Archiv für die Kategorie „Gesundheit“

Den Blick schärfen für die Rehabilitation nach dem Schlaganfall

Freitag, 7. Mai 2010

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe weist auf Brüche in der Versorgungskette hin

Mehr als eine Millionen Menschen leiden in Deutschland an den Folgen eines Schlaganfalls, 43 Prozent von ihnen sind dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Die Pflegekosten dafür betragen mehr als drei Milliarden Euro jährlich. Die Folgen – und damit auch die Kosten – eines Schlaganfalls können durch eine patientengerechte Rehabilitation gemindert werden, wenn diese sich direkt an die Akutbehandlung anschließt. Insbesondere an dieser Schnittstelle kommt es aber häufig zu Verzögerungen. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe weist daher am 10. Mai 2010, dem bundesweiten “Tag gegen den Schlaganfall”, auf die Brüche in der Versorgungskette hin.

“In der Akutversorgung haben wir durch die Zertifizierung der Stroke Units schon viel erreicht”, erklärt Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. “Doch nun müssen wir dafür sorgen, dass die dort erzielten Behandlungserfolge nicht durch Brüche in der weiteren Versorgungskette geschmälert werden. Verstreicht beispielsweise zwischen der Akutbehandlung und der Rehabilitation mehr Zeit als nötig, geht dies zu Lasten der Betroffenen.”

Mit dem Motto “Den Blick schärfen für die Rehabilitation” stellt die Stiftung am 10. Mai 2010 daher die Zeit nach dem akuten Schlaganfall in den Fokus. Mit dem Ziel, jedem Schlaganfall-Betroffenen eine adäquate Rehabilitation zu ermöglichen, setzt sie dabei auf eine abgestimmte und integrative Versorgungskette. Akutversorgung, Rehabilitation, Nachsorge und Sekundärprävention müssen ineinander greifen, um den Therapieerfolg zu sichern: ein Leben mit größtmöglicher Selbstständigkeit. Erste Beispiele in der Schlaganfall-Versorgung, in denen mit integrativen Behandlungskonzepten gearbeitet wird, gibt es bereits.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bietet Betroffenen und Angehörigen Orientierungshilfen für die Zeit nach der Diagnose “Schlaganfall” an: Hier werden die Folgen eines Hirnschlags dargestellt und Tipps für Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation gegeben. Das “Info-Set Rehabilitation” ist kostenlos: zu bestellen per Telefon unter der Nummer 01805 536000 (0,14 EUR/Min., Mobilfunk max. 0,42 EUR/Min.) und per Internet unter www.schlaganfall-hilfe.de .

Jedes Jahr erleiden 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Angesichts der demografischen Entwicklung werden die Zahlen noch dramatisch zunehmen: Bis 2025 werden sich rund 3,4 Mio. Schlaganfälle ereignen, die direkten Kosten dafür mehr als 100 Mrd. Euro betragen.

Seit ihrer Gründung durch Liz Mohn 1993, widmet sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe unabhängig und gemeinwohlorientiert ihrem Satzungsauftrag, Schlaganfälle zu verhindern und zur Verbesserung der Versorgung von Schlaganfall-Patienten beizutragen. Sie treibt die Zertifizierung von Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke Units) voran und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Schlaganfall-Versorgung.

Die Stiftung stellt sich der gesellschaftlichen Verantwortung und entwickelt gemeinsam mit ihren Partnern innovative umfassende Versorgungskonzepte. Unterstützt wird die Aufklärungs- und Informationsarbeit von rund 200 ehrenamtlich tätigen Regionalbeauftragten – meist Ärzte aus Kliniken und Rehabilitations-Einrichtungen – sowie mehr als 470 Schlaganfall-Selbsthilfegruppen und 23 regionalen Partnerbüros.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Sierra Leone: Plan bekämpft Malaria mit großem Gesundheitsprojekt

Montag, 3. Mai 2010

Imprägnierte Netze sind der beste Schutz gegen den “Killer Number One”

Ein kleiner Mückenstich endet in Sierra Leone oft tödlich. Fast jedes zweite Kind unter fünf Jahren stirbt an Malaria. Auch bei Schwangeren führt die Infektionskrankheit häufig zum Tod. Mit einem nachhaltigen Gesundheits- und Schutzprojekt will das Kinderhilfswerk Plan die Malaria – die häufigste Todesursache in dem westafrikanischen Land – eindämmen. Ziel ist es, die Zahl der Todesfälle bis 2011 bei Kleinkindern um 30 Prozent und bei Schwangeren um 50 Prozent zu senken. Zum Weltmalariatag am 25. April 2010 ruft Plan zu Spenden für dieses wichtige Projekt auf.

