Archiv für die Kategorie „Tierschutz“

System der Tierproduktion muss hinterfragt werden?

Donnerstag, 13. Januar 2011

Ein auf Profit und billige Ware ausgerichtetes System der Tierproduktion ist anfällig für kriminelle Machenschaften. Diese sind dann nur noch schwer unter Kontrolle zu bringen, wie die aktuelle Entwicklung im Dioxinskandal zeigt. Die Folge: Verbraucher sind verunsichert und die Tiere werden zu Abfall deklariert und vernichtet. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine Umkehr in der Lebensmittelproduktion und einen Umgang mit Tieren, für den die Gesellschaft sich nicht mehr schämen muss. Hintergrund dafür ist die aktuelle angeordnete Tötung von Schweinen: Werden Tiere getötet, weil der Dioxingehalt im Fleisch die Grenzwerte überschreitet, ist das ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, stellen die Tierschützer fest.

Laut Tierschutzgesetz darf kein Wirbeltier in Deutschland ohne vernünftigen Grund getötet werden. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, dazu: „Die Tiere sind nicht akut krank, sie könnten trotz der Dioxinbelastung weiterleben. Der vernünftige Grund einer Tötung, nämlich die Nahrungsgewinnung, ist nicht gegeben.“ Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die zuständigen Behörden, Tiertötungen nicht als Schnellschüsse zu missbrauchen, um Sicherheit für die Verbraucher vorzutäuschen. Der Verband weist auch auf ein weiteres Problem in der Massentierhaltung hin: Wenn Betriebe gesperrt sind, die Tiere aber schlachtreif wären, kann das mit erheblichen Tierschutzproblemen verbunden sein. Schweine haben in der industriellen Mast ein sehr begrenztes Platzangebot, sie nehmen täglich an Gewicht zu, so dass eine Verlängerung der Mast, weil der Betrieb gesperrt ist, für sie eine weitere Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten bedeutet. Damit werden die ohnehin schon katastrophalen Haltungsbedingungen zusätzlich verschlimmert.

Der Deutsche Tierschutzbund hält eine Abkehr von der immer stärker werdenden Industrialisierung der Tierhaltung in der Landwirtschaft für unausweichlich. „Wir befinden uns auf einem agrarpolitischen Irrweg. Tausende von Betrieben in Deutschland werden von einem Verursacher geschädigt, wie in diesem Fall. Diese Industrialisierung birgt immer die Gefahr eines Flächenbrandes, weil sich die Folgen von gesundheitsschädlichen Belastungen oder auch Seuchen katapultartig zu Lasten von Mensch und Tier ausbreiten. Eine regional ausgerichtete Landwirtschaft als Kreislaufwirtschaft würde mehr Sicherheit schaffen und Mensch und Tier besser schützen“, bilanziert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Und richtet den Blick auch auf den Verbraucher: „Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass das billige Fleisch jeden Tag mit artgerechter Haltung in Einklang zu bringen ist“, so Apel weiter.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Dioxinskandal: derzeitiges System erleichtert Betrug zu Lasten von Mensch und Tier

Mittwoch, 5. Januar 2011

Der Dioxinskandal beunruhigt auch den Deutschen Tierschutzbund. Für den Verband belegt der Skandal erneut: Verbraucherschutz geht nur mit Tierschutz. Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation fordert zudem Konsequenzen. Neben der Bestrafung der Schuldigen muss dringend die Transparenz der Verarbeitungskette von Anfang bis zum Ende erhöht werden. Denn offenbar fehlt es u.a. an den gesetzlichen Vorgaben für eine transparente Kennzeichnung.

Auch wenn in diesem Fall das Dioxin durch Stichproben entdeckt wurde: Festzuhalten bleibt, dass die Kennzeichnungen nicht eindeutig genug sind. Es muss von Beginn der Verarbeitungskette an detailliert geschildert werden, was genau verwendet und verarbeitet wurde. Allgemeinplätze wie „Fette“ und „Öle“ reichen nicht, stellt der Deutsche Tierschutzbund fest. Zudem müssen die Kontrollen ausgeweitet werden, das dürfe nicht an Kosten scheitern, mit denen oft flächendeckende Proben abgelehnt werden und lediglich auf Stichproben ausgewichen wird.

