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	<title>playandhelp.org Blog &#187; Naturschutzbund Deutschland e.V.</title>
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		<title>NABU und LBV: Kormoran ist Vogel des Jahres 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 10:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutzbund Deutschland e.V.]]></category>

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		<description><![CDATA[Fischfressende Vogelart ist natürlicher Bestandteil unserer Gewässer
Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden geschossen und vertrieben wird.
„Unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fischfressende Vogelart ist natürlicher Bestandteil unserer Gewässer</strong></p>
<p>Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden geschossen und vertrieben wird.</p>
<p>„Unter dem Vorwand eines  „Kormoran-Managements“ haben nahezu alle Bundesländer spezielle Kormoran-Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz der Vögel untergraben“, erklärte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Diese Verordnungen erlauben die flächendeckende Tötung von Kormoranen unabhängig von einem Schadensnachweis an Fischbeständen selbst in Naturschutzgebieten, teilweise sogar ausdrücklich während der Brutzeit. „Die Bilanz ist beschämend: Jedes Jahr werden in Deutschland wieder rund 15.000 Kormorane getötet“, so Opitz.</p>
<p>Jahrzehntelang war der Kormoran (Phalacrocorax carbo) aus Deutschland so gut wie verschwunden &#8211; das Ergebnis intensiver Verfolgung durch Fischer und Angler. Erst nach konsequentem Schutz durch die EG-Vogelschutzrichtlinie (1979) leben in Deutschland heute wieder rund 24.000 Brutpaare, davon mehr als die Hälfte in großen Kolonien nahe der Küste. Ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren stabilisiert.</p>
<p>„Die Rückkehr des Kormorans ist ein Erfolg für den Vogelschutz, auf den wir stolz sein können“, betonte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann.<br />
Berufsfischer und Angler versuchten jedoch, die Vertreter von Politik und Behörden von angeblich massiven wirtschaftlichen Schäden und der Bedrohung einzelner Fischarten durch den Vogel zu überzeugen. „Doch Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten. Vielmehr kommt es darauf an, sich für die ökologische Verbesserung unserer Gewässer einzusetzen &#8211; damit alle Fische und Wasservögel Raum zum Leben haben“, so Sothmann. Aus Sicht von NABU und LBV sollten fischfressende Vogelarten wie der Kormoran als natürlicher Bestandteil unserer Gewässerökosysteme akzeptiert werden.</p>
<p>Die 80 bis 100 Zentimeter großen und zwischen zwei bis drei Kilo schweren Vögel fangen bevorzugt Fische, die sie ohne großen Aufwand erbeuten können &#8211; sie sind Nahrungsopportunisten. Darum stehen vor allem häufige und wirtschaftlich unbedeutende „Weißfische“ wie Rotaugen, Brachsen und andere Kleinfische auf ihrem Speiseplan, die besonders in nährstoffreichen Gewässern in großen Mengen vorkommen. „Edelfische“ wie Felchen oder Äschen machen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge nur geringe Anteile ihrer Nahrung aus.</p>
<p>NABU und LBV lehnen eine flächendeckende Regulierung der Kormoranbestände grundsätzlich ab. Denn es gibt Alternativen. Eine zeitgemäße Strategie ist die Schaffung von Ruhezonen. So werden die Wasservögel an Orte gelenkt, an denen sie sich von reichhaltigen Fischbeständen ernähren können &#8211; dazu zählen größere Stillgewässer und Flüsse ebenso wie die Küste. Dadurch verringert sich der Druck auf Fischzuchtanlagen oder die Rückzugsräume seltener Fischarten. An Fischzuchtanlagen bzw. in Zentren der Teichwirtschaft können gebietsweise Probleme durch den Kormoran auftreten. Dort müssen gemeinsam vor Ort Lösungen gefunden werden, wirtschaftliche Schäden durch Kormorane zu verhindern, ohne den natürlichen Bestand der Vogelart erneut zu gefährden. Fischteiche können z.B. durch das Überspannen mit weitmaschigen und gut sichtbaren Drahtnetzen sowie durch optisches und akustisches Vertreiben wirksam geschützt werden.</p>
<p>„Wir möchten zeigen, was getan werden kann, um Kormoranen und Fischern eine Zukunft an unseren Gewässern zu sichern. Der Umgang mit dem Kormoran ist ein Prüfstein für einen umsichtigen Artenschutz in Deutschland und Europa“, so die Verbände.</p>
