom Verschluss bedrohten Arterie an und leiten den Blutfluss um die verengte Stelle herum. Auf diese Weise wird der Herzmuskel weiterhin mit Sauerstoff versorgt.

Allerdings benötigen die Kollaterale genannten Mikrogefäße einen Reiz, der ihr Wachstum in Gang setzt. Der könnte durch regelmäßige und gezielte Bewegung ausgelöst werden, wobei es aber bei den meisten Betroffenen an der konsequenten Umsetzung fehlt. Dann kann die Enhanced External Counterpulsation EECP helfen, wie sie im Schwarzwald MedicalResort Obertal angewandt wird. “Im Herzrhythmus aufblasbare Manschetten um die Waden, Oberschenkel und Hüften pumpen das Blut mit rhythmischem Druck in Richtung Herz”, beschreibt Dr. Kai Ruffmann, Leitender Arzt Kardiologie im Schwarzwald MedicalResort Obertal. “Dieser Vorgang ist für die Patienten nicht im geringsten unangenehm oder beeinträchtigend. Dabei entsteht ein Reiz, der in den Zellen der Mikrogefäße Gene aktiviert. Es kommt zur vermehrten Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und die Gefäße legen kontinuierlich an Wachstum zu, bis sie schon nach wenigen Wochen die Aufgabe der verschlossenen Herzkranzgefäße übernehmen können.” Der Gefahr eines Herzinfarktes kann so begegnet werden.. Auch Herzenge, die Angina pectoris, bessert sich. Dr. Kai Ruffmann: “Die Brustschmerzen treten seltener auf oder bleiben ganz aus. Betroffene sind wieder belastbar, können sich sportlich betätigen und ohne Angst verreisen.”

Ein weiteres Anwendungsgebiet der Enhanced External Counterpulsation EECP sind verengte Beinarterien, zum Beispiel bei der Schaufensterkrankheit oder beim Raucherbein. Davon sind in Deutschland jährlich etwa 100.000 Raucher betroffen, jedem Zehnten bleibt nur noch die Amputation. “Auch in den Beinen lässt sich mit diesem Verfahren das Wachstum von Kollateralen anregen, so dass sich neue Arterien bilden”, sagt Professor Dr. Rafael Adam.

“Bislang können wir auf mehr als 30, teilweise schwerkranke Patienten zurück blicken, die mit erstaunlichem Erfolg behandelt wurden”, sagt Dr. Kai Ruffmann. Aktuelle Forschungen weisen darauf hin, dass die Enhanced External Counterpulsation EECP nicht nur in den Beinen und am Herzen geeignet ist, die lebensrettende Gefäßneubildung anzuregen, sondern ebenfalls im Becken und im Gehirn. Bestätigen sich diese Erkenntnisse, wäre sie auch eine sanfte und natürliche Methode, um Schlaganfälle zu verhindern oder deren Folgen zu mildern.

Quelle: fair-NEWS.de

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Aktive Jugend gegen Alkohol / Jugend hilft sich selbst

Donnerstag, 25. März 2010

gesellschaft1Solidarkreis-Sucht-U-21 bietet Konzept der Suchtselbsthilfe für Jugendliche an

Das Problem ist bekannt:
Die verschiedenen Verbände von Sucht-Selbsthilfegruppen beklagen allesamt ihre Schwierigkeiten bei der Integration von suchtgefährdeten bzw. schon abhängigen Jugendlichen.

„Komasaufen“ bei Jugendlichen, von uns zum Unwort 2010 als empfehlenswert empfunden, beherrscht seit Monaten die mediale Landschaft, in blasphemische Absichten gekleidete Überschriften geben vor, zur Problemlösung beitragen zu wollen. Tatsächlich jedoch geht es um Auflagensteigerungen und Quoten.

In Deutschland gibt es über 7.000 Selbsthilfegruppen zum Thema Alkoholismus und Sucht, die samt und sonders, so kann man es leichtfertig pauschalierend formulieren, in Jahrzehnte währenden Strukturen erstarrt sind.
Langjährige Abstinenzen stehen der unerschöpflichen Kraft der Jugend integrationsunfährig gegenüber. Längst spricht man eine andere Sprache.
Einer(m) Jugendlichen begreiflich machen zu wollen, er solle möglichst in seinem Leben keinen Alkohol mehr konsumieren hieße „Eulen nach Athen tragen“, oder, wäre so „überflüssig wie ein Kropf“.. Ein verächtliches Lachen wäre die Folge, oder der Bescheid „man habe sie nicht mehr alle“.

Um Missverständnissen zu vorzubeugen:
Selbsthilfegruppen sind zur Abstinenzsicherung unverzichtbar.
Unzähligen Menschen haben Sie „raus aus der Sucht“ zu einer neuen und nie gekannten Zufriedenheit verholfen.