„Hier muss das Verursacherprinzip angewendet werden: Wer was herstellt und liefert, muss detailliert sagen, was drin ist“, fordert Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes. Und: „Die Täter gehören bestraft, aber es muss auch klar sein, dass das derzeitige System als Mittäter anzusehen ist, weil es Betrug Tür und Tor öffnet.“

Die Strukturen sind anfällig, stellt Schröder zudem fest. Die Ausrichtung auf eine agrarindustrielle Landwirtschaft führt schnell zu einem Flächenbrand, wie wir ihn jetzt erleben. Tausende von Betrieben in ganz Deutschland werden geschädigt, wenn es in einem einzigen Futtermittel-Unternehmen zu Fehlern kommt. Eine regional ausgerichtete Landwirtschaft als Kreislaufwirtschaft würde mehr Sicherheit schaffen und Mensch und Tier besser schützen. „Der Dioxinskandal belegt erneut, wie wichtig ein neues Denken und Handeln ist. Nachhaltiger Verbraucherschutz geht nur mit Tierschutz“, so Schröder.

Darüber hinaus erinnert der Verband an das mit dem Skandal verbundene Leid für die Tiere. Mehrere Tausend mit dioxinhaltigem Futter ernährte Hennen wurden bereits getötet. Die Behörden sind gefordert, um unnötige Tötungen von Tieren auf den gesperrten Höfen zu verhindern. Aus ethischer Sicht sind das Töten gesunder Tiere und ihre Deklaration zu Sondermüll absolut abzulehnen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Haifisch, Tiger & Co: Gewinner und Verlierer 2010

Dienstag, 28. Dezember 2010

Menschenverursachtes Artensterben schreitet auch 2010 ungebremst voran. Grund zur Hoffnung: Staatengemeinschaft setzt sich ehrgeizige Ziele

Der WWF zieht unter Artenschutzgesichtspunkten eine durchwachsene Jahresbilanz. Zwar hielt das massive, vom Menschen verursachte Artensterben auch 2010 weiter an, doch immerhin hat die UN-Konferenz zum Erhalt der biologischen Vielfalt (CBD) im Oktober dieses Jahres Blockaden für den internationalen Naturschutz aus dem Weg geräumt. “Wir sind auf der UN-Konferenz einen wichtigen Schritt vorangekommen. Es sind ehrgeizige Ziele formuliert worden”, erklärt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland, anlässlich des anstehenden Jahreswechsels. So sollen vermehrt Schutzgebiete an Land und auf hoher See ausgewiesen werden. Außerdem hat man sich darauf geeinigt, Subventionen, die eine Verringerung der Artenvielfalt zur Folge haben bis 2020 abzubauen, zu reformieren oder zu beenden. “Biodiversität ist ein Wirtschaftsfaktor und deren Erhalt wird immer mehr zu einem Garant für langfristigen, ökonomischen Erfolg”, sagte Brandes. “Unternehmen erkennen in zunehmendem Maße, dass eine intakte biologische Vielfalt ökonomische Leistung erbringt. Das ist ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung.” Hauptursachen für den anhaltenden Verlust biologischer Vielfalt weltweit sind Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Wilderei und Übernutzung. Die von Menschen verursachte Aussterberate liegt laut WWF mindestens hundertmal höher als der natürliche Artenschwund. Und während sich etwa die Lage von Nashorn, Hai oder Schuppentier 2010 weiter verschlechtert hat, können Tierarten wie Tiger, Wolf und Dorsch immerhin optimistischer in die Zukunft blicken.

Die Verlierer 2010

Nashorn – Allein bis September 2010 hat Südafrika nach WWF-Angaben mehr als 230 Nashörner durch Wilderei verloren. Damit wird in dem Land durchschnittlich alle 30 Stunden ein Breit- oder Spitzmaulnashorn getötet. Nur in den 1970er Jahren habe die Wilderei ein ähnlich erschreckendes Ausmaß erreicht. “Die Hörner gehen vor allem nach Asien, wo sie in geriebener Form als dubiose Heilmittel eingesetzt werden”, sagt WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler. Dementsprechend ist auch die Lage der asiatischen Nashörner extrem kritisch. So wurde im April im vietnamesischen Cat Tien Nationalpark ein totes Java-Nashorn entdeckt. Das Tier wurde vermutlich von Wilderern erschossen. Es ist anzunehmen, dass damit das letzte Java-Nashorn in Vietnam getötet wurde.