Fadimata Alainchar, Plan-Länderdirektorin von Sierra Leone, erklärt: “Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen diesen ‘Killer Number one’ sind imprägnierte Moskitonetze. Wir überzeugen die Menschen, sich und vor allem ihre kleinen Kinder mit Netzen zu schützen. In allen Programmgebieten statten wir die Gesundheitsstationen mit Medikamenten gegen Malaria aus. Sehr wichtige Arbeit leisten unsere Gemeinde-Gesundheitsarbeiter, die in den Dörfern über Malaria aufklären. Das ist so wichtig, weil immer noch viele Erwachsene den Gang ins Krankenhaus scheuen und lieber traditionelle Medizin nehmen. Dadurch wird eine erfolgreiche Behandlung oft verhindert. Auch Kinder beziehen wir gut in die Aufklärungsarbeit ein. Sie schulen wieder andere Kinder in den Gesundheitsclubs. Kinder lernen schnell und sind viel eher als Erwachsene bereit, neue Verhaltensweisen anzunehmen.”

Eine wichtige Aufgabe bei der Malariabekämpfung ist es auch, Trinkwasser in den Gemeinden bereit zu stellen. Zudem müssen Wassertümpel in der Nähe der Dörfer trocken gelegt und Grasflächen regelmäßig beschnitten werden. Sie bilden sonst geeignete Brutstätten für die Moskitos. Fadimata Alainchar: “In ländlichen Regionen werden gerade Mädchen oft zum Wasserholen geschickt. Damit sind sie besonders gefährdet, gestochen zu werden und an Malaria zu erkranken.”

In 170 Gemeinden und mithilfe von 75 Gesundheitsstationen betreibt Plan aktive Malaria-Aufklärung sowie medizinische Behandlung der Krankheit. Über 60.000 an Malaria erkrankte Kleinkinder sowie 180.000 Schwangere erhalten Medikamente bzw. Prophylaxe. 35.750 Moskitonetze werden bis 2011 in den Gemeinden verteilt. 25 Gesundheitsstationen führen Malariatests durch. Das Personal nimmt regelmäßig an Aus- und Fortbildungen über moderne Diagnosemöglichkeiten teil. Plans Projekt trägt dazu bei, das UN-Millenniums-Entwicklungsziel sechs zu erreichen: die Ausbreitung von Malaria bis 2015 zu stoppen.

Mehr Informationen zum Plan-Malaria-Projekt in Sierra Leone sowie Spendenmöglichkeiten unter www.plan-deutschland.de/aktuelles/

Quelle: Offenes-Presseportal

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Oxfam-Studie über Vergewaltigungen in DR Kongo

Dienstag, 27. April 2010

“Selbst nachts zuhause im eigenen Bett sind Frauen nicht sicher”

Oxfam fordert stärkeren Schutz der Zivilbevölkerung und bessere medizinische Versorgung für vergewaltigte Frauen im Ost-Kongo.

Vergewaltigungen stehen im vom Bürgerkrieg geschundenen Osten der Demokratischen Republik Kongo auf der Tagesordnung. Allein im Süd-Kivu wurden 2009 mehr als 5.000 Personen vergewaltigt. Noch nicht einmal das eigene Haus bietet Schutz vor brutalen sexuellen Übergriffen: Mehr als die Hälfte der Vergewaltigungen in der DR Kongo fanden nachts und daheim statt, in der vermeintlichen Sicherheit des Hauses der Betroffenen – häufig sogar in Gegenwart der Familien. Dies geht aus der am 15. April frei gegebenen Studie “Now, the world is without me”, von Oxfam und der Harvard Humanitarian Initiative hervor.

