Feiern für Straßenkinder in Bangladesch
Donnerstag, 4. Februar 2010Wenn es Nacht wird in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, gehen dort mehr als 200.000 Kinder nicht in ein warmes Bett. Oft barfuss und spärlich bekleidet streifen sie durch die Straßen der Stadt und suchen nach einem Unterschlupf zum Schlafen.
Das südasiatische Land gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von etwa 525 US-Dollar (Stand 2009) zu den ärmsten Ländern der Erde. Schutzlos und ausgegrenzt wie kaum eine andere Gruppe der Bevölkerung sind die Straßenkinder, deren Zahl die Regierung von Bangladesch auf ca. 380.000 schätzt, wovon 55 % in der Hauptstadt Dhaka leben. Ungefähr jedes zweite dieser Kinder (49 %) ist jünger als zehn Jahre.
Städte in Bangladesch sind überfüllt mit dichten Slums, Elendsvierteln und Gehwegsbehausungen, ein jedes Zuhause für Tausende von Kindern. Wachsende Armut auf dem Land und die dadurch verursachte Abwanderung in die Städte führt auch weiterhin zu einem raschen Anstieg der Zahl der Menschen, die in urbanen Slums und auf der Straße leben. Ländliche Arbeitslosigkeit, fehlender Lebensraum, Flusserosion, Naturkatastrophen, Familienkonflikte und ein dysfunktionales Rechts- und Ordnungssystem veranlassen ländliche Familien dazu, ihre Heimat zu verlassen, in der Hoffnung auf bessere Perspektiven in urbanen Zentren. Dieser Trend trägt bei zum Verfall traditioneller Familien- und Gesellschaftsstrukturen und führt zu einer wachsenden Anzahl von Kindern, die Entbehrungen und Missbrauch in urbanen Gegenden ausgesetzt sind.
Eine Gruppe junger Menschen in Heidelberg ist überzeugt, dass Bildung entscheidend ist, um den Kreislauf der Armut zu zerbrechen. „Denn nur wenn sie lernen, die Welt zu verstehen und für sich selbst zu sorgen,“ so Rainer Ebert, einer der Projektleiter, „haben sie die Chance auf ein erfülltes und unabhängiges Leben.“ Die Gruppe, bestehend aus Studierenden, Promovierenden und Berufstätigen, will deshalb in Zusammenarbeit mit der in Dhaka ansässigen Organisation Ekmattra im Norden des Landes ein Kinderdorf für die Straßenkinder Bangladeschs errichten. Laut der Heidelberger Doktorandin Maqsuda Afroz, die jahrelang für Ekmattra in Bangladesch gearbeitet hat, soll das Kinderdorf Haluaghat einen sicheren Lebensraum bieten, in dem sich die Kinder auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten können. Die Kinder sollen dort Obdach finden, eine medizinische Grundversorgung sowie eine angemessene Schulbildung erhalten. Ausführliche Informationen zur Kampagne in Heidelberg stellt die Gruppe im Internet unter www.haluaghat.org zur Verfügung.
Im Rahmen der deutschen Spendenkampagne für das Kinderdorf Haluaghat sind Vorträge zur Straßenkinderproblematik in Dhaka, Benefizkonzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen und ein Austauschprogramm mit Bangladesch geplant. Das erste Benefizkonzert findet unter dem Namen „Bengali Blast“ am 25. Februar 2010 im Billyblues im Ziegler (Bergheimer Str. 1b, Heidelberg) statt. Es spielen die Rock und Alternative Rock Bands 1, 2,… JETZT! aus Heidelberg, Eat That Frog aus Stuttgart und Die Kunstbanausen aus Adelmannsfelden. Einlass ist um 20.30 Uhr und Eintrittskarten sind an der Abendkasse für acht Euro erhältlich. Im Preis enthalten ist ein Begrüßungsschnaps. Der komplette Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten kommt direkt dem Kinderdorf Haluaghat zugute. Darüberhinaus besteht während der Veranstaltung die Möglichkeit zum Spenden.
Quelle: fair-NEWS.de


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FORMAXX spendet für Kinder- und Jugendbildung: Am Donnerstag, den 21. Januar übergab FORMAXX-Vorstand Ralf Steinmeister einen Scheck über 106.713,44 Euro an Martin Scheibelhut, Vorstand der Stiftung Qualität formt Zukunft. Die Summe fließt zu gleichen Teilen in die Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not und das Jugendbildungsprogramm der QFZ-Stiftung. Annähernd 2.000 Läufer sammelten das Geld beim FORMAXX-Spendenlauf am 6. Dezember 2009. Jede komplette Runde brachte neue Spenden. Für den guten Zweck liefen die Teilnehmer mehr als 12.000 Kilometer – knapp so weit wie von Deutschland nach Australien.
Politiker gehen mit gutem Beispiel voran
Mit Hilfe der mobilen Kommunikationstechnologie und dem Sozialen Netzwerk twitter startet die Charity 2.0 Organisation 2aid.org eine 32-tägige Kampagne, um Spenden für ihr aktuelles Projekt in Uganda zu sammeln. Auf jeden Spender warten ein Dankeschön sowie die Chance auf ein exklusives Gewinnpaket.
Über 20 000 Kristalle für die Gala „Künstler gegen Aids“.
Die Leverkusener Autorin Britta Heinrichs hat eine Kindergeschichte veröffentlicht, die sich mit dem Thema ‘Ausgrenzung/Mobbing’ befasst. Der Druck wird durch Sponsoren und Spenden finanziert. Der Vertrieb erfolgt provisionsfrei in verschiedenen Verkaufsstellen (bisher nur) in Leverkusen.