Hai, Tunfisch und Koralle – Keine internationalen Handelsverbote für Rote Koralle, Blauflossentunfisch und diverse Hai-Arten. Die Politik hätte auf der Artenschutzkonferenz in Doha im März 2010 die Gelegenheit gehabt, die Artenvielfalt der Meere besser zu schützen, doch die Anträge wurden allesamt abgelehnt. So darf der Blauflossenthunfisch weiterhin als Sushi-Delikatesse auf dem japanischen Markt enden – obwohl die Population um bis zu 85 Prozent eingebrochen ist. Ähnlich dramatisch die Situation von Weißspitzen-Hochseehai und Hammerhai: Die Flossen dieser Fische landen noch immer in der Suppenschüssel. Die Rote Koralle wird weiterhin Bestandteile von Medizin- und Schmuckprodukten sein.

Schuppentier – Die Summe der gewilderten Schuppentiere in Asien binnen eines Jahres dürfte in die hunderttausende gehen, befürchtet der WWF. Nach einem im Oktober 2010 veröffentlichten Report wurden allein für ein einziges Schmuggler-Syndikat auf der Insel Borneo rund 22.000 Schuppentiere gewildert. Da es unzählige solcher Artenschmuggler gibt, sei die Dunkelziffer auch um ein vielfaches höher. Aus den Bestandteilen des Schuppentiers (auch Pangolin genannt) werden dubiose Heilmittel hergestellt. Die Population könne der maßlosen Gier durch kriminelle Syndikate auf Dauer nicht standhalten, so der WWF.

Wale – Das Jahr 2010 brachte erneut keinen Konsens in Sachen Walfang und -schutz. Die Verhandlungen über einen Kompromissvorschlag zum Fang auf Großwalarten bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juni führten zu keinem Ergebnis. “Ein Kompromiss, der den bestehenden Walfang unter die Kontrolle durch die IWC stellt, wäre klar vonnöten gewesen” sagte Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. “Bedrohte Arten wie Finn- und Seiwal bleiben trotz Moratorium weiter auf der Abschussliste der Walfangnation Japan.”

Die Gewinner 2010

Tiger – Nach WWF-Schätzungen leben weltweit nur noch rund 3.200 Tiger in freier Wildbahn. Der Druck durch Wilderei und Lebensraumzerstörung auf die Art ist unvermindert hoch, doch nach dem “Jahr des Tigers 2010″ kann die Großkatze hoffnungsvoller in die Zukunft blicken. Vertreter aller dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten haben sich nämlich auf dem Tiger-Gipfel im November zu einem globalen Tiger-Rettungsplan bekannt. Auch auf das Ziel, die Bestandszahlen des Tigers bis 2022 zu verdoppeln, konnten sich die Politiker verständigen. Der WWF sprach von einem “historischen Moment für den Artenschutz”, mahnte zugleich “schnelle und konkrete Taten” an. Geberländer wie Deutschland und die USA, aber auch Institutionen wie die Weltbank, Privatpersonen wie Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und Organisationen wie der WWF haben bereits finanzielle Zusagen getätigt. In der Amur-Region, wo sich der WWF seit 1993 gemeinsam mit seinen Partnern engagiert, sind die Bestandszahlen des Tigers seit vielen Jahren stabil. Nach Schätzungen durchstreifen dort rund 450 Exemplare die Wälder.