“Die Brutalität und das Ausmaß der Vergewaltigungen im Ost-Kongo sind ein Skandal, zumal gleichzeitig über den Abzug der UN-Friedensmission aus der DR Kongo diskutiert wird”, sagt Markus Nitschke, Berater zu Humanitären Krisen bei Oxfam Deutschland. “Frauen sind nicht einmal nachts in ihrem eigenen Bett sicher. Die Anwesenheit der Blauhelm-Soldaten ist so lange erforderlich, bis die kongolesische Regierung selbst im Stande ist, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen.”

Erschütternde Berichte vergewaltigter Frauen

Eine Betroffene berichtet: “Meine Familie und ich schliefen, als die Soldaten kamen. Sie banden meinem Mann die Hände hinter dem Rücken zusammen, und dann vergewaltigten sie mich einer nach dem andern. Später nahmen sie meinen Mann und mich mit in den Wald. Als sich mein Mann widersetzte, erschossen sie ihn. Ich war drei Wochen mit ihnen im Wald bis ich eines nachts entkommen konnte. Als ich wieder nachhause kam, erfuhr ich, dass mein kleines Kind tot war.”

60 Prozent Mehrfachvergewaltigungen

Aus der von der Harvard Humanitarian Initiative durchgeführten Umfrage unter 4.311 Vergewaltigten geht hervor, dass 56 Prozent der Frauen daheim vergewaltigt wurden, 16 Prozent bei der Feldarbeit und 15 Prozent beim Holzsuchen im Wald. Besonders schockierend: 60 Prozent der betroffenen Frauen wurden mehrfach vergewaltigt. 12 Prozent wurden Opfer sexueller Sklaverei, einige wurden jahrelang gefangen gehalten.

Die Täter sind überwiegend Soldaten oder Angehörige von Milizen. Die Studie zeigt, dass während militärischer Aktivitäten die Zahl von Vergewaltigungen steil ansteigt. Im Untersuchungszeitraum haben jedoch auch die Vergewaltigungen durch Zivilpersonen um das 17-fache zugenommen.

Medizinische Versorgung völlig unzureichend

Für die Untersuchung wurden über einen Zeitraum von insgesamt vier Jahren Frauen befragt, die im Panzi-Krankenhaus im Süd-Kivu behandelt wurden. Panzi ist das einzige Krankenhaus seiner Art im Süd-Kivu, einer Region mit rund fünf Millionen Einwohnern. Viele Frauen aus entlegenen Gebieten können die Reise dorthin nicht machen und sterben oft an den schweren Verletzungen infolge von Vergewaltigungen.

Oxfam fordert eine Ausweitung des medizinischen Angebots für die betroffenen Frauen. “Der Zugang zu medizinischer Versorgung muss radikal verbessert werden, insbesondere für Überlebende sexueller Gewalt in abgelegenen Dörfern. Jede Frau muss die Behandlung bekommen, die sie braucht”, so Nitschke.

Die Studie “Now, the world is without me” und eine Zusammenfassung finden Sie unter: www.oxfam.de/publikationen/Kongo-Now-the-world-is-without-me

Quelle: Offenes-Presseportal

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“Aids ist Herausforderung kirchlicher Entwicklungsarbeit”

Montag, 26. April 2010

EKD-Delegation traf Äthiopiens Staatspräsident Wolde-Giorgis

Eine Delegation des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) und von “Brot für die Welt” ist am Montag, 12. April, in Addis Abeba vom Staatspräsidenten Äthiopiens, Girma Wolde-Giorgis, empfangen worden. Der Leiter der Delegation, der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Bernhard Felmberg, berichtete über kirchliche Entwicklungsprojekte zur Ernährungssicherung, die in Äthiopien von den beiden kirchlichen Hilfswerken unterstützt werden.

Äthiopiens Staatspräsident Wolde-Giorgis würdigte das Engagement der evangelischen Kirche in seinem Land, insbesondere der äthiopischen lutherischen Mekane-Yesus-Kirche. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die zahlreichen Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation gerade der ärmsten Bevölkerungsteile auch in Zukunft fortgesetzt werden. Im vergangenen Jahr haben Brot für die Welt und der Evangelische Entwicklungsdienst die Projekte äthiopischer Partnerorganisationen mit rund 3,7 Millionen Euro unterstützt. Damit ist Äthiopien ein Schwerpunktland kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit in Afrika.

