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Tierschützer begrüßen neues Wildtier-Zirkusverbot in Portugal

Freitag, 16. Oktober 2009

Die Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen begrüßt die Entscheidung der portugiesischen Regierung, das dunkle Kapitel der Wildtiere in Zirkussen endlich zu schließen.

Nachdem die portugiesische Regierung bereits im September Zirkussen verboten hat, Menschenaffen mit sich zu führen, wurde am Dienstag ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan: Zirkusse dürfen Wildtiere wie z.B. Elefanten, Tiger, Löwen, Bären, Flusspferde oder Nashörner nicht mehr vermehren und auch nicht mehr neu anschaffen.

Auch wenn Tierschützer sich gewünscht hätten, dass Wildtiere schneller aus Zirkussen verschwinden, hat die portugiesische Regierung doch immerhin das Ende von Zirkusnummern mit Löwen und Elefanten eingeläutet.

Nachdem Länder wie Bulgarien, Dänemark, Finnland, Österreich, Polen und Schweden schon weitreichende bzw. vollständige Wildtierverbote eingeführt haben, darf Deutschland nicht den Anschluss verlieren. „Wenn die Bundesregierung bzw. das BMELV sich weiterhin weigert, den Bundesratsbeschluss von 2003 umzusetzen, ist das ein Skandal. In diesem Fall sind die Bundesländer aufgefordert, zu handeln“, sagt Mahi Klosterhalfen, Sprecher der Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen.

Um ein deutsches Wildtierverbot zu beschleunigen, können Bürgerinnen und Bürger unter www.zirkus-in-berlin.de eine Online-Petition unterschreiben und sich kostenfrei Plakatund Faltblättermotive herunterladen.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wurde 1999 von Rechtsanwalt Wolfgang Schindler als politisch und weltanschaulich ungebundene Tierschutzorganisation gegründet. Ihren Namen erhielt die Stiftung von Rhena Schweitzer, der Tochter Albert Schweitzers. Die Stiftungs-Aufgabe ist es, möglichst viel Leid zu vermindern. Deshalb setzt sich die Stiftung vor allem für die sogenannten »Nutztiere« ein. Mit 60 Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter meist unvorstellbaren Bedingungen kostenoptimiert gemästet und getötet werden, ist das Engagement für diese Tiere die wohl größte Aufgabe, der man sich stellen kann. Die Stiftung wirkt darauf hin, Haltungsbedingungen zu verbessern sowie die Überzüchtung (Qualzucht) der Tiere zurückzufahren. Außerdem stärkt die Stiftung die vegetarische Idee, da keine Haltungsform bekannt ist, die man als wirklich artgerecht bezeichnen könnte. Wem Tiere am Herzen liegen, kann durch eine möglichst rein pflanzliche Ernährung jederzeit einen effektiven Beitrag zum Wohl der Tiere leisten.

Quelle: Offenes-Presseportal