Wolf – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland schreitet auch 2010 weiter voran. Im Sommer gelangen in der Lübtheener Heide dank einer WWF-Fotofalle Aufnahmen eines vermutlich männlichen Tieres. Und auch Bayern hat wieder einen Wolf. Seit mehreren Monaten durchstreift ein Rüde das österreichisch-bayerische Grenzgebiet. “Der Wolf besiedelt trotz mancher Rückschläge seine alte Heimat wieder”, freut sich WWF-Experte Janosch Arnold. Deutschlandweit gibt es nach Schätzung des WWF zwischen 60 und 75 Wölfe. Ein Großteil davon lebt in der sächsischen Lausitz. Aber auch aus anderen Regionen, wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, werden immer wieder Sichtungen gemeldet.

Dorsch – Innerhalb von nur drei Jahren ist der östliche Bestand des Dorsches in der Ostsee auf das Dreifache angewachsen. Die Gründe für die erfreuliche Entwicklung seien ein wirkungsvoller Wiederaufbauplan, eine Verkleinerung der Fangflotte sowie eine konsequente Eindämmung der illegalen Fischerei. Der positive Trend zeige, so der WWF, dass sich Fischbestände unter günstigen ökologischen Bedingungen und einem nachhaltigen Management wieder erholen können. Um diesen Erfolgstrend auch langfristig zu sichern, fordert der WWF die strikte Einhaltung des EU-Wiederaufbauplans auch für das kommende Jahr. “Die Fischereiminister müssen trotz der guten Prognosen für den Dorsch auch in den kommenden Jahren die Fangquoten mit Bedacht festlegen und den wissenschaftlichen Empfehlungen folgen” fordert Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF.

WWF World Wide Fund For Nature

Quelle: Offenes-Presseportal

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Volle Tierheime – auch nach Weihnachten

Dienstag, 28. Dezember 2010

Ob Hunde, Katzen, Kleintiere oder Exoten: In den Tierheimen kommen jetzt die ersten „Weihnachtsopfer“ an. Schon vor dem Fest war die Lage der Tierheime bundesweit schwierig. Viele der Tierschutzeinrichtungen sind existenziell bedroht, in den meisten sind die Aufnahmekapazitäten an den Grenzen der Möglichkeiten. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an Tierfreunde, die sich bewusst gegen ein Tier zu den Feiertagen entschieden haben und sich in aller Ruhe über ein Haustier informieren möchten, zuerst ins Tierheim zu gehen. Dort findet man Sachkunde und leistet damit einen aktiven Tierschutzbeitrag.

„Auch wenn unsere Aufklärung vor den Feiertagen sicher Tierleid verhindert hat, entscheiden noch immer sich zu viele Eltern spontan zum Tierkauf. Das betrifft besonders Kleintiere, aber auch Hunde, Katzen und zunehmend Exoten“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Die Tierschützer gehen von einer hohen Dunkelziffer ausgesetzter Tiere aus, die zunächst als Überraschung unter dem Weihnachtsbaum lagen. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher an die Zivilcourage: Wenn Tierhalter sich entscheiden sollten, ihre „lebenden Weihnachtsgeschenke“ nicht behalten zu wollen, diese in den Tierheimen abzugeben, statt sie einfach auszusetzen und sich selbst zu überlassen. Den Erfahrungen nach kommt eine zweite Welle der „verspäteten“ Weihnachtsopfer in der Regel in den Oster- und Sommerferienwochen auf die Tierheime zu.

Der praktische Tierschutz übernimmt staatliche Aufgaben, ohne dafür die kostendeckende Erstattung durch den Staat zu erhalten. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Gesetzgebung, wie z. B. die Hundeverordnungen der Länder, schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Immer mehr Tiere – vor allem alte und kranke – werden aus finanziellen Gründen abgegeben, die Vermittlungsdauer steigt an und damit erhöhen sich auch die Betreuungskosten.

Früher, kalter Winter als zusätzliche Belastung
Der früh einsetzende und kalte Winter wird die wirtschaftliche Lage noch verschärfen, befürchtet Apel. Denn für die Tierheime wird auch dies mit hohen zusätzlichen Bewirtschaftungs- und Energiekosten verbunden sein. Rücklagen gibt es keine: Über lange Jahrzehnte wurden die Lücken, die durch die fehlende kostendeckende Erstattung für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben entstanden sind, aus eigener Kraft ausgeglichen.