Die Stärke der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit liege in ihrem integrativen Ansatz und in ihrer unmittelbaren Nähe zu den betroffenen Menschen, sagte Prälat Felmberg. In den Projekten zur ländlichen Entwicklung geht es um die Verbesserung der Ernährungssituation durch Ertragssteigerungen und Anbau neuer Früchte. Zugleich aber werden in diesen Projekten offensiv die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung bekämpft und Methoden der Familienplanung eingeführt. “Ich bin beeindruckt, mit welcher Überzeugungskraft die betroffenen Frauen und Männer von den Verbesserungen ihres Lebens berichtet haben”, sagte Felmberg gegenüber dem äthiopischen Staatspräsidenten.

Auch die weiter dramatisch steigende Zahl von HIV/Aids-Erkrankungen sei eine Herausforderung für kirchliche Entwicklungsarbeit, so Felmberg. Allein die Zahl der AIDS-Waisen in Äthiopien wird auf mehr als eine Million geschätzt. Armut, Unwissen, kulturelle Tabus und Geschlechterungerechtigkeit verschärften die Situation. Der äthiopische Präsident Girma Wolde-Giorgis, der selbst Vorsitzender der nationalen äthiopischen AIDS-Kommission ist, dankte der EKD für ihr langjähriges Engagement im Gesundheitsbereich. Bereits 1965 wurde der Bau des St. Pauls-Krankenhauses für arme Bevölkerungsschichten in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba von der evangelischen Kirche mitfinanziert.

Quelle: Offenes-Presseportal

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San Francisco führt vegetarischen Wochentag ein

Montag, 26. April 2010

San Francisco führt den Meat Free Monday ein. Gesundheits- und Klimaschutz stehen im Vordergrund.

San Francisco ist die erste US-amerikanische Stadt, die das Konzept des vegetarischen Wochentags aufgreift. Am Dienstag (06.04.2010) stimmte das »San Francisco Board of Supervisors« einer Resolution zu, die den Montag als »Vegetarian Day« bezeichnet, und über den Restaurants, Supermärkte und Schulen aufgefordert werden, ihr vegetarisches Angebot deutlich auszuweiten.

Die Resolution betont die ökologischen Vorteile der vegetarischen bzw. veganen Ernährung, und sie beschreibt diese als »wahrhaft grüne Ernährung«. Dabei wird sowohl auf eine Studie vom Worldwatch Institute Bezug genommen, nach der die Fleischproduktion für 51% der vom Menschen verursachten Klimagasemissionen verantwortlich ist als auch Nobelpreisträger Rajendra Pachauri erwähnt, der dazu rät, den Fleischkonsum aus Umweltgründen zu reduzieren.
Weiterhin führt die Resolution die vielen gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung und die damit verbundenen Kosteneinsparungen im Gesundheitssektor auf. Dabei wird die American Dietetic Association zitiert, die als größter Ärzteverband der USA darauf hinweist, dass ein reduzierter Fleischkonsum u.a. das Risiko senkt, an Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und mehrere Krebsarten zu erkranken.

Neben diesen Vorteilen hebt die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hervor, dass ein reduzierter Fleischkonsum den Tieren zugutekommt und außerdem dazu beitragen kann, das Welthungerproblem zu lösen, da die Fleischproduktion für die Verschwendung gigantischer Soja- und Getreidemengen verantwortlich ist: 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der weltweiten Sojaernte werden zu Nutztierfutter verarbeitet.
Die Stiftung hat über 100 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen angeschrieben, um für die Einführung eines vegetarischen Wochentags zu werben. Mehrere deutsche Städte haben ihr Interesse bekundet und arbeiten an der Umsetzung. In Schwerin bleibt die städtische Kantine freitags fleischfrei, und Bremen hat den vegetarischen Donnerstag eingeführt. »Wir hoffen, dass viele weitere Städte diesen guten Vorbildern folgen und zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt vegetarische Wochentage einführen«, sagt Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich erfolgreich gegen die industrialisierte Massentierhaltung ein und wirbt für den vegetarischen und veganen Lebensstil. Mehr erfahren Sie auf http://albert-schweitzer-stiftung.de.