<p>Der Kormoran, dessen grüne Augen an Edelsteine erinnern, ist ein Meistertaucher. Bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief kann er tauchen. Sein mit Wasser vollgesogenes Gefieder lässt er von Wind und Sonne trocknen &#8211; ein einzigartiges Verhalten in der Vogelwelt. Dazu breitet er die Flügel in der charakteristischen Haltung auf einem Ruheplatz aus. Abgesehen von Südamerika ist der Kormoran in allen Erdteilen zu Hause.</p>
<p>Hintergrundinformationen zu finden unter www.NABU.de und www.vogel-des-jahres.de. Auf www.kormoranfreunde.de, der Kampagnen-Seite zum Vogel des Jahres 2010, kann man sich als Freund des verfolgten Vogels registrieren.</p>
<p>Die Farbbroschüre zum Jahresvogel 2010 (Art.-Nr. 1922) kann für 1 Euro zzgl. Versandkosten beim NABU-Natur-Shop, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover (www.NABU.de/shop) bezogen werden.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.nabu.de">NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.</a></p>
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		<title>NABU: Schwarz-Gelb muss strahlende Altlasten der Asse sichern</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 13:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsorganisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutzbund Deutschland e.V.]]></category>

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		<description><![CDATA[Tschimpke: Union und FDP haben Atomgefahr mit eingebrockt
Mit Blick auf die heutige Vorstellung von drei Studien zu Möglichkeiten der Stilllegung des Atommülllagers Asse hat der NABU die künftige Bundesregierung aufgefordert, eine sichere Schließung des vom Einsturz bedrohten Salzstocks zu gewährleisten. „Union und FDP haben uns die Gefahren in der Asse mit eingebrockt. Anstatt das Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tschimpke: Union und FDP haben Atomgefahr mit eingebrockt</strong></p>
<p>Mit Blick auf die heutige Vorstellung von drei Studien zu Möglichkeiten der Stilllegung des Atommülllagers Asse hat der NABU die künftige Bundesregierung aufgefordert, eine sichere Schließung des vom Einsturz bedrohten Salzstocks zu gewährleisten. „Union und FDP haben uns die Gefahren in der Asse mit eingebrockt. Anstatt das Problem zu lösen, sorgen sie für noch mehr Atommüll, indem sie längere Laufzeiten für Atommeiler fordern“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der NABU lehnt eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ab und fordert von Union und FDP, nicht am Atomausstieg zu rütteln.</p>
<p>Für die Sanierung der Asse müssen die Betreiber der Atomkraftwerke zur Kasse gebeten werden. Schließlich stammt die Mehrzahl der in der Asse eingelagerten 126.000 Fässer mit Nuklearabfällen von dort. „Am Tag nach der Wahl haben die Atomstromkonzerne als erste auf Laufzeitverlängerungen ihrer Atommeiler gepocht, von einer Beteiligung an der Entsorgung des radioaktiven Mülls war jedoch kein Wort zu hören“, so Tschimpke weiter. Der NABU fordere von der künftigen Bundesregierung, das transparente Verfahren für die Schließung der Asse unter Beteiligung aller Betroffenen weiterzuführen.</p>
<p>Ferner müsse das Desaster in der Asse Konsequenzen für die von Union und FDP  angestrebte Endlagerung von Atommüll im Salzstock Gorleben haben. „In der Asse wurde die sichere Deponierung in Salzgestein angeblich erprobt. Und das hat zu unverantwortbaren Gefahren für Mensch und Umwelt geführt“, erläuterte NABU-Präsidiumsmitglied Petra Wassmann als Vertreterin des NABU im Asse-Begleitausschuss. Sie wies auch auf die ungelösten Fragen zur möglichen Deponierung von Asse-Atommüll im Schacht Konrad hin.</p>
<p>Der NABU warnte die künftigen Regierungsparteien, die weitere Erkundung von Gorleben im Koalitionsvertrag festzuschreiben, ohne andere Endlagerstandorte zu prüfen. „Der neu gewählte Bundestag muss endlich ein ergebnisoffenes Suchverfahren für ein atomares Endlager einleiten“, betonte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.</p>
<address>Quelle: <a href="http://www.nabu.de">Naturschutzbund Deutschland e.V.</a></address>
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