Mehr zur Lage der Tierheime: www.rettet-die-tierheime.de

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Tipps für ein tierliebes Silvester 2010

Montag, 27. Dezember 2010

Rücksicht nehmen, am Besten auf Böller verzichten

Am 29. Dezember startet der alljährliche Verkauf von Raketen und Co. für die Silvesternacht. Für viele Menschen beutetet die Knallerei zum Jahreswechsel Spaß, für Tiere dagegen Stress: Denn Hunde und Katzen etwa haben ein wesentlich feineres Gehör als Menschen. Der ungewohnte Lärm erschreckt die Tiere und kann Zittern und Jaulen hervorrufen – in schlimmeren Fällen sogar Angstneurosen, die immer wiederkehren können. Der Deutsche Tierschutzbund rät zur Rücksicht und gibt Tipps, wie Silvester für Halter und Tiere entspannt bleibt.

Bereits einige Tage vor Silvester können Tierhalter entsprechende Vorkehrungen treffen: So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm ein wenig zu dämpfen. Idealerweise sollte Hunden, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und anderen Kleintieren ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

An alle, die nicht auf jegliches Feuerwerk verzichten wollen, appelliert der Verband, auf das Angebot an bunten und leuchtenden Raketen,  die keinen Krach machen, zurückzugreifen.

Beruhigungspillen sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden und nur dann, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Meist reicht es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln, führt der Deutsche Tierschutzbund in Bonn an.

Wildtiere in Wald und Flur sind den Krach in der Silvesternacht gar nicht gewohnt. Sie reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Deshalb appelliert der Deutsche Tierschutzbund, keine Feuerwerke am Waldrand, auf Waldlichtungen oder in Parkanlagen zu zünden. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Vorsicht bei Geschenken für Tiere

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Deutscher Tierschutzbund gibt Tipps für harmonische Zeit mit Haustieren

Wer seinem tierischen Familienmitglied zu Weihnachten etwas Gutes tun möchte, sollte einige Regeln beachten. Spielzeuggeschenke sollten sorgfältig ausgewählt werden. Viele Bälle, Kauspielzeuge und vermeintliche andere Spaßprodukte bergen Gefahren für das Tier. Zum Schutz der Vierbeiner sollten Tierfreundinnen und Tierfreunde auch darauf verzichten, zusätzliche Leckereien von den Weihnachtstellern oder der Festtafel zu verfüttern. Weihnachtsschmuck und Kerzenwachs sind zudem oft Quellen unnötigen Tierleids.

Viele Menschen wollen auch ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten. Das Verfüttern von gewürzten Speisen sowie Schokolade ist jedoch gesundheitsschädlich für Katzen und Hunde. In vielen Fällen führt es zu Verdauungsstörungen, die dann schnell beim tierärztlichen Notdienst enden können. Wer sich an Weihnachten auch an den Bedürfnissen seines Tieres ausrichtet und es vor Gefahrenquellen wie Geschenkpapier, Lametta oder Kerzenwachs schützt, für den wird das Fest mit seinen „tierischen Freunden“ sicher ein freudiges Zusammensein.

Beim Kauf von Geschenken für Tiere warnt der Deutsche Tierschutzbund vor nicht artgerechten Spielzeugen, die oftmals Verletzungsgefahren bergen. Zu kleine Spielzeuge oder die Innenteile von quietschenden Gegenständen können im Eifer des Spiels schnell verschluckt werden oder beim Kauen zersplittern. Gefährlich können unter anderem auch die als Katzenspielzeug angebotenen Laserpointer sein, deren Lichtstrahl von Katzen gejagt werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund rät dringend vom Kauf ab, da es zu starken Verbrennungen von Mensch und Tier kommen kann, wenn der Lichtstrahl auf das Auge trifft.