Quelle: fair-NEWS.de

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Start der ersten Notruf-Hotline für Genitalverstümmelung: 01803 – SOS FGM (767 346)

Montag, 26. April 2010

Mit SOS FGM erhalten Mädchen eine Chance auf Schutz vor Genitalverstümmelung

Mit SOS FGM hat die TaskForce jetzt ein Kinderschutz-Projekt gestartet, das in Deutschland und Europa einmalig ist. Es fokussiert den konkreten Schutz von Mädchen vor einer ganz spezifischen Gewalt: der Genitalverstümmelung.

Allein in Deutschland müssen bis zu 50.000 minderjährige Mädchen als gefährdet eingestuft werden. Bis zu 80% dieser Mädchen werden tatsächlich der Verstümmelung unterworfen. Auf Schutz konnten sie bislang bis auf wenige Ausnahmen nicht zählen.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Menschen, die konkrete Informationen über geplante oder bereits verübte Genitalverstümmelungen erlangt haben, oft nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Auch Behörden und Jugendämter reagieren vielfach unsicher und zögerlich, wenn gefährdete Mädchen geschützt werden müssen.

SOS FGM reagiert auf genau diesen Umstand und bietet ab jetzt eine Anlaufstelle für

- Menschen, die Kenntnis von Genitalverstümmelungen erlangt haben: Für sie steht die Notruf-Nummer 01803 – SOS FGM (767 326) zur Verfügung. Wir stellen sicher, dass schnell und kompetent Hilfe eingeleitet wird und jeder einzelne Fall durch konsequentes Follow Up begleitet wird.

- Behörden, Jugendämter und Fachkräfte: SOS FGM bietet sowohl Einzelberatung in konkreten Fällen als auch fachbezogene Fortbildung im gesamten Bundesgebiet an. Es geht darum einen sicheren, umsichtigen und schutz-orientierten Umgang mit Fällen, die Genitalverstümmelung zum Gegenstand haben, zu ermöglichen.

- Mädchen und Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung geworden sind: Die wenigsten Opfer wissen, dass sie i.d.R. Anspruch auf Entschädigung durch den deutschen Staat haben (nach dem Opferentschädigungsgesetz, OEG). SOS FGM informiert Opfer über ihre Rechte und hilft ihnen dabei, ihre Ansprüche geltend zu machen.

Dieses Projekt ist ein Meilenstein für den konkreten Schutz von Kindern vor schwerer Gewalt und Misshandlung und trägt zur Verwirklichung ihrer Grundrechte auf Würde, Leben und Unversehrtheit bei.

Weitere Informationen über SOS FGM: www.sosfgm.org

Quelle: fair-NEWS.de

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ÄRZTE OHNE GRENZEN veröffentlicht Report

Montag, 26. April 2010

Fassade des Gesundheitssystems in Turkmenistan gefährdet Menschenleben

Das Image von Gesundheit und Wohlstand, das Turkmenistan der internationalen Gemeinschaft präsentiert, verschleiert den gefährlichen Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens. Die Existenz ansteckender Krankheiten wird geleugnet, medizinische Daten werden systematisch manipuliert und internationale Standards und Protokolle kaum in die Praxis umgesetzt. Die internationale humanitäre Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN veröffentlicht heute den Report “Turkmenistans undurchsichtiges Gesundheitssystem”, der auf eigenen Erfahrungen im Land basiert.

Während der zehn Jahre, in denen ÄRZTE OHNE GRENZEN in Turkmenistan medizinische Versorgung geleistet hat, hat die Organisation miterlebt, wie alltägliche Fahrlässigkeit und weit verbreitete riskante Praktiken Menschenleben gefährden. So werden Bluttransfusionen häufig ohne vorherigen Test auf HIV oder Hepatitis C vorgenommen. Im Gesundheitssystem herrscht eine Kultur der Angst, in deren Folge Patienten in kritischem Zustand abgewiesen werden, um ihren negativen Einfluss auf sensible Statistiken zu verhindern, wie auf die Mutter-Kind-Sterblichkeitsrate oder die ansteckender Krankheiten. Die Bevölkerung Turkmenistans wird von ihrem Gesundheitssystem im Stich gelassen, das mehr auf die Außenwirkung ausgerichtet ist, als auf die Bewältigung der wirklichen Gefahr, die ansteckende Krankheiten für die öffentliche Gesundheit darstellen.