Wir haben uns Gedanken gemacht:
Wie kann man Jugendlichen die Tür zur Motivation, über Selbsthilfe nachzudenken, einen Spalt weit öffnen? Das Medium „Internet“ brachte uns auf die Spur. Ein ideales Instrument sich über das Erlernen der Herstellung und Gestaltung von Internetauftritten und über Teilnahme an TV-Produktionen mit dem Thema „Sucht“ auseinander zusetzen.

Der Suchthilfe e.V. aus Detmold hat eine solches Konzept entwickelt. Gegründet wurde der Verein von zwei älteren Männer, Peter Korff (58) und Wolfgang Schwalenstöcker (65), die nach jahrzehntelangem Alkoholkonsum abhängig geworden sind und nach Ihrer Entwöhnungsbehandlung in verschiedenen Suchtkliniken sich der Suchthilfe verschrieben haben. Aktiv betreiben Sie ein umfangreiches Internetportal (www.suchthilfe-magazin.de,” target=”_blank”>http://.www.suchthilfe-magazin.de, ein Suchthilfe-Tvmit regelmäßigen Video-Beiträgen zum Thema und den Solidarkreis-Sucht, 2 Selbsthilfe-Projekte, in denen Betroffene an ihren Projekten mitarbeiten können.

Quelle: fair-NEWS.de

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Mindeststrafe für Genitalverstümmelung soll durch Bundesratsinitiative herabgesetzt werden

Donnerstag, 25. März 2010

Abschiebung der Täter soll auf diese Weise verhindert werden.

In ihrem Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Straftatbestandes „Genitalverstümmelung“ wollen die Justizminister Uwe Hahn (Hessen) und Ulrich Goll (Baden-Württemberg) die Herabsetzung der möglichen Mindeststrafe bei Genitalverstümmelung von „nicht unter drei Jahren“ auf „nicht unter zwei Jahre“ durchsetzen.

Damit wollen die Politiker sicherstellen, dass die Täter nach einer Verurteilung nicht abgeschoben werden, wie aus der Bundesrats-Drucksache 867/09 hervorgeht.

Hintergrund: Zum heutigen Zeitpunkt kann die Genitalverstümmelung als schwere Körperverletzung (§226, Abs. 2 StGB) mit einem Mindeststrafmaß „nicht unter drei Jahren“ geahndet werden. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Tat mit geringerer Strafe bewährt wäre. Denn bisher wurde kein einziges Strafverfahren geführt, das Genitalverstümmelung zum Gegenstand hatte.
Neuere juristische Bewertungen des „wichtigen Gliedes“ (z.B. nach der subjektiven Wichtigkeit), dessen Schädigung u.a. als Voraussetzung für die Erfüllung des Straftatbestandes „schwere Körperverletzung“ gilt legen nahe, dass Genitalverstümmelung selbst dann als schwere Körperverletzung geahndet werden könnte, wenn die Fruchtbarkeit des Opfers nicht beeinträchtigt wird.
Hinzu kommt die – bisher völlig vernachlässigte – einschlägige Fallgruppe der „dauerhaften Entstellung“, die ebenfalls die Bewertung von Genitalverstümmelung als „schwere Körperverletzung“ bedingt.
Die Verurteilung ausländischer Verstümmelungs-Täter/Anstifter mit der Mindeststrafe „nicht unter drei Jahren“ würde zu deren Ausweisung (§53 Nr. 1 Aufenthaltsgesetz) führen.
Genau diese Konsequenz für Täter wollen die Politiker verhindern, obwohl Uwe Hahn zugibt, dass „dies auf Grund der Schwere der Straftat angemessen erscheinen mag.“

Die Politiker begründen die Herabsetzung der Mindeststrafe damit, dass die drohende Abschiebung der Täter einer Anzeige durch das Opfer entgegenstehen könnte.
Dazu ist anzumerken, dass von den (i.d.R. schwer traumatisierten Opfern) grundsätzlich keine Anzeige zu erwarten ist – unabhängig davon, ob die Täter abgeschoben werden oder nicht. Dies belegt die Rechts-Praxis in allen europäischen Ländern, in denen Verstümmelungstäter grundsätzlich nicht von Abschiebung bedroht sind.

Indem die Politiker weiterhin die Einleitung der Strafverfolgung von Genitalverstümmelungen auf die minderjährigen, bzw. traumatisierten Opfer abstellen wollen, während sie gleichzeitig durch die ärztliche Schweigepflicht einen sicheren Täterschutz gewähren (siehe Pressemitteilung der TaskForce vom 03. März 2010), wird deutlich, dass ihre Aussagen, Genitalverstümmelungen energisch bekämpfen zu wollen, nicht wirklich ernst genommen werden können.
Der Gesetzesentwurf, für die Justizminister eine Mehrheit im Bundesrat gewinnen konnten, liegt nun dem Bundesjustizministerium zur Stellungnahme vor und muss bis zum 24. März dem Bundestag vorgelegt werden. Es bleibt in zu hoffen, dass das Bundesjustizministerium seiner bisherigen Linie zur Absage an Änderungen im Strafrecht treu bleibt.

Quelle: fair-NEWS.de

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