Keinesfalls tiergerecht sind Röhrensysteme aus Plastik, wie sie für Hamster angeboten werden. In diesen Plastikgängen können die Tiere stecken bleiben und sogar ersticken. Auch offene Laufräder mit Gittersprossen sind als Käfiginventar bei kleinen Heimtieren ungeeignet: Zum einen haben sie oft einen zu kleinen Durchmesser, sodass die Wirbelsäule des Tieres beim Laufen stark gekrümmt wird, zum anderen kann es zu gefährlichen Verletzungen kommen, wenn Gliedmaßen oder der Schwanz in den Gittersprossen hängen bleiben. Konstruktionen wie das so genannte „Hamsterauto“ sind als äußerst tierquälerisch einzustufen. Spiegel und Plastikvögel im Wellensittich-Käfig mögen vielleicht dem Halter gefallen, dem Tier ersetzen diese Utensilien jedoch nicht den für das Wohlbefinden unerlässlichen Artgenossen.

Weitere Informationen zu tierschutzwidrigem Zubehör erhalten Sie hier: www.tierschutzbund.de/gefaehrliches_heimtierspielzeug.html

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Schallende Ohrfeige für Geflügelindustrie und Bundesregierung

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Sieg für den Tierschutz – Bundesverfassungsgericht untersagt Kleingruppenkäfige für Legehennen

Wie gerade bekannt wurde, hat das Bundesverfassungsgericht der Normenkontrollklage des Landes Rheinland-Pfalz Recht gegeben und die Kleingruppenkäfige für Legehennen als Verstoß gegen das Grundgesetz bezeichnet. Laut Urteilsbegründung wurde gegen die erforderliche gesetzliche Ermächtigungsgrundlage verstoßen, weil die Tierschutzkommission nicht in der nach Tierschutzgesetz erforderlichen Weise angehört wurde. Mit dem Verstoß gegen das Anhörungserfordernis habe der Verordnungsgeber auch gegen den Artikel 20a Grundgesetz, dem Staatsziel Tierschutz, verstoßen, so das Gericht. Die Bundesregierung hatte das generelle Verbot der Käfighaltung im Jahr 2002 nach einem mehrheitlichen Votum des Bundesrates aufgehoben.

„Das ist eine schallende Ohrfeige für die Betreiber von Kleingruppenkäfigen und die Bundesregierung. Es ist ein Sieg für den Tierschutz. Das muss alle, die noch Eier aus Käfigen verwenden, nachdenklich stimmen. Das fängt bei Frühstückseiern an, das betrifft aber auch Eiernudeln und endet noch nicht beim Eierlikör“, kommentiert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und fügt an: „Wir danken dem Ministerpräsidenten Kurt Beck und der Staatsministerin Margit Conrad, dass sie den Tierschutzargumenten durch ihre Normenkontrollklage zu Recht verholfen haben.“

Das Land Rheinland-Pfalz hatte nach dem Beschluss des Bundesrates Normenkontrollklage gegen die „Regelungen zur Kleingruppenhaltung von Legehennen“ eingelegt. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Klage mit Gutachten unterstützt.

In der neuen Käfiggeneration können die Tiere zentrale Bedürfnisse und Verhaltensweisen nicht ausleben. Dazu gehören u. a. Sandbaden, ungestörtes Ruhen oder geschützte Eiablage im Nest. Diese hat das Bundesverfassungsgericht 1999 als wesentliche Grundbedürfnisse bezeichnet und die Käfighaltung für verfassungswidrig erklärt. Führende Wissenschaftler haben bereits bestätigt, dass auch in der so genannten Kleingruppe kein artgerechtes Verhalten der Hühnervögel möglich ist.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Konkrete Alternativen statt lautem Protest

Dienstag, 23. November 2010

Tierschützer und Umweltaktivisten steigen dieser Tage wieder auf die Barrikaden, um gegen die dramatischen Mängel in der Haltung von Nutztieren zu protestieren. Viele Großbetriebe und Landwirte erfüllen laut Angaben ihrer Gegner die gesetzlichen Bestimmungen nicht und verstoßen somit gegen das Tierschutzgesetz. Konkret zeigen sie Beispiele auf, wie beispielsweise Hühner oder Schweine in Ställen gehalten werden, ohne Zeit ihres Lebens einmal das Sonnenlicht zu erblicken. Des Weiteren verfügen die Tiere über zu wenig Platz um sich gesund zu entwickeln. Einziger Nutzen den viele Unternehmer in dieser optimierten Haltung von Tieren sehen, sei der Profit und das Endprodukt im Supermarkt, das mit einem satten Gewinnaufschlag verkauft werden könne. Großbetriebe und Landwirte selbst weisen die Kritik der Tierschützer zurück und berufen sich auf Kontrollen, die in ihren Betrieben regelmäßig stattfinden und positive Ergebnisse zeigen.