“Es steht außer Frage, dass Tuberkulose (TB) und sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids weiter verbreitet sind, als es offizielle Zahlen nahe legen. Die turkmenische Regierung weigert sich, diese Realität anzuerkennen”, sagt Dr. Leslie Shanks, medizinische Leiterin bei ÄRZTE OHNE GRENZEN. “Internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF tragen dazu bei, das Problem aufrechtzuerhalten, indem sie Fehlinformationen und Praktiken der Regierung Legitimität verleihen, die nicht nur wirkungslos sondern oft auch gefährlich sind.”

TB und besonders die multiresistente Form (MDR-TB) stellen vermutlich eine der größten Bedrohungen des öffentlichen Gesundheitswesens dar. Da die Krankheit auch in den Nachbarländern weit verbreitet ist, fürchtet ÄRZTE OHNE GRENZEN eine schwere Krise in Turkmenistan, die ohne unmittelbares und eindeutiges Einschreiten zu einer großen Gesundheitskrise mit regionaler Auswirkung führen wird. Um dies zu verhindern, sollten die Schnell-Diagnose und die Behandlung von MDR-TB umgehend mithilfe von internationalen Experten implementiert werden.

Im Jahr 2009 traf ÄRZTE OHNE GRENZEN die schwierige Entscheidung, Turkmenistan zu verlassen, nachdem die Aktivitäten im Land immer stärker eingeschränkt wurden. Die Organisation erkannte, dass sie eher riskierte, sich der Verschleierung der Probleme im Gesundheitssystem mitschuldig zu machen, als diese anzugehen. “Internationale Organisationen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden, indem sie die Transparenz des Gesundheitssystems aktiv fördern und aufhören, widersprüchliche Daten als Fakten anzuerkennen”, sagt Leslie Shanks.

ÄRZTE OHNE GRENZEN ist seit 1999 in Turkmenistan tätig und hat damals erstmalig international anerkannte Standards zur Tuberkulosebehandlung eingeführt. In den vergangenen fünf Jahren war die Organisation im Distriktkrankenhaus der Stadt Magdanly im Osten des Landes tätig, um die Qualität der Pädiatrie und Geburtsmedizin zu verbessern. Den Report “Turkmenistans undurchsichtiges Gesundheitssystem” finden Sie unter www.aerzte-ohne-grenzen.de.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen: BUND warnt vor Zunahme des Elektrosmogs durch zusätzliche Sendeanlagen

Freitag, 23. April 2010

Anlässlich der morgigen Versteigerung neuer Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur in Mainz warnte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem massiven Ausbau der Mobilfunknetze vor allem in ländlichen Regionen. Weil es auf dem Land an leistungsfähigen Glasfaserkabeln mangele, sei dort die Attraktivität von Funktechniken besonders groß. In der Folge sei mit einer höheren Elektrosmogbelastung zu rechnen. Über die Langzeitwirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt sei noch viel zu wenig bekannt. Die in der Europäischen Union geltenden Grenzwerte für Elektrosmog aus Mobilfunkanlagen halte auch das EU-Parlament für unzureichend. Außerdem fehlten Schutzmaßnahmen für die Anwohner der Sendestationen. Der BUND forderte, mindestens ein Prozent der zu erwartenden fünf bis sechs Milliarden Euro des Versteigerungserlöses zur Erforschung der Gesundheits- und Umweltfolgen von Mobilfunkanwendungen einzusetzen.

Bernd Rainer Müller, BUND-Mobilfunkexperte: “Um mögliche Umwelt- und Gesundheitsschäden zu vermeiden, dürfen die Funknetze nicht weiter ausgebaut werden. Stattdessen müssen immissionsarme Kommunikationstechnologien entwickelt werden, die solche Schäden ausschließen. Nötig sind beispielsweise die verstärkte Erforschung von Infrarot-Übertragungstechniken sowie ein deutlicher Ausbau der netzgebundenen Kommunikation über Glasfaserkabel.”

Eine Reihe von Studien habe gezeigt, dass die Mobilfunkstrahlung Menschen, Tieren und Pflanzen schade. Beim Menschen seien Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände beobachtet worden. Bienen, Brieftauben oder Fledermäuse verlören teilweise ihre Orientierung. In Laborversuchen seien Störungen des vegetativen Nervensystems sowie eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke nachgewiesen worden. Letzteres könne dazu führen, dass Umweltschadstoffe direkt ins Gehirn gelangen könnten. Zahlreiche Studien hätten auch die Schädigung von Spermien belegt. Zudem bestehe der Verdacht auf Auslösung und Förderung von Hirntumoren.

In Deutschland gibt es nach BUND-Angaben derzeit rund 260000 große Mobilfunk-Sendeanlagen und zirka zwei Millionen kleinere Sendeanlagen. Hinzu kommen rund 100 Millionen Mobiltelefone sowie etwa 50 Millionen häusliche Sender wie WLAN, schnurlose Telefone und Anlagen zur Daten- und Videoübertragung. Lediglich für fest installierte Sendeanlagen existierten Grenzwerte entsprechend der Bundesimmissionsschutzverordnung für elektromagnetische Felder (26. BImSchV). Diese gewährleisteten jedoch keinen Schutz vor den genannten Risiken. Zudem überschritten mobile Anwendungen wie die als “strahlungsarm” angebotenen sogenannten DECT-Telefone (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) diese Grenzwerte, eine Reihe von Mobiltelefonen strahlten sogar um bis zum Zehnfachen stärker.

Quelle: Offenes-Presseportal

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Die sitzende Menschheit

Donnerstag, 22. April 2010

Der Bundesverband Sekretariat und Büromanagement e. V. plädiert für einen optimal ausgestatteten Arbeitsplatz zur Vorbeugung von Krankheiten und Rückenproblemen.

Rund 80.000 Stunden verbringt der Büro-Mensch im Laufe seines Arbeitslebens sitzend am Schreibtisch. Rechnet man noch das tägliche Sitzen in den eigenen vier Wänden, im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln hinzu, ganz zu schweigen von Kino- oder Theaterbesuchen, wird schnell klar: Der Körper bekommt zu wenig Bewegung. „Mittlerweile klagt jeder Zweite häufig bis regelmäßig über Rückenschmerzen und Verspannungen. Nicht selten sind früher oder später chronische Beschwerden die Folge“, weiß Ulrike Lübbert, staatlich anerkannte Physiotherapeutin, Geschäftsführerin des Berliner Unternehmens ergophys sowie Beraterin des Bundesverbands Sekretariat und Büromanagement e.V. (bSb). Doch was ist zu beachten, damit Schreibtischarbeit keine Spätfolgen nach sich zieht?

Sitzen gilt allgemein als Ruhestellung nach dem Stehen oder Laufen. Bewegungsapparat und Kreislauf werden entspannt, der Organismus reduziert sowohl Tätigkeit als auch Energieverbrauch. Diese Position unterstützt geistige Arbeit und fördert die Funktion des Gehirns. Trotzdem ist der Mensch für langes Sitzen nicht geschaffen. Die Bandscheiben, die als Stoßdämpfer und elastischer Puffer zwischen den Wirbelkörpern fungieren, werden nur in unbelastetem Zustand durch Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Dauerbelastung und Austrocknung können zu irreparablen Schäden führen.