effektive Mikroorganismen

Unter der Gruppe der Tierschützer hat sich vor kurzem ein kleines Team gebildet, das den Betreibern von Ställen und Landwirten unternehmerische Alternativen aufzeigt, mit denen sie ebenfalls ihre wirtschaftlichen Ziele erreichen können. Diese Alternativen berücksichtigen jedoch sämtliche gesetzliche Bestimmungen und ermöglichen den Tieren ein Leben unter normalen Umständen. Ein konkretes Beispiel in diesem Zusammenhang ist eine Empfehlung in Sachen Futtermittel. Viele Landwirte glauben, dass sie nur mit Hilfe von Antibiotika und Wachstumshormonen ihre Tiere auf jenes Gewicht bringen, mit dem sie schlachtreif sind. Ein alternativer Ansatz hierbei ist es, das Futtermittel für Tiere nicht etwa mit Medikamenten zu versetzen, sondern auf die Technik von effektiven Mikroorganismen zu vertrauen. Bei Mikroorganismen handelt es sich um regenerative und natürliche Inhaltsstoffe, deren Anwendung in vielen landwirtschaftlichen Bereichen bereits bekannt ist. Um sich dieser zukunftsträchtigen Technologie zu bedienen, ist es lediglich von Nöten dem eigenen Futtermittel eine so genannte EM-Urlösung bei zu führen. Mit Hilfe dieser EM-Urlösung steigert man die Qualität des Futtermittels erheblich und erzielt damit den gewünschten Effekt bei den Tieren.

Quelle: Multikraft

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Politische Bewegung in der Tierheimkrise

Dienstag, 16. November 2010

Heute wird die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag „Tierschutz stärken – Tierheime entlasten“ in erster Lesung in den Bundestag einbringen. In der Initiative machen sich Bündnis 90/Die Grünen für einen Hilfsfonds für Tierheime sowie eine bundesweit einheitliche Rahmenregelung zum Thema Fundtiere stark. Darüber hinaus wird die SPD-Bundestagsfraktion den Antrag „Tierschutz bei Katzen verbessern“ vorlegen. Da die Tierheime aufgrund der Katzenschwemme und der damit verbundenen finanziellen Kosten stark belastet sind, fordert die SPD eine Regelung zur verpflichtenden Kennzeichnung, Registrierung und Kastration von Katzen mit Freilauf und frei lebenden Katzen. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt beide Vorstöße ausdrücklich. Schon seit geraumer Zeit kämpft der Verband mit Nachdruck für diese Ziele.

„Wir freuen uns, dass jetzt endlich eine breite politische Diskussion zur Tierheimnotlage angestoßen wird und erwarten eine breite Zustimmung in den Ausschüssen – losgelöst von parteipolitischen Farbenspielen“, äußert sich Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Dafür kämpfen wir seit langem“. Der Verband konnte bereits Gespräche auf Arbeitsebene mit den kommunalen Spitzenverbänden anstoßen, nachdem sich Wolfgang Apel im Juli in einem offenen Brief an die Funktions- und Mandatsträger auf kommunaler Ebene gewandt hatte, um Unterstützung einzufordern. Auch bei der Demonstration vor dem Bundesrat im September gemeinsam mit den dem Verband angeschlossenen Tierschutzvereinen und Tierheimen gab es viele Zusagen von Seiten der Politik. „Wir werden verfolgen, ob alle Parteien Wort halten, denn die Tierheime können nicht mehr länger warten“, so Apel abschließend.