Allerdings nutzt der beste Bürostuhl nichts, wenn er nicht richtig eingestellt ist. „Korrekt sitzt man, wenn Ober- und Unterarm bei Horizontalstellung der Sitzfläche etwa einen rechten Winkel bilden und der Unterarm auf der Tischplatte aufliegt. Die Füße sollten mit der ganzen Sohle entspannt auf dem Boden stehen“, erklärt die Physiotherapeutin. Zudem entlasten höhenverstellbare Armlehnen die Arme und Ellenbogen. So lassen sich Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vermeiden. „In Seminaren, die ich für unterschiedliche Unternehmen – wie auch für den bSb – durchführe, merke ich immer wieder, dass die Kenntnisse um einen optimal eingerichteten Arbeitsplatz oftmals noch rudimentär sind. Dabei sollten Arbeitgeber nicht außer Acht lassen, dass der Volkswirtschaft durch die Volkskrankheit „Rückenschmerz“ Milliarden Verluste entstehen, die sich durch Arbeitsausfall und Therapie sowie Rehabilitationskosten ergeben“, meint Ulrike Lübbert. „Als Berufsverband ist es uns wichtig, in diesem Bereich Aufklärungsarbeit zu leisten und unseren Mitgliedern und allen im Büro tätigen Menschen Tipps für den Alltag zu geben“, betont auch Monika Gunkel, erste Vorsitzende des bSb.

Doch egal wie gut man sitzt – was der Körper braucht ist regelmäßige Abwechslung. Deshalb sind Steh-/Sitzarbeitsplätze eine logische Lösung. Durch die höhenverstellbare Schreibtisch-Platte bestimmen die Benutzer jederzeit etwaige Haltungs- und Stellungswechsel. Ganz gleich, ob beim Telefonieren, Schreiben oder in der Diskussion mit Kollegen – ein Positionswechsel ist jederzeit möglich und vor allem empfehlenswert. So wird eine einseitige Belastung bestimmter Körperregionen vermieden. Darüber hinaus trägt das Gefühl der Selbstbestimmung dazu bei, entspannt mit der Arbeit umzugehen. Optimal organisiert ist der Arbeitplatz zudem, wenn nicht alles vom Stuhl aus erreichbar ist. Damit wird der Weg zum Kopierer oder das Strecken vor dem Regal zu einem willkommenen Ausgleich. Außerdem sollte für ausreichend frische Luft gesorgt werden. Ein Spaziergang in der Mittagspause ist also genau das Richtige. Wer dann in der Freizeit auch noch für regelmäßigen Ausgleichssport sorgt, gibt seinem Organismus den Rückhalt, den er bei der täglichen Arbeit am Schreibtisch benötigt.

Quelle: fair-NEWS.de

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Jede Minute stirbt eine Frau aufgrund von Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt

Mittwoch, 21. April 2010

99 Prozent der Todesfälle in Entwicklungsländern

„Jede Minute stirbt eine Frau aufgrund von Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Ingesamt sind das mehr als eine halbe Million Frauen, die jährlich daran ihr Leben verlieren – nur weil es an einer ausreichenden Gesundheitsversorgung mangelt“, sagt Dr. Anton Markmiller zum Weltgesundheitstag am Mittwoch, den 7. April. „99 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in den Entwicklungsländern“. CARE fordert eine bessere Gesundheitsversorgung und trägt selbst zur Verbesserung der gynäkologischen Betreuung bei.

„Diese Zahl ist unerträglich hoch. Die Frauen sterben an Komplikationen, die für uns ‚im reichen Norden‘ längst kein Gefahr mehr darstellen“, ergänzt Markmiller.  Im Millenniumentwicklungsziel Nummer 5 habe sich die internationale Staatengemeinschaft dazu verpflichtet, die Müttersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um drei Viertel zu senken. „Auch Deutschland ist diese Verpflichtung eingegangen“, betont Markmiller. „Viele dieser Frauen und ihre Kinder wären noch am Leben, wenn die Gesundheitsversorgung in den Entwicklungsländern ausreichend wäre“, so Markmiller weiter.

CARE verbessert weltweit die Gesundheitsversorgung für Mütter. Beispielsweise werden durch Aufklärung, Vorsorge und medizinische Betreuung die Risiken bei Schwangerschaft und Geburt deutlich reduziert. Mit mobilen gynäkologischen Kliniken und Schulungen wird Müttern die Möglichkeit gegeben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Auch in Deutschland wird CARE zusammen mit anderen Organisationen das Thema Müttersterblichkeit in der Vordergrund rücken: Bei der Mutternacht, die am 6. Mai in Berlin stattfinden wird. Mehr dazu unter: http://www.mutternacht.de/

Quelle: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

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