Bereits seit Jahrzehnten erfüllen die Tierheime Aufgaben für die öffentliche Hand etwa wie bei der Fundtierbetreuung. Die Kommunen,  ebenso wie Bund und Länder, zahlen dafür jedoch keine kostendeckenden Zuschüsse. So mussten Spendengelder in der Vergangenheit immer häufiger für diese Zwecke verwendet werden. Dieses Geld fehlt nun bei längst überfälligen Investitionen. Der Bedarf für letztere beläuft sich aktuell auf über 35 Mio. – dringend benötigtes Geld für wichtige Dinge wie die Renovierung von Katzenhäusern oder neue Heizungsanlagen.  Hinzu kommen die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung, die sich im praktischen Tierschutz negativ niederschlagen. Immer mehr Tiere werden aus finanziellen Gründen abgegeben. Die Verweildauer von Tieren in den Tierheimen erhöht sich und damit auch die Kosten.

Der Antrag der Grünen enthält ebenfalls Forderungen nach einer bundesweiten Rechtsverordnung zur Kennzeichnung, Registrierung und Kastration von Haustieren, sowie nach der Durchsetzung der bestehenden EU-Rechtsvorschriften für Haustiere, z. B. zur Bekämpfung des illegalen Welpenhandels.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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NABU und LBV: Gartenrotschwanz ist „Vogel des Jahres 2011“

Freitag, 8. Oktober 2010

Streuobstwiesen sind wichtiger Lebensraum für den Singvogel

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.

„Im Jahr des Gartenrotschwanzes wollen wir auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind. Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen. Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen.

„Die Bestände des Gartenrotschwanzes sind im selben Maße zurückgegangen, wie die Streuobstgürtel um unsere Ortschaften Neubaugebieten und Obstplantagen weichen mussten“, erläuterte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann.

Bundesweit gibt es nach Schätzungen der beiden Verbände höchstens noch 300.000 Hektar Streuobstwiesen. Damit nicht noch mehr verloren geht, müssten die Betreiber solcher Flächen faire Preise für ihr Obst erhalten. „Die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen muss sich wieder lohnen“, so Opitz. Der NABU hat 1988 das „Streuobst-Qualitätszeichen“ ins Leben gerufen. Es garantiert den Erzeugern höhere Preise und den Verbrauchern hochwertige Streuobstprodukte.

Neben Obstwiesen sind strukturreiche Kleingartenanlagen mit altem Baumbestand zunehmend von Bedeutung. Hier findet der Gartenrotschwanz oftmals letzte Rückzugsräume. Zum Schutz des schlanken, etwa 14 Zentimeter großen Singvogels, fordern NABU und LBV auch ein Umdenken bei der Gestaltung von Gärten und Parks, denn der Gartenrotschwanz braucht abwechslungsreiche Landschaften. Auf sterile Rasenflächen, fremdländische Gehölze und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln müsse zugunsten von natürlicher Vielfalt verzichtet werden. In passender Umgebung kann dem Gartenrotschwanz auch mit speziellen Nistkästen geholfen werden.

Der Bestand des Gartenrotschwanzes in Deutschland wird auf 110.000 bis 160.000 Brutpaare geschätzt. Noch vor 30 Jahren war er etwa drei- bis viermal so hoch. Als Insektenfresser lebt der Gartenrotschwanz nur im Sommerhalbjahr bei uns. Den Winter verbringt er in den afrikanischen Savannen südlich der Sahara. Auch dort und entlang seiner Zugwege ist er etlichen Gefahren ausgesetzt. Großflächige Monokulturen verdrängen mehr und mehr die natürliche Baumsavanne und nicht wenige der Vögel werden Opfer der in manchen Ländern noch üblichen Singvogeljagd. Langfristig könnten allerdings die Folgen des Klimawandels schwerwiegender sein. Dürreperioden im Mittelmeerraum und in der Sahelzone nehmen zu, die von den Vögeln zu überwindenden Wüsten dehnen sich von Jahr zu Jahr weiter aus.

Weitaus bekannter und häufiger als der Gartenrotschwanz ist sein naher Verwandter, der schlichter gefärbte Hausrotschwanz. Dieser stammt ursprünglich aus felsigen Bergregionen. Als Kulturfolger hat er sich unsere Städte als „Ersatzfelsen“ erobert. Garten- und Hausrotschwanz werden daher leicht miteinander verwechselt.

Vogel des Jahres 2010 ist der Kormoran.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.


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